Ehemaliger 96-Stürmer muss mit Abschiebung nach Kamerun rechnen

Mo Idrissou: Dem ehemaligen Stürmer von Hannover 96 droht offenbar die Abschiebung. Foto: Getty Images

Neben Fredi Bobic (14 Treffer) gehörte er in der Saison 2002/03 zu den besten Stürmern von Hannover 96 (9 Tore, 4 Vorlagen). Er stürmte von 2002 bis 2006 für Hannover 96 und erzielte in 64 Ligaspielen für Hannover 13 Tore. Jetzt steht Mohamadou Idrissou, mittlerweile 39 Jahre alt und immer noch als Fußballer in Österreich aktiv, vor der Abschiebung.

„Mo Idrissou ist im Schubhaftzentrum Vordernberg. Offenbar hat etwas mit seinen Papieren nicht gestimmt“, sagte Edi Lieber, Obmann bei Idrissous derzeitigem Arbeitgeber DSV Leoben, der Kleinen Zeitung. Der frühere 96-Stürmer steht offenbar vor der Abschiebung aus Österreich in sein Geburtsland Kamerun.

Das österreichische Bundesministerium für Inneres bestätigte die Personalie nicht direkt, sprach gegenüber der Kronenzeitung aber von einer „Person mit fußballerischer Vergangenheit“ im Schubhaftzentrum Vordernberg.

„Für das Visum braucht man eine Unbedenklichkeitserklärung. Offenbar hat er die nicht zusammengebracht“, erklärte Edi Lieber weiter. Von Vereinsseite habe man alles getan, was notwendig war: „Ich hatte die Arbeitsgenehmigung da. Aber das Visum ist Sache des Spielers. Und offenbar hat es da Probleme gegeben. Das muss mit seiner Vergangenheit zu tun haben.“

Mo Idrissou: 68 Spiele für Hannover 96 (13 Tore, 7 Vorlagen)

Der 39-malige kamerunische Nationalspieler war in der Bundesliga zwischen 2002 und 2011 insgesamt in 139 Spielen (27 Tore) für Hannover 96, den MSV Duisburg, den SC Freiburg und Borussia Mönchengladbach aktiv.

Danach war er in der zweiten Bundesliga erfolgreich. In den Spielzeiten 2012/13 und 2013/14 hatte er erheblichen Anteil am Erfolg des 1. FC Kaiserslautern (17 bzw. 13 Saisontore). Insgesamt sammelte er für die Lauterer 54 Scorerpunkte (34 Tore und 20 Vorlagen) in 70 Spielen.

Abseits des Platzes sorgte Mo Idrissou ebenfalls für Redebedarf. Mehrfach wurden gegen ihn Gewaltvorwürfe erhoben (WELT: „Die Akte des Skandalstürmers Idrissou“). Seine letzte Station in Deutschland war 2015/16 der KFC Uerdingen. Im Sommer schloss sich Idrissou dem österreichischen Viertligisten Leoben an, erzielte zwei Tore in elf Spielen.

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