Das nächste 96-Märchen steht in den Startlöchern

In Hannover bahnt sich ein nächstes Märchen an. Vom Flüchtling zum 96-Hoffnungsträger, ähnliche Schlagzeilen könnte es bereits in Kürze geben. Der 22-jährige Moussa Doum­bou­ya wird einen Profivertrag bekommen, damit ist er bereits der dritte Spieler aus der eigenen Akademie. Das Besondere? Doumbouya kam als Flüchtling über Lybien nach Deutschland, nun geht sein großer Traum in Erfüllung…

Der Traum des Fußballers ist hart, Moussa Doumbouyas Geschichte übertrifft jedoch vieles. Der Stürmer aus Guinea stieß erst im letzten Sommer zu der Reserve von Hannover 96, um sich das Leben in der Landeshauptstadt finanzieren zu können, arbeitet er „nebenbei“ als Vollzeit-Dachdecker. Die Lehre begann er, um eine Abschiebung zu verhindern. Seine starken Leistungen in dieser Spielzeit haben nun das Ende des Doppellebens zur Folge: In 19 Spielen erzielte er sechs Treffer und legte ein Tor auf, als Belohnung winkt der Profivertrag. „Es läuft alles, ich werde den Vertrag demnächst unterschreiben“, so Martin Kind.

Boss Martin Kind legt viel Hoffnung in Doum­bou­ya – die Beförderung dürfte bei den Fans gut ankommen

Berater von Doumbouya ist niemand geringerer als 96-Legende Altin Lala. „Alle 96-Verantwortlichen wie Sportchef Gerry Zuber, Trainer Ko­cak und Michael Tarnat finden das gut. (…) Ich habe ein gutes Gefühl, dass er sich in der ersten Mannschaft durchsetzt“, freut sich der ehemalige Kapitän. Sein physisches Spiel erinnere den 44-Jährigen an Hendrik Weydandt.

Die Statistiken lassen aufhorchen! Pro Partie sucht Doumbouya 11,3 offensive Zweikämpfe, genau eine solche Hartnäckigkeit ist in der umkämpften zweiten Bundesliga gefordert. Darüber hinaus trumpft er mit seinen Pässen auf. Seine Passquote liegt bei 78 Prozent, die Bälle in die Spitze sind tadellos (Quote von 100 Prozent!). Die Zweikampfquote liegt bei 51 Prozent, durchschnittlich bringt er drei Bälle pro Partie auf das gegnerische Tor. Die Entwicklung ist beachtlich, das Training auf Profiniveau wird ihn zweifelsohne besser machen. Die bisherige Doppelbelastung fällt in Zukunft weg, der Weg für eine steile Karriere ist geebnet. Durchgestartet war Doumbouya beim MTV Eintracht Celle, für die er bis zum Sommer 2019 spielte, bevor er zu Hannover 96 wechselte.

Mit John Guidetti und Marvin Ducksch droht man zwei Akteure zu verlieren, es ist genau der richtige Zeitpunkt für das Durchstarten von Moussa Doum­bou­ya. Die 96-Akademie wird ihrem Ruf als Talentschmiede derweil endlich gerecht. Jahrelang war es ruhig um potenzielle Stars von morgen, Doumbouya ist nun die dritte Nachwuchshoffnung binnen kürzester Zeit, die es zu den Profis schafft. Simon Stehle und Mick Gudra schafften diesen Sprung ebenfalls.

Hervorgehoben werden sollte an dieser Stelle auch Doum­bou­yas Zeit bei MTV Eintracht Celle. In der Landesliga Lüneburg erzielte Doum­bou­ya herausragende 34 Tore in 29 Spielen. Dank dieser beeindruckenden Quote wurde Hannover 96 auf den Stürmer aufmerksam. Man kann zu Recht sagen, dass Doum­bou­ya in dieser Saison bei Eintracht Celle den Grundstein für seine Karriere gelegt hat.

 

 

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