Geht ein Schachzug von Jonas Boldt noch auf?

HANOVER, GERMANY - SEPTEMBER 20: Emir Sahiti of Hannover fights for the ball with Maximilian Wittek of Bochum during the 2. Bundesliga 2026/27 match between Hannover 96 and VfL Bochum 1848 at Heinz-von-Heiden-Arena on September 20, 2026 in Hanover, Germany. (Photo by Selim Sudheimer/Getty Images)

Ich glaube, es gibt einen Schachzug von Jonas Boldt, der langsam aufgehen könnte: Emir Sahiti. Die Erwartungen an den Flügelspieler waren extrem hoch – schließlich musste er irgendwie unsere Hoffnung auf einen neuen Stoßstürmer kompensieren, auch wenn das natürlich nicht funktionieren kann.

In den ersten Wochen unter Titz wollte es beim 27-Jährigen überhaupt nicht laufen. Unter Wagner könnte das allerdings anders aussehen. Sein Auftritt im Pokal gegen Kaiserslautern war nämlich schon durchaus vielversprechend. Sicherlich ist auch bei ihm noch Luft nach oben, doch er nähert sich allmählich unserer ursprünglichen Erwartungshaltung an.


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Sahiti kreierte auffällig viele Offensivaktionen. Besonders sein regelmäßiger Flügelwechsel auf die linke Seite – teilweise sogar ohne Ball – riss immer wieder Lücken in die Lauterer Hintermannschaft. Die zurückgelegten 8,9 Kilometer sind ein weiteres Indiz dafür, wie sehr er sich aufgerieben hat. Gleichzeitig zeigt sich daran, dass Wagner den Spieler offenbar erreicht und motiviert. Sein Durchschnittswert in der vergangenen Saison lag schließlich zwischen 7 und 7,3 Kilometern.

Sahiti präsentiert sich in deutlich besserer Form

Hinzu kommen 56 Ballkontakte, drei progressive Läufe und insgesamt 54 Meter, in denen er den Ball über seinen rechten Flügel effektiv in Richtung Sechzehner transportierte. Auch seine Passquote von 82 Prozent in der gegnerischen Hälfte lässt aufhorchen.

Einen Kritikpunkt habe ich allerdings: Sahiti darf sich durchaus häufiger zutrauen, selbst den Abschluss zu suchen. Es gab einige Situationen, in denen er sich in einer deutlich besseren Position befand oder die sich auftuenden Lücken selbst hätte nutzen können. Stattdessen entschied er sich für den Pass zum Nebenmann, wodurch der Angriff letztlich im Klein-Klein verpuffte.

Dennoch hat mir sein Auftritt Hoffnung gemacht. Wir brauchen ihn auch, denn der Ausfall von Bundu wiegt nach wie vor schwer. Umso wichtiger wäre es, wenn Sahiti diesen Ausfall bestmöglich kompensieren könnte. Und wenn Bundu wieder fit ist, könnte sich daraus endlich ein kleiner Lichtblick im Hinblick auf unsere bislang unzureichende Kaderbreite ergeben.

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