Kind zieht Antrag auf 96-Übernahme zurück

Martin Kind hat seinen Ausnahmeantrag zurückgezogen (Photo by PIXATHLON/PIXATHLON/SID/)

Hannover – Martin Kind hat seinen Ausnahmeantrag zur Übernahme des Zweitligisten Hannover 96 zurückgezogen. Das gaben die Niedersachsen am Sonntag bekannt.

Klubchef Martin Kind (75) hat seinen Ausnahmeantrag zur Übernahme des Fußball-Zweitligisten Hannover 96 zurückgezogen. Das gaben die Niedersachsen am Sonntag bekannt. Kind wollte mit dem Antrag eine Ausnahmegenehmigung erhalten, um trotz der bestehenden 50+1-Regelung die Mehrheit der Anteile an der „Hannover 96 Management GmbH“ zu übernehmen. Die Gründe für die Rücknahme des Antrags will Hannover „in Kürze darlegen“.

Kind hatte bei der Deutschen Fußball Liga (DFL) bereits einen Antrag auf Bewilligung der Ausnahmegenehmigung gestellt, dieser war im Juni 2018 jedoch abgelehnt worden. Eine Ausnahme der Regel ist nur dann möglich, wenn ein Unternehmen oder eine Person „seit mehr als 20 Jahren den Fußballsport des Muttervereins ununterbrochen und erheblich gefördert hat“, wie es in den DFL-Statuten heißt. Dafür sah die DFL im Falle Kind keine ausreichenden Belege.

Der 75 Jahre alte Unternehmer hatte sich anschließend an das Schiedsgericht gewandt. Das Schiedsgericht wollte die Entwicklung bei der Mitgliederversammlung bei Hannover 96 am 23. März abwarten. Da es auf dieser zu einem deutlichen Sieg der Opposition kam, war die Situation unklarer denn je. Daher hatte Kind bereits Anfang Mai den Antrag gestellt, das Verfahren ruhend zu stellen.

2 Kommentare

  1. Hallo 96freunde, und natürlich an alle Fans. Wer mich kennt, kennt auch meinen unerschütterlichen Optimismus, gerade wenn es um 96 geht. 

    Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass jetzt sehr viele, allen voran die Ultras, und alle die zu der sogenannten Opposition gehören, sich riesig freuen, dass Martin Kind seinen Antrag zur 50+1 Regelung zurück genommen hat. Ich gehöre da nicht zu. Ganz im Gegenteil. Jetzt mache ich mir richtig Sorgen um unseren Verein. Fehlt eigentlich nur noch, dass Kind, und seine Freunde sich von 96 ganz zurück ziehen. Der eV steht schon kurz vor der Insolvenz, und über kurz, oder lang, werden wir uns daran gewöhnen müssen, dass die Roten, wenn überhaupt, eine mittelmäßige zweit Liga Truppe ist. Aber gut, die deutliche Mehrheit wollte auf der MV ja diesen Wechsel. Das habe ich auch voll akzeptiert. Also Carsten Linke, auf geht's. Sponsoren suchen, und das nicht nur für den eV.

    Ich für meinen Teil werde immer ein Roter sein, zur Not auch in der Regionalliga. 

    Das wird, glaube ich, nicht passieren. Ich hoffe einfach Mal, auf die DFL. In spätestens 2 Jahren, wird es auch in Deutschland keine 50+1 Regelung mehr geben. Das werden alle kleineren Vereine bald merken, dass das Geld so nicht reichen wird.

    In diesem Sinne, ich komme nicht aus meiner Haut, am Samstag 3 Punkte gegen Regensburg. Und am Ende der Saison stehen wir auf Platz, Hmmm, es ist wie es ist, zwei. 

    Schönen Abend Euch allen. Niemals allein. Euer Harry96

  2. So wie ich es sehe, hat Kind angesichts der aktuellen Konstellation in der DFL diese Entscheidung getroffen, was ich absolut nachvollziehen kann. Derzeit hat er dort keine Chance, zumal die Entscheidung ja schon ewig lange verschleppt wird. Ich bin gespannt, ob er den Weg über ein ordentliches Gericht beschreiten wird.

    Von der neuen Vereinsführung bin ich erwartungsgemäß maßlos enttäuscht. Kaum sind sie an der Macht, zeigt sich auch schon, daß sie außer heißer Luft nichts zu bieten haben und kein finanzieller Background da ist. Wo bleiben die neuen Sponsoren? Wie sieht das Konzept für den e.V. aus?

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