Schwalbe des Tages: Mark Uth (Schalke 04)

Uth gibt Schwalbe hinterher bei Sky zu

Mark Uth gelang gegen Hannover der erste Saisontreffer - nachdem er zuvor mit einer Schwalbe einen Elfmeter herausgeholt hatte (Photo by FIRO SPORTPHOTO/FIRO SPORTPHOTO/SID/)

Hannover – Erst gut 90 Minuten nach dem Schlusspfiff war der Arbeitstag für Mark Uth beendet. 

Die Dopingkontrolle nach dem 3:1 (0:0) gegen Hannover 96 dauerte für den Stürmer von Schalke 04 genauso lange wie das Spiel zuvor, es lief nichts. Doch Warten ist der Neu-Nationalspieler bei den Königsblauen gewohnt. 1083 Minuten war er ohne Tor geblieben, bis endlich der für die Schalker erlösende Treffer gelang.

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Als der Ball in der 85. Minute im Netz von Hannover 96 lag, verneigte sich Uth vor den Zuschauern, die sich von ihren Plätzen erhoben und den so lange verhinderten Torjäger mit donnerndem Applaus bedachten. „Die Fans waren sehr geduldig mit mir“, sagte der 27-Jährige: „Es hat sehr, sehr lange gedauert – viel zu lange.“ Auch in seinem 15. Pflichtspiel für Schalke war Geduld gefragt. Schon nach gut 20 Minuten hatte der Ex-Hoffenheimer, der im Sommer mit der Empfehlung von 17 Saisontoren nach Gelsenkirchen gewechselt war, gejubelt, doch der  Treffer wurde wegen Abseits aberkannt.

Danach war er an fast allen Höhepunkten des Spiels beteiligt: Er ging nach einem Kontakt mit Elez zu Boden, obwohl er selbst Josip Elez auf den Fuß getreten hatte, und schindete dadurch einen Elfmeterpfiff, der nach Videobeweis zurückgenommen wurde (32.). Dann ging er zu Boden, als Schiedsrichter Markus Schmidt erneut auf Strafstoß entschied, nachdem 96-Torhüter Philipp Tschauner ungestüm aus der Tor gelaufen kam. Doch es gab keine Berührung, die einen Elfmeter rechtfertigen konnte. Trotzdem meldete sich der Kölner Videoassistent nicht. Es blieb bei der Entscheidung – Elfmeter statt gelbe Karte für Uth.

Hinterher bei Sky gab Mark Uth auch indirekt seine Schwalbe zu. Auf die Szene angesprochen, sagte er ausweichend: „Das muss ich mir erst noch mal anschauen“ – ganz so, als wäre er ein Unbeteiligter in der Aktion gewesen und nicht der Gefoulte. Nachdem ihm die TV-Bilder gezeigt worden waren, sagte Uth nur: „Keine Ahnung, da kann ich nichts zu sagen“. Wenn selbst der scheinbar Gefoulte sich nicht traut, den Elfmeterpfiffs des Schiedsrichters zu rechtfertigen, sagt das mehr als tausend Worte.

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