Trotz der zweiten Niederlage in Folge: Deshalb ist eine Trainerdiskussion naiv

Die Niederlage gegen Nürnberg (0:2; Gegentore bedingt durch Fehler von Samuel Sahin-Radlinger und Waldemar Anton) war unnötig und bitter. Jetzt keimt die Diskussion auf, ob Daniel Stendel der richtige Trainer ist. Was für eine Farce! Ein Kommentar.

Zwar lief einiges nicht gut gegen Martin Baders Ex-Verein Nürnberg:

Der unglückliche Abpraller von Sahin-Radlinger nach vorne, wonach der Nürnberger Matavz schneller reagierte als Strandberg und zum 1:0 abstaubte.

Dann der unpassende Zeitpunkt beim zweiten Gegentreffer, als Hannover 96 sich gerade ein Übergewicht erarbeitet hatte. Der zuletzt so souveräne Waldemar Anton hatte seinen Gegenspieler aus den Augen verloren.

Die darauffolgende Ratlosigkeit der Hannoveraner.

Der vergebene Strafstoß von Albornoz, der den Elfer an den Pfosten setzte, als Hannover sich gerade nochmal zur Aufholjagd aufbäumte (73. Minute).

Die schwachen Leistungen von Sorg und Sobiech, der blasse Spielmacher Maier, die Verletzung von Schmiedebach beim Aufwärmen, das Fehlen von vermeintlichen Schlüsselspielern wie Füllkrug und Bech. Und und und…

Es war ein gebrauchter Nachmittag – keine Frage. Formtiefs, etwas Schlendrian in der Mannschaft, bei einigen Spieler offenbar keine 100-prozentige Motivation, ans Limit zu gehen (Überheblichkeit, Überschätzung?)

Doch daraus gleich eine Trainerdiskussion machen? Nach nur zwei Niederlagen in Serie? Nachdem zuvor drei Spiele in Folge zu 0 gewonnen wurden? Lächerlich.

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Mirko Slomka: Eine 96-Legende. Aber nicht der richtige Mann für den aktuellen Zeitpunkt. Von Ina96 - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=15213395
Mirko Slomka: Eine 96-Legende. Aber nicht der richtige Mann für den aktuellen Zeitpunkt.
Foto: Ina96 – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=15213395

Und doch wird es so kommen, dass Daniel Stendel schon im Pokalspiel gegen Fortuna Düsseldorf am kommenden Mittwoch unter besonderer Beobachtung steht. Das Umfeld reagiert hochnervös. Leider. Denn dass ein ehemaliger Jugendtrainer etwas Zeit und in Mini-Krisen auch Rückendeckung braucht, sollte eigentlich jedem Fan und Verantwortlichen klar gewesen sein, als Stendel umjubelt zum Cheftrainer befördert wurde.

In sozialen Netzwerken – und wahrscheinlich bald auch schon wieder in der BILD – macht der Name Mirko Slomka die Runde:











Ausgerechnet Slomka, der Hannover (nach unbestritten glorreichen Europa-Jahren) einen Scherbenhaufen hinterließ, der letztlich den Abstieg einläutete.

Slomka, der es nicht schaffte, aus einer flinken Konter-Mannschaft ein ballsicheres, dominantes Team zu formen, wie es in der zweiten Liga für den Kampf um die Tabellenspitze gebraucht wird!

Nein. Geben wir Daniel Stendel Zeit, Ruhe und Rückendeckung, die er jetzt braucht, Er wird die richtigen Worte gegenüber seinem Team finden. Vertrauen ist selbst im hitzigen Profifußball manchmal das beste Mittel, um eine hausgemachte Mini-Krise zu überstehen.

 

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