Vor dem Duell in Hamburg: Das sind Hannovers taktische Spielchen

Hoffnungsträger Florent Muslija könnte zurück in die Startelf zurückkehren. Das Flügelspiel könnte somit forciert werden.

Am Sonntag gastiert Hannover 96 beim Hamburger Sportverein, namentlich erneute ein eigentliches Erstligaduell. Die Niedersachsen sind zwar seit drei Spielen ungeschlagen, der Spielstil war zuletzt jedoch nicht zufriedenstellend. Das Unentschieden gegen Fürth war zu wenig, Coach Slomka dürfte gegen Hamburg taktisch variieren…

Gegen Hamburg im 4-4-2…

Das klassische 4-4-2-System brachte nicht den gewünschten Erfolg. Gegen Fürth spielte 96 mit einer Doppelspitze, dennoch bekam man offensiv nicht all zu viel zustande. Es wurden nur acht Abschlüsse von Hannover 96 gezählt, davon gingen aber nur 37 Prozent auf das gegnerische Tor. Aus den 67 Prozent Ballbesitz machte das Team aus der Landeshauptstadt viel zu wenig, dies soll sich gegen die Hanseaten ändern. Coach Slomka ist eigentlich für den schnellen Konterfußball bekannt – ohne viel Ballbesitz. In seinen erfolgreichen Hannover-Zeiten hatte das Team zumeist nicht mehr als 45 Prozent Ballbesitz. Mit einer taktischen Umstellung kann man zurück zum glorreichen Spielstil gelangen.

Qual der Wahl in der Offensive…

In der Offensive hat das Trainerteam mit einer neuen Aufgabe zu kämpfen, insgesamt stehen derzeit zehn offensive Spieler unter Vertrag. Mit Weydandt, Duksch, Teuchert und Muslija drängen mindestens vier von ihnen auf einen Startplatz, auch Neuzugang Hansson hat gute Chancen auf einen Einsatz von Beginn an. Slomka hat die Qual der Wahl. Am sinnvollsten erscheint eigentlich ein 4-1-2-1-2-System. Klingt verwirrend, wir bringen Licht ins Dunkel.

Welche Taktik zaubert Slomka gegen Hamburg aus dem Hut? Eine Umstellung wurde 96 definitiv helfen

In der Abwehrkette besteht nicht die Möglichkeit, großartig umzustellen. In der Innenverteidigung sind Marcel Franke und Waldemar Anton gesetzt, angesichts der zugelassenen Chancen und der Gegentore ist es keine Option, die Außenverteidiger abzuziehen. Hier dürften wohl erneut Jannes Horn und Julian Korb auflaufen. Das Mittelfeld hingegen müsste umgestellt werden. Kapitän Marvin Bakalorz agierte im zentralen Mittelfeld zuletzt eher unglücklich, daher würden wir den gelernten defensiven Mittelfeldakteur auf seine Ausgangsposition zurückziehen. Baka ist für seine starken Zweikämpfe und seinen physischen Spielstil bekannt, diese Eigenschaften würden auf dieser Position viel mehr zur Geltung kommen.

Auf der linken und rechten Mittelfeldseite hat man mit Emil Hansson eine neue Option dazugewonnen. Der junge Schwede wird Florent Muslija seinen eigentlichen Stammplatz streitig machen, nach dessen schwacher Leistung gegen Fürth ist es denkbar, dass Hansson von Beginn an im linken Mittelfeld ran darf. Auf der rechten Seite hat man mit Linton Maina einen neuen Nationalspieler. Der 20-Jährige wurde erstmals für die deutsche U-21-Nationalmannschaft nominiert, er dürfte also vor Selbstvertrauen strotzen.

Maina wurde erstmals für die U-21 Nationalmannschaft berufen, an Selbstvertrauen dürfte es also nicht mangelnIm offensiven Mittelfeld hat der Coach mehrere Optionen, Cedric Teuchert dürfte hier die besten Karten haben. Gegen Fürth agierte Teuchert als Stürmer neben Ducksch, allerdings spielt er laut eigener Aussage mindestens genauso gerne im offensiven Mittelfeld bzw. als hängende Spitze. Seine Spielübersicht und seine Ballbeherrschung sind für diese Position gute Voraussetzungen. Darüber hinaus verfügt die Leihgabe über einen starken Schuss, sodass er die nötige Gefahr aus dem Rückraum schaffen kann.

Hendrik Weydandt und Marvin Ducksch haben in den ersten Spielen unter Beweis gestellt, dass nur sie für die Doppelspitze infrage kommen. Beide haben schon zweimal eingenetzt, Ducksch hat darüber hinaus drei Treffer vorbereitet. Das Zusammenspiel zwischen den Beiden hat beim letzten gemeinsamen Ligaspiel (gegen Regensburg) recht gut funktioniert, im Training lässt Slomka die Synthese der Doppelspitze extra trainieren. Mit Sebastian Soto hat man darüber hinaus ein hungriges Sturmtalent auf der Bank sitzen, für die letzten zehn Minuten kann er nochmal den nötigen Schwung in die Partie bringen.

Hoffnungsträger für die Zukunft: Linton Maina.

Aus den letzten zwei Auswärtsspielen in Hamburg konnte man übrigens vier Punkte ergattern. Auf den ersten Auswärtssieg seit über 30 Spieltagen in Wiesbaden könnte statistisch gesehen also direkt der zweite folgen.

 

 

 

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