Willkür bei Hannover 96 ? – Dieses Banner wurde ohne Begründung abgelehnt

96-Fans müssen seit dieser Woche Banner vorher einreichen. Foto: Stuart Franklin/Bongarts/Getty Images.
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Hannover – Hannover 96 scheint bei der Genehmigung von Bannern willkürlich vorzugehen. Der Klub lehnt am Freitag ein Transparent ab, das schon seit Saisonbeginn zu den Spielen mitgebracht wird. Steckt dahinter eine Strategie?

Eskalation gegen Mönchengladbach

Das Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach stellte sicher einen negativen Höhepunkt in der bisherigen Saison dar. Die Stimmung auf den Rängen war voller Hass und gegenseitiger Ablehnung. Im Block N16/17 wurde im Laufe des Spiels außerdem ein Banner gezeigt, das als direkten Angriff auf einen hannoverschen Pressevertreter zu deuten war.

Banner müssen genehmigt werden

Der Klub forderte die Fans anschließend auf, sämtliche Banner zukünftig zur Genehmigung vorzulegen. „Beleidigungen und Diffamierungen – gleich welcher Form – entsprechen nicht den Spielregeln und werden in unserem Stadion nicht geduldet“, ließ Hannover 96 wissen.

Fans kommen Aufforderung nach

Diese neue Regelung betrifft auch Matthias (Name durch die Redaktion geändert). Er ist ein glühender 96-Anhänger und bei jedem Spiel seiner „Roten“ dabei. Gleichzeitig beobachtet er die Geschehnisse im Verein kritisch. Er wünscht sich mehr Mitspracherecht und ist daher gegen die Abschaffung der 50+1-Regel in Hannover. Aus diesem Grund hat er ein Banner erstellt. „Es hängt seit Anfang der Saison in der Kurve“, erklärt der 40-Jährige auf Nachfrage von 96Freunde.de. Matthias weiter: „Wie von 96 gewünscht haben wir dieses Banner 24 Std vorher angemeldet. Das geschah mit Foto per Mail an den Fanbeuaftragten.“

Ablehnung ohne Begründung

Sorgen machte sich der Fan nicht. Er hielt eine Genehmigung für reine Formsache. Schließlich „wurde es bisher immer bei der Einlasskontrolle ohne Probleme durch gelassen.“ Die Antwort überraschte Matthias dann umso mehr: „Per Mail wurde mir dann wenige Stunden später ohne jeglichen Grund die Ablehnung mitgeteilt.“ Die Enttäuschung darüber ist natürlich groß: „Ich kann leider nichts anderes machen als diese Entscheidung zu akzeptieren“, beklagt der Fan das Vorgehen des Klubs.

Dieses Banner wurde von Hannover 96 abgelehnt. Foto: privat

Willkür bei der Entscheidung

Sein Transparent enthält keine „Beleidigungen oder Diffamierungen“, was von Hannover 96 als Maßstab für eine mögliche Ablehnung angegeben wurde. Diese vermeintliche Willkür lässt sich damit demnach nicht rechtfertigen. Auch Matthias kann sich einen Ablehnungsgrund nicht erklären: „Ich wollte einfach nur darauf hinweisen, dass eine Demokratie notwendig ist, ein Mitspracherecht und der Erhalt von 50+1 wichtig sind. Es ist weder beleidigend, noch diskriminierend. Es steht für eine Meinung.“ So entsteht der Eindruck, der Bundesligist möchte einfach unliebsame Meinungsäußerungen aus dem Stadion verbannen. Dabei betonte Manager Horst Heldt stets, das „zwischen Meinung und Beleidigung unterschieden werden muss. Ich möchte meine Meinung auch frei äußern können.“ Das können 96-Fans im Heimspiel gegen Augsburg augenscheinlich nicht.

 

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3 Kommentare

  1. Eine Diktatur ist eine POLITISCHE Herrschaftsform die in aller Regel einher geht mit der Ermordung unliebsamer Gegner.

    Wer vermag denn da eine Diffamierung erkennen? Also wirklich – die sind aber auch kleinlich bei 96…. 

  2. Jetzt bin ich wirklich mal kleinlich: Um eine Diktatur handelt sich bereits bei einer solche Herrschaftsform, die durch einzelne Personen oder einer bestimmten Personengruppe ausgeübt wird. Kennzeichnend ist in der Regel, dass andere Meinungen nicht zugelassen werden. Deswegen wäre es auch aus Sicht des Vereins klug gewesen, das Transparent zuzulassen.Die Nichtzulassung unterstreicht eher die Botschaft des Transparents.

  3. Wie mir die 50+1 Idioten auf die Nerven gehen!

    Die meisten kennen nicht mal die 3 Liga und denken der Verein gehört nur ihnen.

    Sarlasmus ist nur eine andere Art der beleidigung 

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