Der Kapitän ist zurück: Manuel Schmiedebach im Kader gegen Braunschweig

Spielt der Kapitän beim Derby? Manuel Schmiedebach ist zurück – nach seiner Verletzung steht „Schmiede“ im Kader gegen Braunschweig.

Ob Schmiedebach auch wirklich spielt oder wieder Sané und Bakalorz auf der Sechser-Position beginnen, erscheint gar nicht so wichtig – viel wichtiger ist das Zeichen, das von Schmiedebachs Nominierung ausgeht:

Denn der Kapitän ist einer der wenigen im Kader, die die letzten Derbys 2013/14 miterlebt hat – und der dienstälteste. Er sollte neben Daniel Stendel am besten wissen, was das Derby für Fans und Stadt bedeutet.

Auch charakterlich ist Schmiedebach ein Vorbild: Er libt leere Pfandflaschen im Supermarkt zurück und fährt lieber Bahn statt Porsche:

Mit seiner Bescheidenheit ist er eine Ausnahmeerscheinung in der Bundesliga! Das erkennt auch der Verein Hannover 96 in besonderer Art und Weise an.

Seine familiären Wurzeln in Venezuela haben ihn geprägt – Schmiedebach weiß, was es heißt, ums Überleben kämpfen zu müssen.

Aber auch auf dem Platz ist er ein großer Kämpfer. Ein Abräumer, der nie zurück steckt. Ein Mittelfeldmotor, der immer alles gibt. Die Fans in Hannover schätzen Schmiedebach dafür.

Kapitän Manuel Schmiedebach ist zurück. Foto: hannover96.de
Kapitän Manuel Schmiedebach ist zurück. Foto: hannover96.de

Dass der gebürtige Berliner auch Humor hat, bewies „Schmiede“ im Interview: Das Magazin 11Freunde wollte von ihm wissen, ob es nicht außergewöhnlich ist, dass er kein dickes Auto fährt.

Schmiedebachs freche Antwort: „Wieso? Marco Reus fährt doch auch mit der Bahn!“ 

Schmiedebachs Ähnlichkeit zu 96-Legende Altin Lala ist auffällig:

Die beiden defensiven Mittelfeldspieler sind echte Kämpfer, klein und wendig. Zwar ist Lala einen Zentimeter größer (172 vs. 171 cm), dafür nehmen sie sich in Sachen Torgefährlichkeit aber nichts:

Beide erzielen selten Bundesligatore – obwohl sie in hunderten Spielen auf dem Platz standen. Immerhin: Schmiedebach erzielte beim Debüt von Daniel Stendel gegen Hertha BSC Berlin (2:2) sein zweites Bundesligator in 169 Spielen – und übertrumpfte damit Altin Lala (1 Tor).

Das wichtigste aber:







Altin Lala hielt Hannover 14 Jahre die Treue. Schmiedebach ist auf dem besten Weg dahin.

Er ist Hannover seit 2008 treu. Im Sommer hatte er seinen Vertrag bis 2018 verlängert.

Der galt aber nicht für die 2. Liga, so dass Schmiedebach theoretisch ablösefrei wechseln konnte. Nach einiger Ungewissheit hat sich aber eine gute Nachricht herauskristallisiert: Schmiedebach wird bei Hannover 96 bleiben – auch in der zweiten Liga. Dann mit mehr Verantwortung, auf und neben dem Platz.

Aus dem Umfeld des Vereins war vor der Saison zu hören, dass Schmiedebach als der wichtigste Spieler überhaupt für den Zweitligakader angesehen wird. Deshalb hat es bei ihm eine absolute Ausnahme geben: 


Trotz kleinerem Zweitligaetat soll es eine Gehaltserhöhung für Schmiedebach gegeben haben – das hat 96freunde exklusiv aus dem Umfeld des Verein erfahren.

Gegen Braunschweig könnte die Wiederkehr des Kapitäns den Ausschlag für einen Sieg geben.

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