Viel Kampf, viel Krampf und wieder kein Heimsieg

Kommt mit seinem Team nicht vom Fleck: 96-Coach Mirko Slomka Foto: Getty Images

Bereits die Vorzeichen waren schlecht: Regen, Temperaturen im einstelligen Bereich und zwei Sperren hatten bei Hannover 96 auf einen unangenehmen Fußballabend hingedeutet – und der wurde es auch. Die Roten schafften es erneut nicht, eine Führung zu verteidigen und spielten nur 1:1 gegen den SV Sandhausen.

Von Maximilian Wilsmann

Im Vergleich zum turbulenten 3:3 beim Karlsruher SC musste Trainer Mirko Slomka zwei Wechsel in der Startelf vornehmen. Für den gelb-rot gesperrten Ron-Robert Zieler durfte Michael Esser erstmals in dieser Saison das Tor hüten. Für Waldemar Anton, der in Karlsruhe seine fünfte gelbe Karte der Saison gesehen hatte, startete Dennis Aogo.

In der 7. Spielminute durfte die 96-Fans erstmals seit August zu Hause jubeln. Marc Stendera setzte Julian Korb auf der rechten Seite in Szene, der brachte eine präzise Flanke in den Strafraum, wo Hendrik Weydandt zum 1:0 einköpfen konnte. Im Anschluss zog sich Sandhausen erst einmal ein wenig zurück. Doch bis auf eine große Chance, die Ducksch überhastet über das Tor drosch, konnte sich Hannover keine weiteren Möglichkeiten erspielen. Stattdessen war Sandhausen jetzt am Drücker und kam durch Behrens (24., 26.), Türpitz (31.) und Biada (39.) zu guten Chancen, die aber entweder den Weg auf das Tor nicht fanden oder vom starken Esser pariert wurden. Lediglich ein Schuss von Kevin Behrens fand in der 27. Minute den Weg ins Tor, jedoch wurde der Treffer nach Rücksprache mit dem Videoschiedsrichter aufgrund einer Abseitsstellung zurückgenommen.

Nachdem die Jungs von Mirko Slomka mit einer glücklichen Führung in die Pause gegangen waren, machten sie in der zweiten Halbzeit auch anfangs mehr Druck und kamen durch Weydandt (53.) und Stendera (58.) auch noch mal zu zwei kleinen Chancen – für Hannover sollten es die letzten an diesem Freitag bleiben. Obwohl Emil Hansson für Cedric Teuchert und Genki Haraguchi für Marc Stendera eingewechselt wurden, ging nach vorne kaum noch etwas konkretes. Auch Marvin Bakalorz, der für Dennis Aogo kam, konnte da nichts dran ändern.

Stattdessen wurde Sandhausen immer stärker. In der 62. Minute glichen die Gäste durch den kurz zuvor eingewechselten Aziz Bouhaddouz aus. Anschließend versuchten zwar beide Teams, noch den Siegtreffer zu erzielen, es kam aber zu keiner wirklich gefährlichen Möglichkeit. So mussten sich die rund 24.000 Fans am Ende mit einem tristen 1:1 begnügen. Erneut viel zu wenig für Hannover – sowohl spielerisch, als auch vom Ergebnis her.

So sieht es offenbar auch die Vereinsführung: Noch für dieses Wochenende wurde eine „eingehende Analyse“ der Situation angekündigt.

2 Kommentare

  1. Hallo liebe 96er. Was ist denn heute bitte schön im Niedersachsenstadion passiert. Aus gesundheitlichen Gründen, war ich heute auf dem Sofa, und schaute es mir von Zuhause aus an. Ich habe mir nach dem Spiel immer, und immer wieder versucht, positive Dinge in den Kopf zu bekommen. Es kam aber nur eine, ne zwei Dinge in meinem Kopf wirklich an. Nichts gegen Ron Robert, aber die Gelb/Rote Karte vom KSC Spiel, war das persönliche "Glück" für Michael. Endlich war er wieder auf dem Platz. Ich muss sagen, es gab mir ein sicheres Gefühl. Das zweite positive ist, dass unsere Roten seit 4 Spielen, unbesiegt sind. Ansonsten hat mich das Spiel einfach nur sehr traurig gemacht.

    Ich wünsche euch allen hier, der Mannschaft, und unserem Trainerstab, trotz allem, ein schönes Wochenende. Und nicht vergessen, niemals allein , 96 Alte liebe.

    Euer, heute sehr trauriger Harry96

  2. Hallo liebe 96er!

     

    Es war wieder mal schrecklich enttäuschend. Ab der vergebenen Chance von Ducksch bestand unser Spiel nur noch aus hoch und weit und zwar ziellos ohne Struktur bzw. einen Plan. Man hätte das Gefühl, dass beim Gegner absolut das Gegenteil der Fall war. Daher war alles auch zusätzlich noch peinlicher.

    War/Ist das momentane Bild wirklich der Anspruch von unseren Verantwortlichen? Ist das die sehr lange durchdachte Philosophie, wofür man sich bei den Entscheidungen so viel Zeit gelassen hat?

    Und jetzt sollen am Sonntag wieder diejenigen zusammenkommen, ergebnisoffen analysieren und entscheiden, die schon vor etwa 6 Monaten all das gemacht haben! Diejenigen, die sich alle Zeit der Welt gegeben haben und wollten sich nicht unter Drück setzen lassen, damit alles gründlich, Kompetenz und richtig durchdacht ist! Was soll diesmal anders werden? Wird es eine neue Philosophie geben? Brauchen sie wieder zwei Monate oder sogar bis zur Rückrunde Zeit?

    Wir alle kennen die Devise: Hauptsache billig! In diesem Fall wäre bestimmt Dabro eine günstige Variante.

    Anderseits ist die Profiabteilung ihr Eigentum und sie können damit machen, was sie wollen. Wir dürfen alles nur beobachten und höchstens uns ärgern!

    Es ist deprimierend, denn ausgerechnet mit den verschenkten Punkten in den letzten drei Spielen hätten wir nun eine total andere Diskussion. (hätte, hätte, …)

     

    Rote Grüße!

     

    PS:

    Lieber Harry96,

    Dir eine gute Besserung

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.