Was für ein Statement rund um den Sechzehner! Was dieser Kerl aktuell abliefert, ist schlichtweg brutal – und Fakt ist: Hannover 96 wird von dieser Leistungsexplosion massiv profitieren.
Nein, es geht ausnahmsweise nicht um den 13-Tore-Stürmer Benjamin Källman. Es geht um einen anderen Mann mit Torriecher – um den 17-Tore-Stürmer Lars Gindorf. Was unsere Leihgabe beim Drittligisten Alemannia Aachen derzeit abreißt, lässt einen mit offenem Mund zurück.
Zahlen, die für sich sprechen
22 Ligaspiele, 17 Tore, dazu acht Vorlagen. Das ist nicht einfach nur stark – das ist ein absoluter Topwert in der 3. Liga. Und es ist mehr als nur ein kurzer Lauf.
Als Gindorf in Aachen ankam, wirkte der Traditionsverein beinahe so, als würde er erneut aus dem Profifußball verschwinden. Aus den ersten sechs Spielen holte man magere vier Punkte. Die Stimmung? Angespannt. Die Perspektive? Unklar.
Doch dann drehte vor allem einer auf: Lars Gindorf.
Gindorf der Unterschiedsspieler
Seit fünf Spieltagen ist Aachen ungeschlagen und hat sich ans rettende Ufer vorgearbeitet. In genau diesen Partien traf Gindorf fünfmal selbst und bereitete fünf weitere Treffer vor. Zehn direkte Torbeteiligungen in fünf Spielen – das ist keine gute Phase, das ist Dominanz.
Insgesamt war der 24-Jährige an 59 Prozent aller Aachener Treffer direkt beteiligt. Eine Quote, die man sonst nur bei absoluten Unterschiedsspielern findet.
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Und damit nicht genug.
Mehr als nur Tore
Was besonders beeindruckt: Gindorf hat sein Spiel weiterentwickelt. Er geht früher und aggressiver ins Pressing, führt im Schnitt 7,2 Zweikämpfe pro Partie. Er sucht häufiger das Eins-gegen-eins, gewinnt durchschnittlich 2,3 Dribblings pro Spiel. Dazu kommt seine Laufarbeit: 4,3 Balleroberungen im Schnitt – ein Wert, der seinen Einsatzwillen unterstreicht.
Das sind Statistiken, bei denen man unweigerlich mit der Zunge schnalzt.
Auch der Blick auf die Punkteausbeute spricht Bände: Mit Gindorf auf dem Platz holt Aachen im Schnitt 1,41 Punkte. Ohne ihn lag der Wert bislang bei 0,3. Der Einfluss ist also nicht nur sichtbar, sondern messbar.
„Nur dritte Liga“? Ein Totschlagargument.
Natürlich wird es wieder Stimmen geben, die den Durchbruch relativieren wollen. „Es ist ja nur die dritte Liga“, heißt es dann. Kein echter Gradmesser für Hannover 96.
Doch das greift zu kurz.
Die 3. Liga lebt von Intensität, Zweikampfhärte und Leidenschaft. Wer sich dort Woche für Woche durchsetzt, bringt genau die Mentalität mit, die auch in der 2. Bundesliga gefragt ist. Kampf gibt es dort nicht weniger – eher im Gegenteil.
Und genau in diesen Bereichen hat Gindorf den nächsten Schritt gemacht.
Vorfreude am Maschsee
Man kann diese Entwicklung nicht kleinreden. Sie ist verdient, sie ist erarbeitet – und sie macht Hoffnung. Hoffnung auf einen Spieler, der nicht nur trifft, sondern Spiele prägt. Der Verantwortung übernimmt. Der vorangeht.
Wir freuen uns mit Lars Gindorf.
Und wir freuen uns gewaltig auf seine Rückkehr an den Maschsee.
Die Lieblingsfolgen vom 96Freunde-Podcast mit Altin Lala, Florian Fromlowitz und Ewald Lienen. Viel Spaß beim Reinhören!
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