DFB-Schiri Dr. Jochen Drees gibt zu: Hannover 96 wurde zweimal entscheidend benachteiligt

Videobeweis-Projektleiter Dr. Jochen Drees gesteht ein, dass Hannover 96 zweimal entscheidend benachteiligt wurde. Foto: dfb.de

Dr. Jochen Drees, fachlicher Projektleiter für den Bereich Video-Assistent beim Deutschen Fußball-Bund (DFB), hat Stellung zu den Entscheidungen vom vergangenen Spieltag genommen.

Im Interview auf dfb.de gibt Drees zu, dass Hannover 96 gleich zweimal entscheidend benachteiligt wurde. Erstens war der Elfmeter in der 86. Minute für Mainz 05 eine klare Fehlentscheidung. Zweitens wurde der aussichtsreiche Hannoveraner Angriff nach dem Handspiel von Wimmer zu Unrecht abgepfiffen, weil Wimmers Handspiel nicht strafwürdig war und der Videoschiedsrichter sich deshalb gar nicht zu Wort hätte melden dürfen.

Im Wortlaut sagt Dr. Jochen Drees:

„Die Entscheidung Strafstoß ist aus meiner Sicht regeltechnisch falsch. Auch wenn es zu einem Kontakt beziehungsweise Rempeln im Hüftbereich kommt, ist dies aus meiner Sicht nicht als strafbar zu werten. Problematisch war in dieser Situation die Kommunikation zwischen Schiedsrichter Robert Hartmann und Video-Assistent Patrick Ittrich. Hätte die Kommunikation in adäquater Form stattgefunden, wäre schnell klar gewesen, dass die Entscheidung auf Strafstoß nur aufgrund der Wahrnehmung des Schiedsrichter-Assistenten Christian Leicher erfolgte und der Schiedsrichter Robert Hartmann keine ausreichende Wahrnehmung zu diesem Vorgang hatte.

„Ein On-Field-Review wäre unbedingt notwendig gewesen“

In diesem Zusammenhang wäre es bei dem vorliegenden Bildmaterial unbedingt notwendig gewesen, dem Schiedsrichter die Möglichkeit zu geben, sich ein eigenes Bild von diesem Zweikampf zu machen und somit die Durchführung eines On-Field-Reviews zu empfehlen. Ich bin mir sicher, dass die ursprüngliche Entscheidung dann von Robert Hartmann korrigiert worden wäre.“

Auch zum Handspiel von Wimmer nimmt Dr. Jochen Drees Stellung: „Der Eingriff beim vermeintlichen Handspiel in Mainz, bei welchem sich der Hannoveraner Spieler Wimmer den Ball nicht strafbar an die eigene Hand köpft, war falsch.“

Unterm Strich gibt Dr. Jochen Drees damit zu, dass Hannover 96 gleich zweimal entscheidend benachteiligt wurde. Konsequenzen wird dies jedoch nur für Horst Heldt haben: Weil dem 96-Sportdirektor nach dem Spiel vor Wut über die zweifache Fehlentscheidung der Kragen geplatzt war, wird nun ein Ermittlungsverfahren gegen ihn eingeleitet.

1 Kommentar

  1. Horst Heldt wird vom DFB zur Rede gestellt ?

    Was soll den bitte dieser Blödsinn?

    Man sollte besser VA Mal fragen, warum er sich die Szene, die zum Elfmeter führte, nicht noch mal abgesehen hat. Oder durfte er nicht.

    Schließlich liegt ja auch der DFB mit Martin Kind im Streit.

    Ein Schelm der Böses dabei denkt.

    Nur, wenn man sich mal die Mühe macht, was in dieser Saison schon alles gegen Hannover 96 gewertet wurde, so komme ich, und das ist noch großzügig gerechnet, auf 8 Punkte, die 96 jetzt mehr hätte. Damit wäre dieser Verein im gesicherten Mittelfeld.

    Ich habe es ja schon geschrieben, ein Schelm………

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