Eine unglückliche Beziehung geht zu Ende: Sebastian Soto wird Hannover 96 verlassen

Ein großes Talent verlässt Hannover 96 - zuvor gab es Kritik von Slomka und Kocak

Keine Liebesbeziehung: Mit Sebastian Soto verlässt eines der größten Talente der vergangenen Jahre Hannover 96. Zuvor hatte es Ärger zwischen Soto und den 96-Trainern Kocak und Slomka gegeben. Foto: Imago

Hannover 96 ist um einen vielversprechenden Nachwuchsstürmer ärmer: Talent Sebastian Soto wird Hannover 96 verlassen. Besonders für Sportdirektor Zuber ist das traurig. Unterdessen wurde Mick Gudra mit einem Profivertrag bis zum 30. Juni 2023 ausgestattet.

Wie die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ in ihrer Samstag-Ausgabe berichtet, wird Sebastian Soto Hannover 96 verlassen. Der Vertrag des US-amerikanischen Stürmers läuft in wenigen Wochen aus. Eine Verlängerung wird es nicht geben, Soto steht unmittelbar vor einem Wechsel nach England. Dem Bericht zufolge lässt Soto zurzeit medizinische Untersuchungen durchführen, um einen Wechsel vorzubereiten. Hannover 96 bestätigte die Darstellung in der HAZ. Sportdirektor Gerhard Zuber, der Soto nach Hannover lotste und als ein Förderer des US-amerikanischen Stürmers galt, bedauerte Sotos bevorstehenden Abgang: „Ein bisschen schade ist das schon.“

Kritik von Kocak, Querelen unter Slomka

Soto wurde im kalifornischen Carlsbad geboren – nur wenige Kilometer von San Diego entfernt, wo 96-Legende Steven Cherundolo seine ersten Karriereschritte machte. Anders als bei Cherundolo war die Identifikation mit Hannover 96 bei Soto aber offenbar nicht stark ausgeprägt. Kocak kritisierte den 19-Jährigen im Januar für seine Einstellung: „Wenn Soto so spielt wie heute, dann hat er keine Chance“, regte sich Kocak damals öffentlich über Soto nach einem Testspiel auf. „Das ist gegen den Ball wenig Aggressivität, wenig Mentalität.“

Zuber: „Ein bisschen schade ist das schon“

Bereits zum Saisonstart gab es Querelen zwischen dem damaligen 96-Trainer Mirko Slomka und Sebastian Soto. Nicht ganz unschuldig waren daran die Verhandlungen mit Sotos Berater über einen neuen Profivertrag, die sich als schwierig gestalteten. Als Soto den Profivertrag bei Hannover 96 – offenbar auf Anraten seines Beraters Rob Moore – nicht unterschrieb, verzichtete Trainer Mirko Slomka auf eine Kadernominierung Sotos und ließ den Stürmer beim Auswärtsspiel in Hamburg demonstrativ zu Hause. Weil sich beide Parteien damals nicht einigen konnten, läuft Sotos Vertrag nun zum 30. Juni 2020 aus.

Schlecht beraten? Querelen bei den Vertragsverhandlungen mit Sotos Berater verhinderten, dass Soto am Anfang der Saison bei Hannover 96 durchstartete. Foto: Imago

Einer der besten Spieler der U20-WM

Soto gilt als eines der vielversprechendsten Talente, das Hannover 96 in den letzten Jahren unter Vertrag hatte. Mit vier Toren bei der U20-Weltmeisterschaft hatte Soto die US-Nachwuchsmannschaft 2019 bis ins Viertelfinale geschossen. Im Achtelfinale hatte er gleich zweimal gegen den Favoriten Frankreich getroffen. Damals war die Beziehung zwischen Soto und Hannover noch intakt: „Ich bin Hannover 96 wirklich sehr dankbar dafür, wie sie sich um mich kümmern“, wurde Soto auf der Vereinshomepage hannover96.de zitiert.

Auch Borussia Dortmund soll damals Interesse an dem vielversprechenden US-Stürmer gehabt haben. Nun verlässt Soto die „Roten“ ablösefrei. Eine Ablösesumme für den 19-Jährigen (Marktwert: 300.000 Euro) wird es nicht geben.

Neun Tore, acht Vorlagen: Mick Gudra erhält Profivertrag

Während Soto geht, wird ein anderes Talent enger an Hannover 96 gebunden: Vor einigen Tagen hatten die Niedersachsen den Nachwuchsstürmer Mick Gudra mit einem Profivertrag bis zum 30. Juni 2023 ausgestattet. Seit Jahresbeginn nahm der 19-Jährige regelmäßig am Training des Profikaders teil, Anfang Februar erlitt Gudra einen Kreuzbandriss und muss seither für noch unbestimmte Zeit pausieren. Gudra gilt als fleißiges, bodenständiges Talent. In der U19 traf er diese Saison in 13 Spielen acht Mal und bereitete neun Tore vor.

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