Was macht noch Mut? Hannover 96 muss die Blockade schnellstmöglich loswerden!

Hängende Köpfe und die Zukunft verspricht ebenfalls nicht viel Freude (Photo by Maja Hitij/Bongarts/Getty Images)

Hannover 96 ist am Abgrund angekommen, nach der desolaten Leistung gegen den FC Bayern München steht man zurecht auf dem letzten Tabellenplatz. Das rettende Ufer ist bereits 4 Zähler entfernt, eine Niederlage gegen den SC Freiburg kann man sich schlichtweg nicht leisten. Auch die Breisgauer können theoretisch noch vor der Winterpause auf einen Abstiegsplatz abrutschen, beide Teams werden also mit offenem Visier antreten.

Freiburg will den Ausrutscher vergessen machen
Die Stimmung in Freiburg war grandios – jedenfalls bis zum letzten Samstag. Die deutliche 0:2-Niederlage gegen den bis dato Tabellenletzten aus Düsseldorf versetzte den Verein in eine Schockstarre, plötzlich sind die Abstiegsränge wieder ein Thema. Gegen 96 will man sich wieder von der besseren Seite zeigen, immerhin konnte man das letzte Heimspiel beeindruckend gegen RB Leipzig gewinnen (3:0).
Besonders gut harmonieren die beiden Stürmer Nils Petersen und Luca Waldschmidt. Die Doppelspitze war an 10 der 19 Freiburger Tore direkt beteiligt – Schnelligkeit, Abschlussstärke und betonter Körpereinsatz gehören zu ihren absoluten Stärken.

Die Freiburger Fans hoffen gegen 96 auf weitere Treffer ihrer Doppelspitze

Die 24 Gegentore, die Keeper Shwolow bisher kassierte, sind eigentlich kein Beinbruch, gegen die Fortuna wirkte die Defensivarbeit aber ähnlich desolat wie zuletzt bei 96. Die Viererkette stand sich gegenseitig im Weg, auch die Passquote war enttäuschend. Christian Streich forderte auf der Pressekonferenz eine schlagartige Verbesserung, der Tabellenletzte aus Hannover könnte genau der richtige Aufbaugegner sein. Brandon Borrello, Nicolas Höfler und Roland Sallai fallen morgen aus.

 

„Die Versetzung ist stark gefährdet“ – Die Geduldsfaden ist gerissen
André Breitenreiter spielt mit dem Gedanken, die freien Tage rund um Weinachten und Silvester zu streichen – der Tonfall in Hannover wird rauer. Der Auftritt gegen die Bayern war vor allem eins, eine Frechheit für jeden Fan im Stadion. Pirmin Schwegler versicherte nach dem Spiel, dass man bereits gegen den SC Freiburg eine Veränderung sehen wird, nun wird es endlich mal Zeit, dass die Floskeln in die Tat umgesetzt werden. Fakt ist, eine erneute Niederlage hätte höchstwahrscheinlich die Überwinterung mit der roten Laterne in der Hand zur Folge – es wäre eine Blamage für die Landeshauptstädter.

Seine Gestik spricht Bände – Weihnachten und Silvester werden bei 96 definitiv keine Feiertage

Doch wer könnte noch ein Fünkchen Euphorie freisetzen? Die Frage ist alles andere als einfach zu beantworten. Coach Breitenreiter bemängelte zuletzt nicht mal mehr die mangelnde Qualität, sondern den fehlenden Kampfgeist, die fehlende Kommunikation und die fehlende Motivation. Auch die interne Stimmung ist längst nicht mehr so gut, wie noch zu Saisonbeginn. Es macht keinen Sinn einzelne Mannschaftsteile zu kritisieren, denn zuletzt spielten schlichtweg alle unter ihrem Niveau.
Das Duell in Freiburg ist Kopfsache – wir können nur hoffen, dass die letzten Wochen gut analysiert wurden und sich jeder Spieler die Kritik zum Herzen genommen hat. Die aktuelle Blockade muss sich noch vor der Winterpause lösen, ansonsten wird auch die Rückrunde eine schwere Geburt. Die Fans von Hannover 96 kritisierten zuletzt lediglich die Vereinsführung – nun darf man zumindest mal eine ansprechende Leistung von der Mannschaft fordern. Wir wollen wieder Spaß daran haben, unsere Jungs auf dem Feld zu sehen!

Der direkte Vergleich
Hannover 96 hat gegen den SC Freiburg eine positive Bilanz, die Vorzeichen sind also vergleichsweise gut. Von den bisherigen 18 Bundesligaspielen konnte man 8 Duelle gewinnen, viermal ging der SC Freiburg als Sieger vom Feld. Seit 5 Duellen sind die Roten ungeschlagen (3 Siege, 3 Unentschieden), die letzte Niederlage in Freiburg gab es vor ziemlich genau 5 Jahren.

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