Wäre er der richtige Harnik-Ersatz?

Der Abgang von Martin Harnik wird im Team von Hannover 96 zweifelsohne eine große Lücke reißen, daher ist es kein Wunder, dass die Suche nach einem Nachfolger auf Hochtouren läuft. Eine Lösung könnte bereits gefunden sein, denn seit mehreren Tagen kursiert das Gerücht einer Verpflichtung von Jhon Córdoba im Internet. Bei dem Namen Córdoba werden die meisten Fans die Augen verdrehen, angesichts seiner eher schwachen Saison beim 1. FC Köln kann man dies auch nachvollziehen, doch ist der 25-Jährige wirklich so „schlecht“? 

Wenn wir die zurückliegende Saison des Kolumbianers einmal ausklammern (schließlich war die gesamte Saison der Kölner nicht prickelnd), ist die Laufbahn von Córdoba durchaus beachtlich. Inn der kolumbianischen Liga (FC Envigado) spielte sich der 1,88 Meter große Stürmer ins Rampenlicht und schaffte 2014 in den europäischen Spitzenfußball. Im Alter von 20 Jahren heuerte er beim spanischen Erstligisten Espanyol Barcelona an, über den damaligen Lokalkonkurrenten FC Granada ging es dann zum 1. FSV Mainz 05 (Februar 2016). In seiner ersten Bundesliga-Saison absolvierte Córdoba 22 Spiele, netzte fünfmal ein und legte 2 Tore auf, schnell erspielte er sich einen Stammplatz und war die Garantie schlechthin für das Mainzer Offensivspiel. Ein Jahr später legte er noch einmal nach und erzielte insgesamt 10 Scorerpunkte, auch in der Europa League konnte er einen Treffer markieren. Letzten Sommer folgte dann sein persönlicher Tiefpunkt. Nach dem Abgang von Kölns Modeste zog es den Kolumbianer in Domstadt, die hohen Erwartungen konnte er aber nicht erfüllen (lediglich zwei Vorlagen) und musste sich zuletzt mit der Jokerrolle begnügen.

Nichtsdestotrotz wäre es fatal, Córdoba aufgrund der letzten Saison abzustempeln, denn wenn der ehemalige Nationalspieler ähnlich aufblüht wie in Mainz, würde er unser Team allemal bereichern. Sein Vertrag beim Zweitligisten läuft noch bis zum Sommer 2021, es steht vorerst eine einjährige Leihe im Raum. Córdobas Marktwert wird derzeit auf rund 7 Millionen Euro geschätzt.

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