Stimmungsboykott endet vorerst – Fans setzen 96 auf Bewährung

Hannover – Am Dienstag treffen sich einige Hundert 96-Fans zum 5. Fanszenetreffen der Saison. Am Ende steht die Entscheidung, die Mannschaft vorerst wieder mit voller Kraft zu unterstützen.

Es wird wieder laut in Hannover. Photo by PIXATHLON/PIXATHLON/SID/

Fanszenetreffen

Die aktive Fanszene hatte über soziale Medien für Dienstag zu einem fünften Fanszenetreffen geladen. Hintergrund war eine DFL-Präsidiumssitzung am Montag. Dort sollte über den Antrag auf Ausnahmegenehmigung von der 50+1-Regel für Klubchef Martin Kind entschieden werden. Im Vorfeld der Sitzung war zu erfahren, dass die DFL eine Zustimmung verweigern könnte, weil der 73-Jährige nicht sämtliche Bedingungen für eine Übernahme erfülle. So hätte eine kontinuierliche und erhebliche Förderung über 20 Jahre nachgewiesen werden müssen. Das schien nicht gelungen zu sein.

Quelle: Internet

Kind-Antrag ruhend

Eine Entscheidung blieb aber aus, da Kind seinen Antrag noch am Vormittag ruhend gestellt hatte. Im Gegenzug erklärte sich die DFL bereit, eine Debatte über die Reform der 50+1-Regel anzustoßen. Mit Spannung wurde so das Treffen der 96-Fans erwartet. Im Vorfeld gab es bei Facebook und Twitter bereits zahlreiche Diskussionen. Ein Teil der Anhänger wünschte sich das Ende des Boykotts. Der andere Teil fand Argumente, weiter still zu bleiben.

Stimmungsboykott endet

Auch im „Heinz“ ging die Diskussion weiter. Es zeichnete sich während der Veranstaltung kein klares Meinungsbild ab. So endete dann auch die Abstimmung denkbar knapp. Mit 265 zu 249 Stimmen wurde das Ende des Stimmungsboykotts beschlossen. Schon zum Heimspiel gegen Freiburg kann sich die Mannschaft somit wieder auf die Unterstützung der Nordkurve freuen.

96 auf Bewährung

Möglich wurde dieses Ergebnis auch durch einen Kompromiss. Die Fans haben ihre Unterstützung zunächst nur bis zu der geplanten Podiumsdiskussion zwischen Fanclubs und Hannover 96 zugesagt. Der Termin ist am 26. Februar. Die Veranstaltung findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Dort soll der noch offene Fragenkatalog erörtert werden. Außerdem steht ebenfalls der Umgang mit den im Sommer 2017 abgelehnten Mitgliedsanträgen im Raum. 119 Personen wurde ohne Angabe von Gründen seinerzeit der Zutritt zum Verein verwehrt. Bisher ist eine Aufnahme nicht ohne weiteres möglich. So sollten sich die Antragsteller zu persönlichen Gesprächen vorstellen. Das will man so nicht hinnehmen. Die Fans setzen 96 demnach auf Bewährung.

Bedingter Support – Protest geht weiter

Die Bezeichnung „bedingter Support“ machte die Runde. Die Zusage gilt zunächst für das Heimspiel gegen Freiburg (10.02.18), das Spiel in Köln eine Woche später und die Partie gegen Borussia Mönchengladbach (24.02.18). Zwei Tage später findet die Podiumsdiskussion statt. Von ihrem Verlauf und weiteren Bedingungen (z.B. nachvollziehbare Abstimmungsverfahren auf nächster JHV) ist eine Fortsetzung der Unterstützung abhängig. Während der kommenden drei Wochen wird es als Zeichen des Protests weiterhin Transparente geben.

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