So viel Hass und so viel Wut: Das ist mein Ratschlag für alle Beteiligten

Die aktive Fanszene hätten nach der scheinheiligen Absage der Podiumsdiskussion als moralischer Sieger vom Platz gehen können.

Horst Heldt ärgern die ständigen Probleme im Verein (Photo by PIXATHLON/PIXATHLON/SID/)

Eigentlich wollte ich zu dem leidigen Thema nichts mehr schreiben. Und ich dachte, nach Kinds ausgesetztem Antrag und dem eingestellten Boykott kommt ein bisschen Ruhe in die ganze Sache.  Lest hier die neueste Kolumne „Frank sieht rot“ von Frank Meyer.

Ich hatte viel Hoffnung auf die Podiumsdiskussion gelegt, die ursprünglich heute Abend stattfinden sollte. Miteinander reden ist immer besser als übereinander! Und übereinander wurde lange genug geredet. Ich hatte gehofft, dass die Mannschaft jetzt wieder ihre verdiente Unterstützung erfährt. Schön wäre es gewesen.

Und nun zu den Ereignissen vom vergangenen Wochenende. Um bei Horst Heldts Wortwahl zu bleiben: Es kotzt mich einfach an, wie es am Samstagnachmittag eskaliert ist. Dass der Boykott sofort wieder aufgenommen wird, war nach der Absage der Podiumsdiskussion durch den Vorstand leider zu befürchten. Die Gründe für diese kurzfristige Absage klingen für mich vorgeschoben – ganz als ob man den schwarzen Peter weiterreichen wollte. Meiner Meinung nach war Herr Kind nie wirklich an einer fairen Diskussion auf Augenhöhe interessiert. Für die Eskalation am Samstag tragen der Vorstand und Herr Kind die Verantwortung. Die Fanszene war zu einem fairen Dialog bereit. Es war alles vorbereitet, ein neutraler Moderator war gefunden, beide Seiten waren (zunächst) mit den Teilnehmern einverstanden. Und plötzlich, wie aus heiterem Himmel, fällt dem Vorstand ein: „Mh, mit einigen Teilnehmern der Fanseite diskutiere ich nicht.“ Das hätte man dem Fanbeirat wahrlich früher mitteilen können!

Auch wenn ich als langjähriger Fan früher selbst viele Jahre in der Kurve stand, habe ich den Stimmungsboykott kritisch gesehen, gerade weil er diejenigen trifft, die gar nichts dafür können: Die Mannschaft von Hannover 96. Doch nach der fadenscheinigen Absage der Podiumsdiskussion kann ich leider gar nicht anders, als für den Stimmungsboykott zu sein. Aber: Das, was die Ultras und Teile der Fanszene am Samstag gegen Mönchengladbach gemacht haben, war kein Stimmungsboykott. Was heißt denn „Stimmungsboykott“? Es heißt, dass ich keinen Mucks von mir gebe und das Spiel schweigend anschaue, wie ein normaler Besucher der Süd- oder Osttribüne. Es heißt, dass ich still bin. Es heißt aber eben auch, dass ich keine negative Stimmung mache!

Und gegen diesen Grundsatz, den die Fanszene sich vor einigen Monaten selbst gegeben hat, hat ein Teil der Ultras am Samstag verstoßen. Schmährufe gegen einzelne Personen sind unzivilisiert und haben im eigenen Stadion nichts zu suchen. Ich weiß, dass das ein Teil der Ultras anders sieht, aber diesen Schuh müssen sie sich anziehen. So wie die Ultras Kind vorwerfen, dass er unmoralisch handelt, so hat auch ein Teil der Fanszene mit ihren Schmähgesängen unmoralisch gehandelt. Schade, denn die aktive Fanszene hätten nach der scheinheiligen Absage der Podiumsdiskussion als moralischer Sieger vom Platz gehen können. So steht es jetzt 1:1 zwischen Vorstand und Ultras, was unmoralisches Handeln angeht.

