Macht es für Breitenreiter!

Am morgigen Sonntag gastiert Hannover 96 in Mainz. Die Stimmung bei den Niedersachsen ist, parallel zur Tabellensituation, im Keller. Trainer André Breitenreiter ist angezählt, ein Sieg gegen die 05er ist Pflicht! Mit einer erneuten Niederlage wäre ein Überwintern auf einem Abstiegsplatz nahezu dingfest, wirkliche Euphorie herrscht an der Leine jedoch nicht. Anstoß ist um 15.30 Uhr.

Mainz mit Rückenwind
Die Gastgeber rangieren derzeit auf dem 10. Tabellenplatz und konnten bereits 18 Punkte ergattern, doppelt so viele wie der Gegner aus Niedersachsen. Trainer Sandro Schwarz hat aus dem vermeintlichen Abstiegskandidaten einen Favoritenschreck geformt, selbst gegen die Titelfavoriten Bayern und Dortmund verlor man nur mit einem Tor Unterschied (jeweils 1:2). Die knappen Niederlagen lassen bereits die Stärke der 05er erahnen – die Defensive. Mit nur 14 Gegentoren kassierten die Mainzer so wenig Treffer wie Tabellenführer Borussia Dortmund, keine andere Abwehr der Bundesliga steht stabiler. Dieser Fakt ist beachtlich, denn mit René Adler und Florian Müller fallen die beiden Stammkeeper verletzungsbedingt aus. Außerdem verlor man vor dieser Spielzeit mit Abdou Diallo (zum BVB) den Abwehrchef.

Auf der Gegenseite hat man jedoch genügend Ladehemmungen, nur 12-Mal zappelte der Ball im gegnerischen Gehäuse – nur der VfB Stuttgart stellt eine schlechtere Offensive. Es gab bis dato schon fünf Partien, in denen man ohne Erfolg blieb, seit Ende Oktober ist man dieses Problem jedoch wieder los. Erfolgreichste Schütze ist Mittelstürmer Mateta mit vier Treffern. Für die defensiv angeknacksten Hannoveraner dürfte die eher harmlose Offensive zur rechten Zeit kommen. Nichtsdestotrotz stimmt die Moral bei den Mainzern, Kampfgeist und Siegeswille sind bei jedem Auftritt zu erkennen. Es scheitert jedoch zu oft am bekannten letzten Pass, mit einem Sieg gegen Hannover könnte man jedoch bis auf einen Punkt an die Europa League-Plätze heranrücken. Neben den beiden Keepern fallen fünf weitere Akteure aus.

 

Die Fans als Hoffnungsschimmer
Nach den jüngsten Negativentwicklungen rechneten die Verantwortlichen und die Spieler mit einem erneuten Stimmungsboykott der Fanszene, zu diesem wird es jedoch nicht kommen! Die Fans wollen ihr Team in dieser schwierigen Zeit unterstützen – nun wollen die Jungs von André Breitenreiter etwas zurückgeben. Das wird auch höchste Zeit, denn nicht nur der Trainer ist angezählt, theoretisch würde erneut die rote Laterne drohen (sofern man mit 5 Toren Unterschied verliert). Doch man sollte den Blick lieber in die positive Richtung lenken, mit einem Sieg ist der Sprung auf Platz 15 möglich.

Das Spiel gegen Berlin bietet wenige positive Aspekte, an denen man sich orientieren könnte, daher sollte man die 0:2-Heimniederlage endgültig hinter sich lassen und mit einem freien Kopf in das Mainz-Spiel gehen. Dies gilt insbesondere für die Hintermannschaft, in dieser Spielzeit gab es nach wie vor erst ein Spiel ohne Gegentor (gegen Dortmund). Die jüngste Niederlage wies die Schwächen, vor allem nach Standards, sehr gut auf, gegen Mainz wird man sehen können, wie gut analysiert wurde.

Niclas Füllkrug, welcher nach dem Spiel gegen Berlin seinem Unmut freien Lauf ließ, muss nun endlich Taten folgen lassen. Sein letzter Treffer liegt mittlerweile 8 Spieltage zurück, auch seine Lorbeeren sind irgendwann mal aufgebraucht… Extrem wichtig könnte die Rückkehr von Noah Joel Sarenren Bazee werden. Der 22-Jährige kann mit seiner Ballkontrolle und seiner Geschwindigkeit eine enorme Gefahr über die Außen entfachen, davon war im 96-Spiel seit seiner Gehirnerschütterung nicht mehr viel zu sehen.

Kann Bazee 96 zurück auf die Erfolgsspru führen?

Ein Erfolg wäre der Mannschaft absolut zu gönnen, nicht nur aufgrund der misslichen Tabellensituation, sondern vor allem um den Trubel rund um den Verein aus dem Kopf zu bekommen. Man kann schon seit Wochen erkennen, dass sich die Gedanken nicht nur um den Fußball drehen, dies sollte sich schnellstmöglich ändern.

Der direkte Vergleich
Endlich mal gute Nachrichten für 96. In der zurückliegenden Saison konnte man beide Spiele gegen Mainz gewinnen und wusste durchaus zu überzeugen. Mit 8 Siegen aus 22 Spielen zählt Mainz ohnehin zu den Lieblingsgegnern von Hannover. Trainer André Breitenreiter hat gegen Sandro Schwarz noch nie verloren – also, Mainz ist der perfekte Gegner für die Kehrtwende.

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