Kritiker sitzen zukünftig im Aufsichtsrat, aber Martin Kind kann mit Mehrheit planen

Rund 800 Mitglieder von Hannover haben heute Abend im Hannover Congress Centrum den Aufsichtsrat gewählt – und der Aufsichtsrat wählt den Vorstandschef. 

Bisher war der Aufsichtsrat Martin Kind treu ergeben. Anders als in den letzten Jahren gab es jedoch dieses Mal drei Bewerber für den Aufsichtsrat, die auf Konfrontationskurs zu Martin Kinds Vorhaben – die für Juli 2018 bevorstehende Abschaffung der 50+1 Regel – gehen.

Aus dem Umfeld von Hannover 96 wurde erwartet, dass Martin Kind von sich aus nicht mehr als Vorstandschef zur Verfügung steht, sollte die Interessengemeinschaft „Pro Verein 1896“ die Mehrheit im Aufsichtsrat stellen:




Der Aufsichtsrat umfasst 5 Mitglieder.

In den Aufsichtsrat gewählt worden sind heute Abend:




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Der ehemalige Fanbeauftragte Sebastian Kramer,

der Rechtsanwalt Ralf Nestler (beide in der kindkritischen Initiative „Pro Verein 1896“),

der bisherige Aufsichtsratvorsitzende Valetin Schmidt,

sowie die bisherigen Aufsichtsratsmitglieder Michael Beck und Veronika von Lintel.

NIcht in den Aufsichtsrat geschafft hat es der Anwalt Andreas Hüttl, der sich im Zuge des Streits zwischen Vereinsführung und aktiver Fanszene einen Namen als Vermittler gemacht hat. Er trat mit einer weniger radikalen Agenda als die drei Kind-Kritiker („Pro Verein 1896“).

Der Unternehmer Andreas Elvers, dritter Kind-Kritiker der Initiative „Pro Verein 1896“, ist ebenfalls nicht in den Aufsichtsrat gewählt worden.

Das Stimmergebnis:

Schmidt (410), Beck (399), Von Lintel (382), Kramer (378), Nestler (366), Elvers (358), Biskewitz (356). Kiaman (355), Hüttl (187)

Unterm Strich haben die Unterstützer von Kind damit eine knappe Mehrheit (3 von 5 Stimmen). Den Kind-Kritikern fehlten 25 Stimmen, um Andreas Elvers in den Aufsichtsrat zu heben. Von 7.000 stimmberechtigten Mitgliedern sind rund 800 zur Wahl erschienen.

Auswirkungen dürfte die Wahl möglicherweise auf die Trainerfrage haben. Der bisherige Aufsichtsrat soll mehrheitlich, jedoch nicht einstimmig Mirko Slomka favorisiert haben. Mit dem neuen Zusammensetzung könnte der Aufsichtsrat sich mehrheitlich für einen anderen Trainer aussprechen. Ausgang ungewiss!

 

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