Was meiner Meinung nach genauso wenig geht, sind die „Ultras raus“-Rufe der sonst schweigenden Westtribüne. Ist das nicht kurios? Die Mannschaft wird durch die meisten Besucher, bis auf einige Ausnahmen, kein bisschen unterstützt. Aber „Ultras raus!“ plärren, dafür reicht die Kraft.

Ich weiß, dass ich jetzt von Teilen der Fans für meine Meinung schief angesehen werde, aber das ist mir vollkommen egal. Diese gegenseitigen Beschimpfungen haben zu der jetzigen Eskalation beigetragen. Ich kann Horst Heldt voll verstehen, dass er alles „zum Kotzen“ findet. Und er meint hier alle, auch diejenigen, die „Ultras raus!“ gerufen haben, obwohl diese sich jetzt im Recht sehen. Das Amt des Präsidenten würde es in einer solchen Situation übrigens gebieten, deeskalierend zu wirken. Stattdessen gießt Martin Kind mit seinen Aussagen nur noch mehr Öl ins Feuer. Es ist kein Geheimnis, dass ich den Jungs und Mädels in der Kurve näher stehe als dem Rest. Gerade deswegen machen mich solche Forderungen, egal ob von Vereinsseite oder von der Westtribüne, betroffen, traurig und nur noch wütend.

Dadurch, dass jetzt keine Seite einen Gang runterschaltet, sondern beide Seiten noch den Turbo zünden, sehe ich für die nahe Zukunft nur noch Konfrontation. Man kann das schlimmste befürchten. Es riecht nach Eskalation pur. Die Forderung, man möge den Ultras ihre Dauerkarte entziehen und sie aus dem Stadion treiben, nur um in Ruhe Fußball zuschauen, ist absurd. Für die laufende Saison verhindern das die vertraglichen Geschäftsbestimmungen zwischen Verein und Dauerkarteninhabern. Und wenn man es nun für die kommende Saison beschließt, werden die nächsten Heimspiele komplett aus dem Ruder laufen.

Zurzeit läuft vieles aus dem Ruder. Beim Präsidenten meines geliebten Vereins, der stur in den Angriffsmodus schaltet. Bei der aktiven Fanszene, die mit Schmähgesängen einzelne Personen beleidigt und ihre eigenen Grundsätze missachtet. Bei den Fans auf der Westtribüne, die anscheinend vergessen haben, wer ihnen unvergleichliche Abende im Europapokal beschert hat.

In der jetzigen Stimmung erwarte ich keine sachliche Diskussion mehr. Mein Ratschlag für alle, nur mal so am Rande: Jeder Beteiligte sollte sich mal im stillen Kämmerlein „Alte Liebe“ anhören und in sich gehen.

12 Kommentare

  1. Mal ehrlich: das kann doch nicht Ihr Ernst sein! Ich habe seit 22 Jahren eine Dauerkarte, überlege aber ernsthaft, ob dies nicht meine letzte ist. Und ich bin, wenn man sich durch die Foren blättert, nicht allein mit dieser Überlegung. Aber damit würden diese Verbrecher, die sich Fans von Hannover 96 nennen, einen weiteren Triumph erzielt. Sie haben doch die Möglichkeit, einfach zu Hause zu bleiben. Dort können sie zündeln, beleidigen, schmollen etc. Und anderen, den echten Fans dieses tollen Vereins, nicht auf die Nerven gehen. Ich könnte stundenlang weiter schreiben, aber ich bewahre mir meine Energie, um in 2 Wochen die Mannschaft zu unterstützen und gg. die nervtötenden Ultras zu schreien. Hoffentlich gibt es eine Möglichkeit, denen in der nächsten Saison keine neue Dauerkarte verkaufen zu müssen. Nach meinem Verständnis kommt ein Vertrag nach 2 übereinstimmenden Willenserklärungen zustande. Wenn der Verein also nicht will, könnte wirkliche Ruhe einkehren. 

