Die 4 Lehren aus dem Sieg gegen Aue

Ein Füllkrug-Tor, drei Punkte und vier Lehren nimmt Hannover aus dem Wochenende mit:
These 1: Die Defensive muss sich noch kräftig steigern. Gegen Aue verschläft sie den Start: In zwei Minuten lässt sich Hannovers Abwehr zweimal vernaschen. Nach einem Auer Angriff über rechts legt Kaufmann zurück. Da steht kein Hannoveraner, sondern nur Aues Sokou – der zieht leicht rüber. Kurz darauf ist Köpke im Laufduell so viel schneller als Stefan Strandberg, doch Köpkes Schuss geht knapp daneben.

Und das, obwohl das vermeintliche Dreamteam Sané und Strandberg in der Innenverteidigung zusammen spielte. Nach diesem Spiel muss man sagen: Besser wieder Sané ins defensive Mittelfeld und Waldemar Anton in die Innenverteidigung zurück.

Bei den Außenverteidigern herrscht noch jede Menge Luft nach oben. Gerade die Position des rechten Verteidigers ist eine echte Baustelle. Oliver Sorg enttäuschte wiederholt, Arkenberg und Anton konnten rechts nie richtig überzeugen. Vielleicht sollte Stendel es doch mal mit Schmiedebach hinten rechts versuchen, sobald der sich wieder von seiner Magen-Darm-Grippe erholt hat.

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These 2: Der überraschende Durchhänger mitten im Spiel. Nach dem 1:0 durch Martin Harnik (23. Minute, Kopfball nach Freistoß von Prib) und weiteren zehn starken Minuten (Großchance durch Klaus) lässt Hannover 96 überraschend stark nach.

Das war schon gegen Würzburg beim letzten Heimspiel so:



Nach der 1:0-Führung tut Hannover nicht mehr viel fürs Spiel. Als hätten man mit der Führung seine Schuldigkeit getan, fühlt sich im blassen Mittelfeld plötzlich niemand für den Spielaufbau verantwortlich.

Hier muss sich auch Trainer Daniel Stendel die Frage gefallen lassen, warum sein Team nach einer Führung oft in Lethargie und Passivität verfällt: Denn von der individuellen Klasse müsste Hannover fast jedes Team der Liga volle 90 Minuten dominieren können – auch ohne ein „Nickerchen“ zwischendurch.

These 3: Hannover hat endlich einen Stürmer mehr. Ausgerechnet Füllkrug ist es, auf den der Verein in den nächsten Spielen wohl zählen kann.



Mit seiner lässigen Abnahme zum 2:0 legte er endlich den Schalter um. Wochenlang stand Füllkurg unter großem Druck und hoher Erwartungshaltung. Das hatte ihm zuletzt merklich zugesetzt. Wie sehr, merkte man bei seinem emotionalem Torjubel: Füllkrug kniet sich auf den Rasen und haut – den Freudentränen nah – mit beiden Fäusten fast ein Loch in den Rasen. In diesem Moment spürte man, was für ein Druck auf den jungen Neuzugang gelastet haben muss, der zuvor in sieben Einsätzen nicht getroffen hatte, obwohl er mit 2,2 Mio Euro der teuerste Transfer vor der Saison gewesen war.

Für eine Gratulation lief sogar Philipp Tschauner 100 Meter über den Platz, um den 23-Jährigen aus Ricklingen zu feiern. Prognose: Jetzt, nachdem der Knoten endlich geplatzt ist, gelingen Füllkrug mehr als zehn Saisontore.

These 4: Die Spieler haben Bock auf die Fans. Das Verhältnis zwischen Spielern und Fans ist blendend. Wer meint, das sei doch nicht so wichtig, soll sich bitte an die Ära Korkut/Schaff/Frontzeck erinnern.

Nicht zuletzt wegen des kräftezehrenden Disputs zwischen Verein und Fans geriet Hannover in den Abstiegssog. Seit Publikumsliebling Daniel Stendel jedoch das Ruder übernommen hat, bietet sich ein anderes Bild – so wie gegen Aue nach dem Schlusspfiff:



Ganz als ob sich die Hannoveraner Spieler für das unansehnliche Zweitliga-Gekicke entschuldigen wollten, verschenkten sie eine Rekordzahl an Trikots:

06.11.2016, Eintracht Stadion, Braunschweig, Ligaspiel, 2. Liga, Eintracht Braunschweig vs Hannover 96, im Bild Onel Hernandez (23, Eintracht Braunschweig) graetscht gegen Felix Klaus (11, Hannover 96)
Auch er verschenkte nach dem Arbeitssieg gegen Aue sein Trikot: Felix Klaus. Getty Images

Mit Sarenren Bazee, Klaus, Tschauner, Gueye, Sané, Strandberg verschenkten gleich sechs Spieler ihre Trikots.

So viel waren es noch nie seit den Europa League Zeiten! Und die Europa League liegt immerhin auch schon vier Jahre zurück.

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