Vorne erschreckend harmlos: Hannover 96 gelingt nicht mal ein Treffer

Welche Taktik zaubert Slomka gegen Hamburg aus dem Hut? Eine Umstellung wurde 96 definitiv helfen

Hannover – Hannover 96 ist in der ersten Runde des DFB-Pokals verdient ausgeschieden. Kampf und Einsatz stimmten zwar zunächst, doch die 96-Stürmer kamen kaum zu Torchancen. Erschreckend war, wie wenig Torgefahr Slomkas Team trotz der kämpferisch ansprechenden Leistung entwickelte. 

Nach nur einem Punkt aus zwei Spielen verabschiedeten sich die Niedersachsen gleich in der ersten Runde des DFB-Pokals durch ein 0:2 (0:0) bei Zweitliga-Aufsteiger Karlsruher SC. Letztmals war Hannover in der Spielzeit 2010/11 in der ersten Pokalrunde gescheitert. Besser sieht es beim KSC aus, für den Lukas Grozurek (53.) und Marvin Wanitzek (61., Foulelfmeter) trafen und damit den dritten Sieg im dritten Pflichtspiel in dieser Spielzeit perfekt machten. Marc Lorenz traf für die überlegenen Badener zudem noch den Pfosten. Der Überraschungstabellenführer der 2. Fußball-Bundesliga, der im vergangenen Jahr noch als Drittligist gegen den damaligen Bundesligisten Hannover in der ersten Runde mit 0:6 untergegangen war, zog erstmals seit 2014 wieder in die zweite Runde ein.

In der ersten Halbzeit war die Partie ausgeglichen, Hannover 96 präsentierte sich bissig in den Zweikämpfen. Auch wenn insgesamt zu wenige Torchancen für den großen Aufwand herauskamen, hatte Duksch in der Nachspielzeit der ersten Hälfte die Führung auf dem Fuß. Nach feiner Vorarbeit von Maina verhinderte KSC-Verteidiger Gordon den Führungstreffer von Duksch, indem er auf der Linie rettete.

In der zweiten Halbzeit geriet Hannover 96 bereits in der 53. Minute in Rückstand, nachdem Prib sich einen Fehlpass erlaubte: Grozurek schob an Zieler vorbei ins rechte Eck ein. Danach hatte Hannover 96 etwas Glück, dass ein Abseitstor von Karlsruhe nicht gegeben wurde. Bei Frödes wuchtigen Schuss behinderte ein KSC-Spieler den hannoverschen Torwart Zieler. Kurz darauf verursachte Prib auf fahrlässige Weise einen Elfmeter – Wanitzek verwandelt den fälligen Foulelfmeter sicher.

Unterm Strich wirkte der Karlsruher SC abgebrühter und eingespielter als Hannover 96. Erschreckend war, wie wenig Torgefahr Hannover trotz einer kämpferisch ansprechenden Leistung entwickelte. Die 96-Spieler versteckten sich nicht und gaben alles. Trotzdem reichte es nicht mal zu einem eigenen Treffer. Die zweite Auswärtsniederlage unter Mirko Slomka war deshalb verdient – und hoffentlich ein Warnzeichen an die 96-Führung, dass es ohne weitere Neuzugänge eine triste Saison in der zweiten Liga werden könnte.

 

4 Kommentare

  1. Jetzt sollte es auch Herr Kind verstanden haben. Ohne Neuverpflichtung von zumindest einem kreativen Spielers wird es eine traurige Saison werden. Entweder man will aufsteigen und investiert, oder man findet sich damit ab, dass eine mittelmäßige Mannschaft eine mittelmäßige Saison spielen wird. Und da dann in der folgenden Saison noch weniger Geld zur Verfügung steht, ist mit einem wahrscheinlich längeren Verbleib in der 2.Liga zu rechnen. Schade eigentlich. 

  2. Dem Bericht ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen. Direkt nach dem Spiel viel es auch mir schwer, irgendwie Positiv zu sein. Nun kennen mich ja einige hier schon, und auch meine unerschütterliche positive Einstellung. Natürlich wird jetzt nach Martin Kind gerufen, klar, er ist ja noch der Profi Chef. Allerdings möchte ich nur eine Frage an den neuen Vorstand, und Aufsichtsrat stellen. Was macht ihr eigentlich gerade. Der e.V. knallt gerade an die Wand. Im Profi Bereich versteckt ihr euch hinter Kind, und hofft insgeheim, dass die 3 großen Geldgeber noch Mal ihre Schatullen öffnen. Ich, für mich, hoffe, dass Schlaudraff die 6 Mio. gut anlegen kann. Ansonsten wird es extrem schwer mit dem Aufstieg. Trotzdem liebe 96er, wir werden noch Freude mit unseren Jungs haben. Davon bin ich 100% überzeugt. Am Samstag holen wir uns den ersten Dreier in Wiesbaden. Niemals allein!!!

    Schönen Abend noch. 

    Euer Harry96

  3. Erneut eine desaströse Vorstellung. Wer keine Tore schießt, gewinnt keine Spiele – so einfach ist das. Bleibt zu hoffen, daß Schlaudraff gut einkauft. Ansonsten können wir uns auf Liga 3 einstellen.

    Auf Martin Kind würde ich nicht unbedingt setzen. Ich vermute, er wird sich jetzt nach und nach zurückziehen und sich speziell um den e.V. nicht mehr kümmern. Warum sollte er auch? Gewisse Kreise haben ihn immer wieder angefeindet und sich jetzt durchgesetzt. Wenn die Konsequenz die Pleite des e.V. ist, haben sie es ganz allein zu verantworten. Hätte man Kind unterstützt und ihm den Rücken gestärkt, dann gäbe es wohl keine Geldsorgen.

  4. Wieso reden eigentlich noch so viele vom Wiederaufstieg? Mit wem denn? Mit der Restelf der Abgestiegenen plus einiger Rekonvaleszenten und einiger Bankdrücker anderer Clubs? Nicht nur die Ideenlosigkeit im Mittelfeld und die Harmlosigkeit der Stürmer ist offenkundig, da verweigern auch die rechten Abwehrspieler jede Offensive, und Spieler, wie Felipe und Jonathas, konnten noch nie oder können nicht mehr, wie Anton. Auch von Mirko Slomka kommen während des Spiels kaum Impulse oder belebende Wechsel. Es geht eindeutig nur um den Klassenerhalt, um nicht in der Versenkung zu verschwinden.

     

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