    • Ein Leben, durch das man mit so wenig differenzierter Meinung wie Sie geht, muss ziemlich traurig sein. Da Sie offensichtlich erdoganeske Methoden befürworten ("Sollen die Oppositionellen doch einfach das Land verlassen"), sollten Sie auch hinterfragen, ob Sie noch auf dem Boden des Grundgesetzes stehen. Nur mal so.

  2. Als ein "alter Roter " und Fan von Herzen, der seid mehr als 40 Jahren nicht mehr in Hannover lebt, komme ich nicht mehr umhin, auf diesen Kommentar zu reagieren.

    Ja, Martin Kind, ohne den Erstliga Fussball in Hannover längst Geschichte wäre, hat sich mehr als unglücklich und nicht immer richtig in der Vergangenheit verhalten.

    Aber ich frage alle, nach ihrer Meinung "die wahren Fans", wo würde unser Verein des Herzens heute stehen?

    Mit Sicherheit nicht in Liga Eins.

    Wenn ich von den "wahren Fans ", höre, Kind geht es nur um den Profit, dann kann ich nur lachen und mich über die mangelnde Kenntniss wundern.

    Wenn ich dann als gebürtiger Hannoveraner, ein Roter seid fast 50 Jahren, über 28 Jahre in Köln lebend, letzten Sonnabend, Sprech Köre der Roten "Fans", nach dem Foul von Sane an Terrode, anhören muss, " Alle Kölner sind Hurensöhne", dann hört es bei mir auf, und zwar total. NULL TOLERANZ.

    Haut ab, und zwar je schneller, desto besser!!!! 

    Auf diese Art der Unterstützung verzichte ich mehr als gerne.

    Das ist so etwas von primitiv,  und meinen die auch mich, einen Hannoveraner und meine beiden Söhne, geboren in Köln und trotzdem Rote im Herzen?

    Das der Verein mit diesen Leuten nichts am Hut hat? Ich könnte nicht mehr zustimmen.

    Und mit diesen primitiven Personen soll der Verein einen konstruktiven Dialog führen? Ich lache mich tot!!

    Da war "Fremd schämen" im Stadion angesagt.

    DAS " kotzt" mich an, lieber Schreiber des Kommentars.

    Die sind nicht einen Deut besser, als die Kölner Fans, die meine Söhne und mich, mit 96 Schal, bei der Einlaß Kontrolle auf das mieseste versucht haben, zu provozieren. 

    Bleibt wo auch immer ihr seid, aber haltet die Fre….

    Von welchem Verein auch immer!!

    96 ist meine große Liebe und ich bin stolz, Hannoveraner zu sein, aber mit diesen Leuten will ich nichts, aber auch gar nichts zu tun haben. 

    Wer auch immer diese Personen in irgendeiner Weise verteidigt, sollte sich vergewissern, ob seine Position noch haltbar ist.

    Ich habe auf jeden Fall die Schnauze von diesen Personen gestrichen voll.

    Man kann seine Meinung haben, aber immer mit Niveau. 

    Unsere Mannschaft liefert eine tolle Saison ab und hat es mehr als verdient, unterstützt zu werden.

    Macht bitte nicht alles kaputt, sonst werde ich auf meine alten Tage noch Fan von Fortuna Köln. 

    In diesem Sinne, 96 alte Liebe und 96 forever.

    Altin

  3. Danke euch beiden. Ich leide und freue mich auch seit mehr als 40 Jahren mit 96. Ich will so wie Ihr auch nur eine Mannschaft sehen, die uns entweder erfreut oder auch zu Tränen rührt und das möglichst in der höchsten Spielklasse. Das dort Geld und Sponsoren benötigt werden, können vielleicht auch die „Hirnies“ begreifen, ich habe meinen Frieden damit geschlossen. Ohne Martin Kind würden wir in der zweiten oder dritten Liga dümpeln und vermutlich noch auf Holzbänken sitzen. Ich habe bei allen Fehlern die auch von ihm gemacht wurden, Respekt vor seinem Werk. Möge sich der zeigen, der keine Fehler macht. Es bleibt nur zu hoffen, dass auch bald wieder Väter und Mütter mit ihren kleinen Kindern ohne Angst zu haben ins Stadion gehen können.

