Horst Heldt: „Das war Taktik auf hohem Niveau“

Horst Heldt - ein Sportdirektor, der diesen Namen auch verdient. Foto: Getty Images

Hannover – Horst Heldt kann gleich sein erstes Spiel gegen Schalke gewinnen. Von der Taktikleistung seines Trainers zeigt er sich beeindruckt.

Horst Heldt auch mit Tobias Krause über die Freude nach dem Heimsieg gegen Schalke. Foto: Stuart Franklin/Bongarts/Getty Images.

Zwei Spiele, zwei Siege, sechs Punkte: besser geht es nicht, oder?

Nein, besser geht es nicht. Ich glaube nicht, dass man nach zwei Spielen sieben Punkte erreichen könnte. Wir haben uns die sechs Punkte verdient. Auch heute. Die Mannschaft hat gegen einen starken Gegner mit anderen Ansprüchen ein Klassespiel abgeliefert. Ich bin sehr glücklich und zufrieden.

Sind Sie nicht ein wenig überrascht, wie gut Ihre Mannschaft auch taktisch schon auftritt?

Wenn ich überrascht wäre, hätte ich meinen Job verfehlt. Was die Mannschaft in den ersten beiden Spielen abgeliefert hat, ist exzellent. Wir haben aber noch einen langen Weg vor uns. Wir hatten heute auch einfach einen guten Plan. 

Trainer André Breitenreiter hatte jetzt eine ganze Vorbereitung mit dem Team. Sieht man schon seine Handschrift?

Ich finde, dass André die Mannschaft extrem gut vorbereitet hat. Mit unserer Dreierkette haben wir Schalke regelrecht überrascht. Wir hatten mehr Chancen. Domenico Tedesco hat dann daraufhin das System umgestellt und wir haben dann darauf wieder reagiert. Ich habe überhaupt nicht mehr durchgeblickt (lacht). Es war interessant zu beobachten. Es war aber zu schnell für mich.

Das Warten auf Jonathas hat sich jedenfalls gelohnt, oder wie sehen Sie das?

Das war natürlich ein Einstand nach Maß. Dafür haben wir ihn gekauft. Marvin Bakalorz hat das Tor auch großartig vorbereitet. 

Unter der Woche haben Sie einen Appell an die Fans gerichtet. Wie zufrieden sind Sie mit der Unterstützung?

Ich muss an sehr viele Zuschauer ein Kompliment aussprechen. Die überwiegende Mehrheit hat uns heute unterstützt. Dennoch gab es Phasen, wo wir die komplette Unterstützung der Zuschauer gebraucht hätten. Die gab es nicht. Mein Dank gilt denen, die sich heute für die Mannschaft geopfert und alles für den Sieg gegeben haben. 

Das war schon das Maximum an Stimmung, was man sich erhoffen konnte, oder?

Dass uns ein Teil der Zuschauer nicht unterstützt ist sehr schade. In einem Heimspiel finden wir, wie gegen Schalke gesehen, dennoch eine breite Unterstützung. Auswärts sieht das komplett anders aus. Die Mannschaft zeigt alles und gibt alles. Sie hat die Unterstützung verdient. In einem Verein darf man sich streiten. Für mich ist die Mannschaft aber immer der gemeinsame Nenner. Zum Glück sehen das viele Zuschauer auch so. Danke dafür.

Macht Ihre Schalker Vergangenheit den Erfolg noch süßer?

Wissen Sie, der Sieg braucht keinen Süßstoff.

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