Erste Runde Bukarest, zweite Runde Rom… So schellte heute vor zehn Jahren in Kopenhagen das Telefon

Konstantin Rausch nimmt Lars Stindl nach dessen Tor zum 2:1 in den Arm. Foto: Imago

Diese Partie gehört zu den legendärsten der jüngeren Vergangenheit von Hannover 96. Aber was heißt hier „jüngere Vergangenheit“? Dieses Spiel ist auch schon wieder zehn Jahre her. Sogar heute exakt auf den Tag genau zehn Jahre. Daher blicken wir in unserer Serie zur Europapokal-Saison 2011/2012 zurück auf den 3. November 2011. Hannover 96 ist zu Gast beim FC Kopenhagen.

Es ist der vierte Spieltag in der Gruppenphase der Europa League. Die Roten sind noch ungeschlagen, konnten aber bislang weder Standard Lüttich (0:0) noch Kopenhagen (2:2) zu Hause bezwingen – beide Teams sind die Kontrahenten zum Weiterkommen. Zwei Wochen nach dem Remis gegen die Dänen in Hannover reisen die 96er nach Kopenhagen – und mit ihnen rund 10 000 Fans, die ihre Reise nicht bereuen sollten.

Schon in der ersten Halbzeit besitzen die Gäste gute Gelegenheiten, dennoch geht es mit einem 0:0 in die Pause. 20 Minuten nach dem Seitenwechsel gelingt Dame N´Doye, er hatte schon beim 2:2 in Hannover für einen FC-Treffer gesorgt, nach einem Eckball die Kopenhagener Führung. Doch dieser Rückstand scheint die Hannoveraner nur zu beflügeln. Jan Schlaudraff (71.) gleicht nach einer Flanke von Sofian Chahed zum 1:1 aus. Was folgt, ist fünf Minuten später der große und unvergessliche Auftritt von Lars Stindl.

Nach einem langen Ball in die Spitze von Chahed lupft Stindl den Ball am rechten Strafraumeck über seinen Gegenspieler Ragnar Sigursson und drischt den Ball technisch überragend aus einer Bewegung heraus volley in die Maschen – und das alles direkt vor den 96-Fans. Beim Torjubel formt Stindl mit der Hand ein Telefon und wählt symbolisch: in Kopenhagen schellt also das Telefon. Das passte perfekt zur Textzeile des damaligen Europapokal-Lieds der 96-Fans: „Erste Runde Bukarest, zweite Runde Rom – in Kopenhagen schellt das Telefon. Vielleicht nach Rotterdam, vielleicht nach Mailand, vielleicht nach Teneriffa eine Woche Sandstrand! Europapokaaaaal!“

Auf weitere Erlebnisse im Europapokal konnten sich Spieler und Fans nach dem 2:1-Endstand in Kopenhagen dann auch einstellen. Denn in der Tabelle sicherten sich die Hannoveraner durch den Auswärtssieg ein Vier-Punkte-Polster auf die Dänen – die halbe Miete mit Blick auf die Qualifikation für die K.O.-Runde.

Hannover 96: Zieler – Chahed, Haggui, Pogatetz, Schulz – Stindl, da Silva Pinto, Schmiedebach, Pander (46. Rausch) – Schlaudraff (90. Eggimann), Abdellaoue (90. Ya Konan)

Bislang in unserer Serie erschienen:

96 löst in Sevilla das Gruppenticket

0:0 zum Auftakt gegen Lüttich

Auswärtssieg in Poltawa

Spätes Remis gegen Kopenhagen

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