Was wird aus der Doppel-6? Ist der Franzose die Lösung für das aufkeimende Problem?

In nicht einmal mehr einem Monat plant die DFL den Start der Zweitligaspielzeit 20/21, die Zeit für „den großen Umbruch“ drängt. In Sachen Umstrukturierung hat sich noch nichts getan, zumindest auf der Habenseite. Stand jetzt haben die Roten elf Spieler verabschiedet, Neuzugänge gibt es keine zu vermelden. Das Prozedere um Hendrik Weydandt ist sinnbildlich für die Transfertaktik von 96: Man wartet bis zum Schluss und schaut dann, was man sich noch so zusammenbasteln kann. Es wurde schon oft betont, dass ein solches Verhalten dem ambitionierten Ziel des Wiederaufstiegs zuwider läuft. Manager Gerhard Zuber steht vor einer Mammutaufgabe, zumal gleich mehrere Leistungsträger auf dem Transferzettel anderer Klubs stehen. So wird beispielsweise Linton Maina vom VfL Wolfsburg umgarnt. Auch im defensiven Mittelfeld droht ein Umbruch…

Das begrenzte Budget von Hannover 96 schmälert die Verhandlungsbasis. Nichtsdestotrotz muss Präsident Kind aufpassen, dass er die Leistungsträger nicht „verramscht“. Neben Linton Maina ist hiervon insbesondere Waldemar Anton betroffen. Der Dreh- und Angelpunkt im defensiven Mittelfeld wurde zuletzt mit Aufsteiger Stuttgart in Verbindung gebracht. Mehreren Medienberichten zur Folge will sich der 23-Jährige unbedingt neu orientieren. In der abgelaufenen Spielzeit absolvierte „Waldi“ 30 Spiele, mit einer 80 prozentigen Passgenauigkeit und 69 Prozent gewonnenen Defensivzweikämpfen war er der Motor im Defensivverbund. Sein Abgang würde eine große Lücke hinterlassen, welche nur schwer zu füllen sein dürfte. Stand jetzt ist ein Abgang jedoch im Rahmen des realistischen und aus Sicht der Niedersachsen gilt es, den größtmöglichen wirtschaftlichen Profit aus einem möglichen Deal zu ergattern.

Was wird aus Waldemar Anton? Der Defensivmotor wird von Aufsteiger Stuttgart umworben, die Zeichen stehen auf Abschied

Für das Ausfüllen der erwähnten Lücke scheinen die Hannoveraner bereits einen geeigneten Kandidaten gefunden zu haben. Die Rede ist von Yassin Ben Balla. Der Franzose ist seinerseits der Schlüsselspieler des MSV Duisburgs, der verpasste Aufstieg der Zebras macht einen Transfer möglich. Aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten wäre ein Transfer definitiv zu stemmen, der Vertrag des 24-Jährigen lief offiziell nur bis zum Mai 2020. Ob Duisburg die Option auf ein weiteres Jahr der Zusammenarbeit zieht, wird mitunter von der Höhe der potentiellen Ablöse abhängen. Das durch die Corona-Pandemie ausgelöste Chaos sollte Hannover 96 nutzen. Ben Balla gilt als einer der am besten ausgebildeten Spieler der dritten Liga und ihm wird allemal der Durchbruch in einer höheren Spielklasse zugetraut. In der zurückliegenden Saison stand er 33-Mal auf dem Platz, hierbei gelangen ihm zwei Tore. Der 1,80 Meter große Antreiber stammt aus der Jugend des FC Zürich, welche internationale einen guten Ruf genießt. Seine Qualität konnte er beim MSV definitiv unter Beweis stellen: Mit einer Passquote von 83 Prozent (bei durchschnittlich 40,5 Pässen), durchschnittlich 25,2 geführten Zweikämpfen pro Partie (63 Prozent gewonnene Defensivzweikämpfe) und 5,78 unterbundenen Gegenstößen hatte er maßgeblichen Anteil am Erfolg der Duisburger. Jene Statistiken erinnern doch sehr stark an Waldemar Anton. Auch in Sachen Kopfballspiel muss sich Ben Balla nicht verstecken. In der Luft setzt er sich in 60 Prozent aller Fällen durch, bei den Luftzweikämpfen in der eigenen Hälfte ist die Statistik noch besser. Zusätzlich zeichnet ihn seine Rolle als Ballverteiler aus. Durchschnittlich erhielt er 23,7 Zuspiele pro Partie, welche er gut weiterzuleiten wusste. Sein Zug zum gegnerischen Tor spiegelt sich in seinen Zuspielen in das gegnerische Drittel wider (durchschnittlich 7,7 Pässe/Partie in das letzte Drittel mit 66,5 prozentiger Wahrscheinlichkeit).

Yassin Ben Balla ist ein sehr vielversprechender Spieler, welcher durch einen Wechsel in eine höhere Liga den nächsten Sprung machen könnte. Hannover 96 hat die Chance, den Akteur vergleichsweise preiswert an Land ziehen zu können. Diese Chance sollte man definitiv nicht ungenutzt lassen. Selbst wenn Waldemar Anton Hannover 96 treu bleibt, hätte man mit Balla einen perfekten Ergänzungsspieler in den eigenen Reihen. Zur Not fühlt er sich auch im rechten Mittelfeld heimisch.

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2 Kommentare

  1. Hallo 96freunde.

    Wenn unser Profi Chef sagt, dass der Aufstieg in die erste Liga ein muss ist, dann sollte Hr. Zuber nicht einen einzigen Gedanken daran verschwenden, unsere besten Spieler zu verkaufen. Zumal ja auch noch kein Neuzugang vermeldet würde. Nächsten Monat geht es schon wieder los. Wenn die Verantwortlichen Herren so weiter machen, befürchte ich, dass wir 2 Wochen vor dem ersten Spieltag noch keine Mannschaft zusammen haben. Das erinnert mich ganz stark, an die erste Regionalliga Saison 1996/1997. Da war es noch krasser. Zwei Wochen vor Start, hatte 96 gerade Mal drei Spieler unter Vertrag. Sollten sich unsere Entscheidungsträger aber vom Geld blenden lassen, dann muss ein Linton, und ein Waldemar jeweils eine zweistellige Mio. Summe bringen. 6 Mio. für Linton aus WOB ist genauso lächerlich, wie die 3 Mio. für Waldemar aus Stuttgart. Wobei ich die 3 Mio. von Stuttgart schön frech finde. Herr Kind, sie sagen, dass es in der neuen Serie, nur ein Ziel geben kann. Nämlich der direkte Aufstieg. Mit welcher Gruppe denn? Ich glaube kaum, dass vor der Geschäftsstelle gestandene Profis stehen, die nur darauf warten, endlich für die Roten aufzulaufen. Nicht warten, sondern endlich handeln.

    Eine schöne Woche, und bleibt gesund.

    Euer Harry96. Niemals allein

  2. Warum müssen denn überhaupt unsere besten Spieler verkauft werden ?

    Jetzt haben wir eine eingespielte Mannschaft….das isr so wichtig!!

    Bielefeld hat es vorgemacht!

    Bitte Maina und Anton behalten. Auf Weydandt können wir verzichten,

    wer unseren Verein so lange hinhält wie er, sich nicht zu Hannover bekennt,

    sollte den Verein verlassen.

     

     

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