  4. Es muss miteinander geredet werden.Das ist alternativlos wenn die gesamte Situation nicht ins Chaos abdriften soll. Und dazu muss jemand in Vorleistung treten. Beste Gelegenheit:das nächste Fantreffen. Keinen weiteren Boykott beschließen sondern mit einer pro Support Abstimmung versuchen wieder Boden gut zu machen und so die Öffentlichkeit, die normalen Fans und die aktive Fan Szene wieder versuchen zu versöhnen. Dann kann man  auch wieder auf den Ausgangspunkt des Protests 50 plus 1 hinweisen.  Ausserdem sollte man den Verein ein neues ehrliches Gespräch Angebot machen. Auch wenn es schwer fällt. So spielt man den Ball MK zu..das wäre smart 

  5. Zunächst mal Dank an den Autor, der den Nagel hier auf den Kopf trifft. Unterschreibe ich alles sofort.

    Ich möchte noch auf ein paar Argumente derer eingehen, die "den Ultras" hier einseitig die Schuld an der verfahrenen Situation geben.

    1) Na klar, Martin Kinds Verdienste für den Verein sind offensichtlich. Er hat in einer äußerst schwierigen Situation die Führung des Vereins übernommen und die Profiabteilung sportlich erfolgreich gemacht. Für diese Leistung hat er meinen vollen Respekt und meine Dankbarkeit. Aber das heißt doch nicht, dass er damit das Recht erworben hat, diesen Verein auf Lebenszeit zu führen. Aus guten Gründen wechseln große Unternehmen in regelmäßigen Abständen ihre Chefs. Besondere Zeiten brauchen besondere Fähigkeiten, andere Zeiten brauchen andere Fähigkeiten. Ich bin sicher, ein geordneter Rückzug von Martin Kind würde dem Verein gut tun. Aber Kind ist leider offensichtlich nicht der Typ, der merkt, wenn es Zeit ist zu gehen. Fragt doch mal Horst Heldt, wie gerne er mit Martin Kind zusammenarbeitet.

    Kinds Verdienste für Hannover 96 geben ihm außerdem nicht das Recht, den Verein heute als sein persönliches Eigentum zu betrachten und Filetstücke für lächerliche Beträge aus dem Verein herauszulösen und in seine privaten Unternehmen zu übertragen (Mehrheit in der Management GmbH, Markenrechte etc.). Erstmal ist er damit gescheitert, aber er wird es weiter versuchen, das hat er ja schon angekündigt.

    2) Mir persönlich fällt es sehr schwer zu verstehen, wie man als Anhänger von Hannover 96 der persönlichen Bereicherung eines Mannes auf Kosten des Vereins applaudieren kann. Ich glaube, es liegt an der Komplexität des Themas und der Vereins- und Unternehmensstruktur bei Hannover 96. Ja, das ist wirklich schwer zu durchblicken und es kostet Zeit und Muße, sich damit zu beschäftigen. Viele Fans und Stadionbesucher haben dazu verständlicherweise keine Lust. Der Vereinsführung dürfte das ganz gut passen. Zusätzlich kann der Club auf eine professionelle Öffentlichkeitsarbeit zurückgreifen, die tendenziöse Pressemitteilungen herausgeben und Desinformationsvideos produzieren kann. Ich glaube, viele Medien wollen gar nicht aus politischen Gründen immer im Sinne der Clubführung berichten, von denen sind Stellungnahmen und Informationen aber schneller und einfacher verfügbar. Deshalb meine Bitte an die Menschen hinter ProVerein: Geht noch stärker an die Öffentlichkeit, versucht eure Argumente schneller und besser zu erklären. Ich glaube, das könnte helfen. Auch jetzt noch.

