Wegen Affengesängen: Hannover bekommt Strafe vom DFB aufgebrummt

Hannover – Es war der Aufreger beim Heimspiel gegen Mainz 05: Fans aus dem Block N2 beleidigten den ehemaligen 96-Spieler Leon Balogun mit rassistischen Gesängen.

Dafür ist Fußball-Bundesligist Hannover 96 wegen unsportlichen Verhaltens seiner Anhänger mit einer Geldstrafe in Höhe von 20.000 Euro belegt worden. Die Niedersachsen haben das Urteil des DFB-Sportgerichtes akzeptiert, es ist somit rechtskräftig.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) reagierte damit auf die Vorkommnisse während des Bundesliga-Heimspiels am 13. Januar 2018 gegen Mainz 05 (3:2). In der zweiten Halbzeit der Partie hatte eine kleine Personengruppe die Mainzer Einwechselspieler Leon Balogun und Anthony Ujah in rassistischer Weise mit „Affenlauten“ verunglimpft.

Nach Bekanntwerden der Vorwürfe wurde in den sozialen Netzwerken spekuliert, es könnte sich um ein harmloses Missverständnis handeln. Haben die Mainzer Spieler vielleicht nur die Anfeuerungen für Ihlas Bebou missverstanden? Die Rufe „Beboooouuuu“ klingen schließlich. Das kann ausgeschlossen werden, heißt es dazu von Seiten des Klubs. Auch Balogun dementierte in einer Botschaft an seine Fans diese Vorwürfe:

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„Es bedarf leider einiger Klarstellungen, weil gerade von der Seite von Hannover sich viele Fans angegriffen gefühlt haben. Es richtet sich auf gar keinen Fall gegen den Verein Hannover 96, gegen euch als Fans. Keiner von uns hat Eigeninteressen bei der Sache. Keiner von uns hat sich das ausgedacht, es ist leider tatsächlich passiert. Keiner von uns beiden möchte dem Verein Hannover 96 schaden. Ich habe für 96 gespielt, und auch wenn es für mich nicht gut lief, komme ich immer gern zurück nach Hannover.“

Balogun sagte weiter: „Vieles von dem, was [von einigen 96-Fans auf Facebook über mich] geschrieben wurde, ist ziemlich bösartig und an den Haaren herbeigezogen. Tony [Ujah] und ich sind beide intelligent genug, „Bebou“-Rufe zu unterscheiden von Affengeräuschen, die man uns ins Gesicht ruft. Es waren Personen, die sehr nah am Zaun standen, in der Nordkurve, in N2. Aber das heißt ja nicht, dass ihr alle etwas gemacht habt.“

Balogun hatte in seinem Statement eine Bitte an diejenigen 96-Fans, die ihm egoistisches Eigeninteresse, Falschaussagen und Lügnerei vorgeworfen haben: „Bitte hört auf, Energie dafür zu investieren, uns als Schuldige darzustellen. Wir sind die Betroffenen, wir wollen ein Statement machen. Gerade weil ein Kind involviert ist. Wo das hinführen kann, wissen wir alle, und das wollen wir nicht.“

Der ehemalige 96-Spieler fügte hinzu: „Ihr tut uns ein großes Unrecht, wenn ihr uns solche niederen Ansichten unterstellt. Die „Bebou“-Rufe können wir definitiv unterscheiden von Affenlauten. Ich hoffe, das Kriegsbeil ist begraben von eurer Seite. Fühlt euch nicht angegriffen, helft dem Verein das Problem [im Block N2] zu beseitigen.“

Von Dennis Draber (mit SID)

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