Schmerzhafte Niederlage gegen den Rivalen

(Photo by FIRO/FIRO/SID/)

Sieg und Niederlage sind im Fußball oft nicht weit voneinander entfernt, diese schmerzhafte Erfahrung musste Hannovers U19 am gestrigen Mittwochabend erneut machen. Im Halbfinale des Sparkassen-Pokals unterlag die Truppe von Christoph Dabrwoski, trotz furioser Aufholjagd, dem Erzrivalen aus Braunschweig im Elfmeterschießen.

Erste Halbzeit komplett verschlafen…
Die Marschroute der jungen Hannoveraner war von Beginn an klar, ausschließlich ein Auswärtssieg würde alle Beteiligten zufriedenstellen. Das ambitionierte Vorhaben musste man jedoch schnell wieder zurückschrauben, denn die Gastgeber übernahmen von Anfang an die Spielkontrolle und gaben unseren Roten nicht einmal die Chance, in das Spiel zu finden. Bis zur 26. Minute hielten die Landeshauptstädter tapfer mit, doch nach einem geschickt ausgespielten Konter brachte Abifade die Blau-Gelben in Front. Leider änderte sich auch in den folgenden Minuten das Bild nicht, im Gegenteil: Der Druck auf das 96-Tor wurde immer größer und in der 34. Minute erzielte Jan-Lukas Funke den beinahe überfälligen 2:0-Halbzeitstand.

Dabrowskis Ansprache zeigt Wirkung
Umso schöner war dafür der zweite Abschnitt, bereits nach wenigen Minuten zeigte die forsche Halbzeitansprache Wirkung. Ein blitzschnell ausgeführter Freistoß sorgte für Verwirrung im Braunschweiger Strafraum und Marusenko nutzte seine Chance eiskalt (2:1, 50. Minute). Der Anschlusstreffer beflügelte unser Team, doch mitten in der absoluten Drangphase nutzte die Eintracht einen individuellen Fehler gnadenlos aus und Abifade schnürte seinen Doppelpack (3:1, 60. Minute). Für den objektiven Zuschauer schien die Partie gelaufen zu sein, doch ähnlich wie die Profis sind auch die Hannoveraner Nachwuchsspieler für ihren unermüdlichen Kampf bekannt. Anstatt die Köpfe hängen zu lassen, ging noch einmal ein Ruck durch das Team und man stemmte sich tapfer gegen die drohende Blamage. Dieser Mut sollte auch belohnt werden. In der 83. Minuten war Braunschweig-Innenverteidiger Fiedler im eigenen Strafraum viel zu ungestüm unterwegs, den anschließenden Elfmeter versenkte Große zum erneuten Anschluss. Angetrieben von dem Gedanken an ein mögliches Elfmeterschießen warfen unsere Jungs alles nach vorne und in letzter Sekunde geschah das fast schon Unmögliche. Nach einem Eckball köpfte Jean-Luca van Eupen zum 3:3-Ausgleich ein, der Finalist musste also im Elfmeterschießen ermittelt werden.

Die Lotterie war nicht auf unserer Seite
Dass das Elfmeterschießen nichts über die Kräfteverhältnisse aussagt, weiß bereits jedes kleine Kind. Unser U19 hätte sich aufgrund der zweiten Halbzeit das Finale redlich verdient gehabt, doch dem ein oder anderen versagten am Ende die Nerven. Unter dem Strich stand eine bittere 6:8-Niederlage gegen den Rivalen aus Niedersachsen, welcher nun auf die U19 des VfL Wolfsburg trifft.
Auch wenn diese bittere Pille erst einmal verarbeitet werden muss, unser Nachwuchs kann stolz auf sich sein und im nächsten Jahr wird ein neuer Angriff auf den Titel gestartet.

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