    3) Der Verein hat eine große Chance verpasst, das Verhältnis mit der Fanszene zu verbessern und zumindest wieder einen Dialog zu beginnen. Selbst wenn einem die Mitdiskutanten nicht passen, muss eine Vereinsführung doch zum Wohle des Clubs über ihren Schatten springen. Warum geschieht das in Hannover nicht? Es muss dem Club doch völlig klar sein, dass eine Absage der Podiumsdiskussion zu einer Eskalation führen wird. Der Verein nimmt also billigend in Kauf, dass die Unterstützung von den Rängen wieder endet. Hannover 96 hat mit der Absage der Podiumsdiskussion gegen die Mannschaft entschieden. Warum hat der Club das getan? Es gibt aus meiner Sicht drei Möglichkeiten:

    a) Die Vereinsführung hat erwartet, dass die Fanszene sagt: "Natürlich, ihr habt Recht. Wie dumm von uns, Vertreter zu der Diskussion zu schicken, die ihr nicht mögt. Natürlich richten wir uns ganz nach euren Wünschen und kommen zum Fanabend in die HDI-Arena. Dann wird alles gut." – Wenn die Vereinsführung das wirklich geglaubt hat, scheint sie mit dem Konfliktmanagement vollkommen überfordert zu sein. Ein Grund mehr für einen Wechsel an der Spitze des Clubs.

    b) Der Vereinsführung ist der Konflikt mit Teilen der Fanszene egal. Es ist ihnen egal, dass die Stimmung boykottiert wird. Es ist ihnen egal, dass die Mannschaft unter dem Boykott leidet. Und es ist ihnen egal, dass sich die 96-Anhänger untereinander immer tiefer zerstreiten. – Ich persönlich kann mir auch das nicht vorstellen. Dafür gäbe es keine rationalen Gründe.

    Inzwischen glaube ich tatsächlich an c) Die Vereinsführung will die Anhänger von Hannover 96 bewusst spalten. Das hätte für Kind den Vorteil, dass Argumente in der Diskussion um 50+1 noch weiter in den Hintergrund treten. Der Club versucht eine Atmosphäre zu schaffen, in der kritische Fans und sämtliche Ultras in einen Topf geworfen und zu Feinden der vermeintlich treuen und vernünftigen Hannover-96-Fans erklärt werden. Wenn ich mir die Kommentare hier und in sozialen Netzwerken ansehe, scheint das auch gut zu funktionieren. Martin Kind dürfte sich die Hände reiben, denn er braucht diesen Konflikt. Er muss zur Hauptversammlung im April viele Mitglieder mobilisieren, um zu verhindern, dass 50+1 doch noch in der Vereinssatzung festgeschrieben wird. Die Mobilisierung bei den Kind-Gegnern ist hoch. Er muss deshalb Unterstützer zur Hauptversammlung bewegen. Er wird sich sicher auch noch andere Dinge einfallen lassen wie kostenlose Shirts, Trikots oder Hoodies für alle Anwesenden. Aber er braucht den Fankonflikt, um zu mobilisieren.

    4) Ich bin Mitglied von Hannover 96, habe eine Dauerkarte in N7, bin ganz sicher kein Ultra, beteilige mich trotzdem am Stimmungsboykott, rufe aber nicht "Kind muss weg". In welche Schublade gehöre ich? Ich will damit sagen: Wir müssen in der Debatte aufhören, zu pauschalisieren. Die Bösen sind nicht "die Ultras". Fans sind auch keine Parlamentsabgeordneten, die sich alle an eine Fraktionsdisziplin halten. Mir persönlich gefällt es auch nicht, wenn Stadionbesucher einzelne Personen auf Plakaten und in Gesängen diffamieren. Aber es liegt mir fern, eine ganze Gruppe dafür verantwortlich zu machen. Deshalb denkt bitte vor jeder Äußerung zum Thema einmal kurz nach, wen Kritik (oder Lob) genau treffen soll.

    Danke und 96 Grüße

  6. Die Absage der Podiumsdiskussion war völlig richtig. Denn mit sogenannten Fanvertretern, die deutschlandweites Stadionverbot haben, kann man nicht diskutieren.

