Fehlende Fitness bei 96: Kowalczuks Hühnerbrühe wirkungsvoller als Breitenreiters Nudelsuppe

Doll: "Keine Kritik an Breitenreiter"

Edward Kowalczuk: Von 1986 bis 2018 war er für Fitness und Athletik bei den "Roten" verantwortlich. Falls nötig, kochte seine Ehefrau auch schon mal heiße Hühnerbrühe für die 96-Spieler. Foto: Hannover 96

Hannover – Thomas Doll hat nach seinem verpatzten Debüt als Trainer von Hannover 96 auch die fehlende Power einiger seiner Profis als Ursache ausgemacht. Offenbar fehlt den Profis von Hannover 96 der langjährige Athletiktrainer Edward Kowalczuk.

Thomas Doll hat nach seinem verpatzten Debüt auch die fehlende Fitness einiger 96-Profis als Ursache ausgemacht. „Wir haben eine gewisse Unsicherheit und Müdigkeit gespürt“, sagte Doll nach der 0:3 (0:1)-Niederlage gegen RB Leipzig: „Bei dem ein oder anderen muss auch am Fitnesslevel gearbeitet werden.“

Seine Rückkehr in die Bundesliga nach fast elf Jahren hatte sich der frühere Coach des Hamburger SV und von Borussia Dortmund naturgemäß ganz anders vorgestellt. „Niemand startet gerne mit einem 0:3“, sagte Doll, der Leipzigs Tore von Marcel Halstenberg per Foulelfmeter (45.+3) und Willi Orban (64., 85.) beklagte: „Am Ende war es auch verdient in der Höhe.“

Kein Vorwurf von Doll an Breitenreiter

Als Vorwurf an seinen Vorgänger Andre Breitenreiter wollte Doll seine erste Analyse ausdrücklich nicht gewertet wissen: „So etwas werden Sie von mir nie hören.“ Auch die Verunsicherung durch die fehlenden Erfolge spiele eine große Rolle. Es gelte für ihn nun, die Werte des Spiels zu analysieren und dann daraus Schlussfolgerungen zu ziehen.

Reha- und Athletiktrainer Edward Kowalczuk, der die „Roten“ jahrzehntelang auf Trab gebracht hatte, war im Mai 2018 nach 32 Dienstjahren in den Ruhestand gegangen. Die Lücke, die „Eddy“ Kowalczuk hinterlassen hat, konnte Hannover 96 offenbar nicht adäquat schließen, wenn man Thomas Dolls Aussagen über die mangelnde Fitness der 96-Profis richtig interpretiert. Kowalczuk galt als Pionier in der Bundesliga, als einer der ersten führte der ehemalige Leichtathletiktrainer Kraft- und Koordinationstraining in die Übungseinheiten eines Fußballteams ein.

Kowalczuk war berühmt-berüchtigt für harte Läufe um den Maschsee, brachte aber auch immer gute Laune in die Truppe. So erzählte Kowalczuk einmal, dass seine Ehefrau früher den Profis sogar heiße Hühnersuppe gekocht hatte, um die Spieler gesund zu halten. (Hier mehr lesen: Mach’s gut, Eddy! Ein heimlicher Star verlässt Hannover 96).

Offenbar war die heiße Hühnerbrühe von Kowalczuks Ehefrau wirkungsvoller als die Nudelsuppe, die André Breitenreiter seinen Profis in der Vorweihnachtszeit „serviert“ hat.

3 Kommentare

  1. Der Absturz auf den letzten Platz, hatte viele Gründe. Der, für mich, gravierendeste

    ist der Kader. Wir haben tolle Fussball in unserem Verein. Was wir nicht haben, ist die Breite. 96 kann die Ausfälle von Füllkrug, Bebuo, Hübers, usw. nicht Mal ansatzweise kompensieren.

    Das im Sommer, mit Sane, und Klaus, uns zwei Leistungsträger verlassen haben, könnte der Verein nicht auffangen. Das wussten wir aber vorher. Das man allerdings Harnik im Sommer für lächerliche 2,1 Mio. gehen ließ, war der größte Fehler. Natürlich gönne ich es Harnik, und verstehe es auch, daß er noch einmal mit seinem Freund Kruse zusammen spielen wollte. Nur, jeder weiß wie schwer das zweite Jahr Bundesliga ist. Das hätte man mit Harnik auch besprechen können. Zumindest, daß er noch ein Jahr in Hannover bleiben sollte. Das Sturmduo Füllkrug/Harnik hat sich blind auf dem Platz verstanden. Wir hätten jetzt kaum Probleme mit dem Klassenerhalt. Dazu kommt auch noch, dass der Abgang dieser Spieler, kein Zufall ist. Mangelnde Unterstützung von Seiten der Ultras tat sein übriges.

    Also, wenn kein Fussballwunder geschieht, dann gibt es in der nächsten Saison, solche Kescherspiele wie

    Hannover 96 – Heidenheim usw.

    Und trotzdem, oder sogar wegen dieser Aussicht, bin ich nun endlich Mitglied bei unseren Roten geworden.

    Niemals allein. 96 Alte liebe.

    Mit freundlichen Grüßen

    Harry

  2. Für mich ist ganz klar das Hannover ein Torwart Problem hat. Tschauner hat in den letzten 2 Jahren gute Arbeit geleistet! 

    Besonders in 1 zu 1 Situationen war er besser wie Esser ! 

    Als Breitenreiter Esser zur neuen Nummer 1 gemacht hat, hat er dem Rest der Mannschaft signalisiert das es nicht auf Trainingsleitungen ankommt.

    Tschauner ist nun nicht mehr da! 

    96 ist in zwei Lager gespalten und nur mit einem Torwartwechsel kann man wieder eine Mannschaft formen!

  3. 96 hat ein Torwartproblem? Guter Witz! Da lach ich mir doch den Arsch ab. Das ist so ziemlich das kleinste Problem bei 96. Esser ist ein überragendet Bundesligatorwart, nicht umsonst hat er die meisten Paraden ever in einem Bundesligaspiel gemacht. Tschauner ist 2.Liga. Das allumfängliche Problem bei 96 heißt Martin Kind, der Sargnagel für den Verein Hannover 96.

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