Theorie und Praxis

Sein Plan basiert auf hohem Pressing: 96-Trainer Kenan Kocak (Photo by FIRO/FIRO/SID/)

Welchen Plan verfolgt Hannovers Trainer Kenan Kocak? Nach der heftigen Niederlage gegen Fürth ist diese Frage umso wichtiger – wir gehen ihr auf den Grund.

Dazu hat Christian (@ChristianHerde) die beiden Gäste Tim (@HnnvrD) und Ferdi (@fussballleben96) in den 96Freunde-Podcast eingeladen. Die Runde bespricht nicht, wie sonst üblich, zuerst das letzte Spiel gegen die SpVgg Greuther Fürth. Stattdessen wird zunächst die Motorhaube geöffnet und tief in den Motor geschaut. In dieser Episode klären wir, was Coach Kocaks taktischer Plan ist, welche Prinzipien er aufstellt, auf welche Spielertypen er setzt und wie das typische 96-Tor fällt. Dazu gehört auch die Frage nach dem Kader – und ob er zu dünn besetzt ist. Dominik Kaisers herausragende Freistöße werden, das können wir versichern, natürlich auch gebührend gefeiert.

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Es gibt noch einige Unstimmigkeiten im System Kocak. Ein Beispiel: 96 spielt immer noch mit der Raute – ein System, das in der vergangenen Saison eigentlich aus der Not geboren wurde. Zudem hatten die Roten im Sommer etliche Spieler für die Außenbahnen verpflichtet. Warum also steckt 96 weiterhin in der alten Formation fest? Christian stellt die Frage in den Raum.

Mit den neu gewonnenen Erkenntnissen besprechen die Drei dann das vergangene Spiel. Jeder kann mal verlieren, aber wie kommt ein derartig desaströses 4:1 zustande? Ferdi zieht Parallelen zum Paderborn-Spiel. Tim blickt auf Lücken in der Abwehr. Wirklich alle haben eine Meinung zu falsch platzierten Außenverteidigern.

Im letzten Teil der Folge dreht sich mit 96Freunde.de-Autor Henrik Zinn (@Henrik_Zinn) alles um das nächste Spiel. Was Kenan Kocak über Erzgebirge Aues Trainer Dirk Schuster denkt, ob die verletzten Verteidiger endlich zurück sind und wieso Patrick Twumasi weiter auf sich warten lässt, hört Ihr in Folge 54 von „96Freunde – der Hannover-Podcast“.

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1 Kommentar

  1. Moin zusammen,

    erstmal vielen Dank für diese Folge. Von euren Analysen könnten sich einige lokale Sportjournalisten eine Scheibe abschneiden. Inhalt statt Clickbait, prima!

    Ein paar Gedanken von mir zu dieser Folge:

    Spielstil 96: "Intensität, Wucht und Pressing"
    Gut zusammengefasst, wenn der Gegner allerdings genauso agiert hat 96 keine Antwort! (KSC erste 20 Min., Osnabrück, Paderborn, …)

    Meine Meinung zur Raute:
    Ein schönes System für offensives Kombinationsspiel, aber anfällig was die Kompaktheit angeht. Wie "leicht" man die Raute überspielen kann haben Fürth und Aue (1. HZ) gezeigt. Ich gebe euch Recht wenn ihr sagt, dass man idealerweise hohe sprich offensive AVs benötigt. Diese sind nicht grundsätzlich das Problem, zumindest nicht wenn man ballsicher ist und handlungsschnell defensiv umschalten kann. Mein Favorit wäre ein 4-2-3-1 (offensiv breit, zwei 6er für mehr zentrale Kompaktheit).

    "In der Theorie sollte Maina einer unserer besten Fußballer sein"
    In der Theorie! In der Praxis zeigt er eklatante Schwächen im Dribbling, in der Schusstechnik und vor allem in der Robustheit.
    1:1 Situationen, die aufgrund seiner Schnelligkeit für den Gegner immer gefährlich sind, sucht er m.A.n. viel zu selten.

    Ich bin auch ein Fan von Muslija, leider zeigt er sein "F95-Gesicht" zu selten. Lösungen im 1:1, kurze schnelle Drehungen, das sind Skills, die jede Defensive sprengen können. Allerdings taucht er oft schnell unter, hat Schwächen im Defensivverhalten und auch in der Robustheit.

    Zum Fürth-Spiel:
    Ich denke in diesem Spiel hat es fast an allem gemangelt. Knackpunkt war für mich allerdings das Versagen bei "blutigen Fußballbasics":
    1:0 – was sucht Muroya als linker AV im zentralen Mittelfeld und wie kann es sein, dass er sich im Zweierverbund mit Bijol dann auch noch durch einen simplen "Bauerntrick" überspielen lässt?! Folge: Fürth in Überzahl (Muroya fehlt, Mittelfeld überspielt), Tor!
    2:0 – Schindler/Hübers lassen den Pass auf Hrgota in den Halbraum zu. Was man schon in der C-Jugend lernt ist, wenn ich solch einen Pass auf einen fast zentral stehenden Stürmer, der mit dem Rücken zum Tor steht schon nicht verhindern kann, dann lasse ich ihn zumindest nie und nimmer aufdrehen! Hrgota durfte aber nicht nur aufdrehen, sondern auch noch ungehindert den öffnenden Pass spielen. Dass Schindler dann auch noch völlig falsch steht passt ins Bild.

    Entgegen der Meinung in der Lokalpresse hat m. E. Muroya an dem 2:0 keine nennenswerte Aktien. Da Schindler den Passgeber durchbrechen lassen hat, musste Hübers raus- und folglich Falette einrücken. Muroya muss sich dann natürlich zum tornahen Gegner orientieren (hat er auch). Um den Torschützen Seguin am langen Pfosten nicht frei stehen zu lassen, hätte Muslija helfen müssen.

    Das soll jetzt erstmal reichen,
    beste Rote Grüße
    Mario von Einwurf96 – der Vater und Sohn Podcast 

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