    Der Streit schwelt ja schon seit Jahren. Nun überspannen die betreffenden Ultras den Bogen jedoch, sorgen für schlechte Stimmung im Stadion, vergraulen andere Fans und beeinträchtigen die sportliche Leistung. Gerade letzteres geht gar nicht. Sollen sie sich doch Arminia Hannover zuwenden und dort sehen, wo 96 ohne Kind spielen würde.

    Daher kann es nur noch einen Weg geben: Die betreffenden Störenfriede müssen gezielt herausgegriffen und mit lebenslangem Stadionverbot belegt werden. Sofern sie Vereinsmitglieder sind, gehören sie aus dem Verein geworfen.

    Sie schaden der Mannschaft und sind keine echten Fans. Daher null Toleranz und keine Diskussionen mehr mit diesen Leuten!

    Es gibt sicher auch eine diskussionsfähige Anti-Kind Fraktion, die bereit ist, diese nicht gegen die Mannschaft sondern außerhalb des Stadions zu führen. Dafür habe ich Verständnis – alle anderen haben im Stadion nichts zu suchen!

     

    • Es geht um einen Vertreter, dem ein SV aufgedrückt wurde, obwohl er nachweislich keine Straftat begangen hat. Mein Gott, es geht um eine Podiumsdiskussion! Abgesehen davon hat 96 zwei Rechtsanwälte abgelehnt.

      Im Übrigen schockieren mich deine faschistoiden Fantasien von lebenslangem Stadionverbot. Das sind Methoden wie in einer Diktatur. Denk mal lieber drüber nach. Es gibt keine Pflicht zu positiver Stimmung in einem Stadion. Nirgendwo.

  7. Klare Sache, besser als GZSZ das Ganze! Wer kann sich am besten echauffieren? Großes Kino. Ich sag Mal so. Wer ehrlichen Fussball, mit Emotionen und so will. Der soll bitte in die Landesliga gehen, im Ernst, das macht viel mehr Spaß. Sich wegen Kommerz und "Korruption" im Verein zu beschweren, aber trotzdem nix anderes als Bundesliga(1/2/3) zu fordern, der hat hier irgendetwas nicht verstanden. Also warum nicht einfach die eigene erste Herren(oder Damen) unterstützen? Die kleineren Vereine sollten eh Mal wieder gestärkt werden.. Wenn dich die Ultras nerven. Dann bleib Zuhause, geh lieber zum Spiel von deinem Kind. Wenn dich die Vereinsführung nervt. Dann zeig ihr das, in dem du gehst und deinen Support einem anderen Verein zukommen lässt. So einfach ist das Ganze. Und wenn du dich echauffieren willst, dir 110% sicher bist, dass du Recht hast: Dann bleib wo du bist.

  8. Super Beitrag !!! Das beste und differenzierteste was ich in jüngster Zeit lesen durfte. Hut ab.

    Hier geht es nicht mehr ob Huhn oder Ei zuerst war. Jeder muss sich selber hinterfragen. Es gibt nicht den wahren Fan, wenn ich so etwas lese geht mir die Hutschnur genauso hoch, wie wenn Leute behaupten ohne Kind wären wir in der 3. Liga. Statt dessen sollte man sich auf das wesentliche konzentrieren, mal ein bisschen Empathie für den Gegenüber und seine Situation entwickeln (auch wenn das bei dem Verleben des Präsidenten schwer fällt) und sich fokussieren auf das was uns alle verbindet. Die Liebe zu unserem Herzensverein! Was noch ein gemeinsamer Nenner sein sollte, ist die Verbannung von Rassismus, Gewalt und verbalen Ausbrüchen. Wenn man sich auf diese Werte verständigen kann und die Grundsätze der Demokratie sowie die Grundrechte einhält, dann haben wir wieder einen gemeinsamen Nenner. Wer mit dem Finger auf andere zeigt, sicher erhöht (selber wahrer Fan nennt z.B.), Kind einen HuSo nennt oder Ultras raus mit hassverzehrter Miene brüllt, dem kann nicht an unserem Klub liegen, sondern der sieht nur sich selber.

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