Auswärtsfluch gebrochen! Ducksch setzt der Sieglos-Serie endlich ein Ende

Matchwinner beim Sieg von Hannover 96 gegen Wiesbaden: Doppeltorschütze Marvin Ducksch. Foto: Getty Images

Endlich! Nach 30 sieglosen Spielen in der Fremde gewinnt Hannover 96 wieder ein Auswärtsspiel. Das 3:0 in Wiesbaden ist der erste Auswärtsdreier seit dem 21. Oktober 2017.

Bezeichnenderweise waren es zwei Neuzugänge, die sich von der fast zweijährigen Auswärts-Sieglos-Serie nicht beeindrucken ließen und unbeschwert aufspielten: Marvin Ducksch und Cedric Teuchert, der den erkrankten Hendrik Weydandt ersetzte, lieferten überzeugende Leistungen ab.

Neben Teuchert für Weydandt gab es zwei weitere Startelfänderungen: Für Felipe und den verletzten Jung (Adduktorenzerrung) durften Albornoz und Korb von Beginn ran. Slomka stellte in der Abwehr von einer Dreierkette auf eine Viererkette um, was der defensiven Stabilität gut tat.

Die Wiederentdeckung der 10-Sekunden-Regel

Mit zwei Treffern und einer Torvorlage war Marvin Ducksch der Spieler des Spiels. In der 28. Minute verwandelte er eine Hereingabe von Teuchert direkt. In der 57. Minute entdeckte Hannover die 10-Sekunden-Regel aus Mirko Slomkas Europa League-Zeiten wieder: Es dauerte weniger als zehn Sekunden von der Balleroberung in der eigenen Hälfte bis zur präzisen Vorlage von Ducksch auf Muslija, der den Ball überlegt ins lange Eck einschob und damit das 2:0 für die Gäste markierte.

Direkt nach seinem Treffer wurde Muslija für Haraguchi ausgewechselt, kurz darauf kam Neuzugang Jannes Horn zu seinem Debüt: Er wurde in der 67. Minute für Teuchert eingewechselt.

Dem dritten Treffer, den Ducksch souverän vom Elfmeterpunkt in der 77. Minute erzielte, ging eine heftige Diskussion voraus – wieder einmal war es ein zweifelhaftes Handspiel, das die Gemüter erregte. Bei einem Freistoß aus 20 Meters, getreten von Ducksch, wehrte der Wiesbadener Mockenhaupt den Ball mit der Hand vorm Körper ab. Ob der Elfmeter nun berechtigt war oder nicht – Marvin Ducksch verwandelte ihn sicher.

Nach dem dritten Gegentreffer ergaben sich die Wiesbadener, während die Roten ihre Kräfte schonten.  Unterm Strich fiel das Ergebnis aber ein Tor zu hoch aus, denn auch Wiesbaden hatte starke Phasen – ohne die Glanzparade von Zieler bei einem Volleyschuss von Kurz in der 72. Minute wäre es nochmal spannend geworden. Das 3:0 gegen den dritten Aufsteiger aus der dritten Liga sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass noch viel Arbeit vor dem Team von Mirko Slomka liegt. Zudem wurde deutlich, dass weiterhin Neuverpflichtungsbedarf im zentralen Mittelfeld herrscht.

Mit dem ersten Saisonsieg im Rücken und dem gebrochenen Auswärtsfluch wird aber mehr Ruhe im zuletzt nervösen Vereinsumfeld einkehren. Die nächsten Spiele gegen Fürth (Samstag, 24.08.) und Hamburg (Sonntag, 01.09.) können kommen.

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