So wurde Niclas Füllkrug zum Derbyhelden

Er war der Matchwinner im Derby zwischen Hannover und Braunschweig: Stürmer Niclas Füllkrug. Foto: Joachim Sielski/Bongarts/Getty Images.

Hannover – Es läuft die 32. Spielminute im Derby zwischen Hannover 96 und Eintracht Braunschweig. Edgar Prib schlägt eine Ecke von links in den Strafraum der Gäste. Dort steht Stürmer Niclas Füllkrug gefühlt minutenlang in der Luft, erwischt den Ball perfekt mit dem Kopf und drückt ihn ins rechte untere Eck. Diese Geschichte wird man sich in Hannover noch sehr lange und sehr oft erzählen.

Derby als Spezialität

„Ich glaube, Derby kann ich gut“, sagte ein sichtlich gerührter Niclas Füllkrug nach dem Derby gegen Braunschweig. Damit spielte der 24-Jährige auf die vergangene Saison an. Noch in Diensten des 1. FC Nürnberg, entschied der gebürtige Hannoveraner, ebenfalls mit einem Kopfballtor, das Duell gegen Greuther Fürth für den „Club“. Auch am Samstag war er mit dem Kopf erfolgreich. Er stieg bei dem Eckball von Prib nicht nur unglaublich. Er stand auch sehr lange in der Luft. „Ich glaube schon, dass ich ein gutes Kopfballspiel habe. Ich hatte auch den unbändigen Willen, das Tor zu machen“, gab der Stürmer anschließend zu Protokoll. Mit dem 1:0 machte sich Füllkrug unsterblich.

Mannschaft als Derbyheld

Doch den Ruhm wollte der Derbyheld nicht für sich allein haben: „Ich stehe zwar als Derbyheld dar, aber jeder hat heute eine ganz besondere Leistung gebracht. Unsere Viererkette hat heute Weltklasse gespielt. Auch Salif (Sane, Anm. d.Red.) ist heute absolut ans obere Limit gegangen. Es ist natürlich geil, wenn man in solchen Spielen Vertrauen in die anderen Spieler haben kann.“ Auch Marvin Bakalorz wusste als Zehner zu überzeugen: „Ich finde, das hat richtig gut funktioniert“, lobte der Stürmer seinen potentiellen Passgeber.

Lob an die Fans

Die Fans hatten ihr Team mit einer großen Choreografie empfangen. Über die gesamte Spielzeit stand das Publikum hinter den Spielern in roten Trikots. Sah auch Füllkrug so: „Es war ein mega Support und richtig geil. Nach dem Spiel war es noch schöner“, lobte der Torschütze die Leistung der Kurve. „Leider sind die Fans ja immer noch ein Stück von uns weg. Eigentlich möchte man natürlich so richtig mit ihnen feiern“, wäre der Torschütze am Liebsten direkt in den Block gegangen. Füllkrug weiter: „Der Capo hat was Geiles angestimmt und wir konnten dann mit ihnen tanzen.“

Nicht zu halten. Füllkrug will nach seinem Tor direkt zu den Fans. Foto: Joachim Sielski/Bongarts/Getty Images.

Rezept für den Aufstieg 

Noch größer wird die Feier sicherlich, wenn Hannover den sofortigen Wiederaufstieg erreichen sollte. Ein Rezept dafür hat Füllkrug auch parat: „Am besten wir gewinnen jetzt einfach jedes Spiel.“ Das würden alle, die es mit 96 halten, sicher sofort unterschreiben. Und wer weiß. Vielleicht darf Füllkrug dann ja auch direkt im Block mit den Anhängern das Erreichen des großen Ziels bejubeln.

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