Heimspiel gegen Hertha BSC: Eine Wiederholung von Gänsehautmomenten ist ausdrücklich erwünscht

Hier jubeln die Spieler von Hannover 96 im letzten Heimspiel der Saison 2017/2018 über einen Torerfolg gegen Hertha BSC. Foto: Getty Images)

Nach etwas mehr als sechs Monaten ist Hertha BSC erneut zu Gast zu einem Punktspiel in Hannover. Und wenn es in der HDI Arena nur annähernd wieder so emotional und stimmungsvoll zugeht wie beim letzten Auftritt der Berliner im Mai, dann sollte es einen Heimsieg für Hannover 96 geben. 

Am 33. Spieltag der vergangenen Saison gab es nämlich für die 96-Fans zwei Gründe zum Feiern: den Klassenerhalt und einen guten Abwehrspieler – beides könnte man derzeit gut gebrauchen. Die Hannoveraner bezwangen Hertha nach einer starken ersten Halbzeit, die Trainer André Breitenreiter nach der Partie als die beste erste Spielhälfte der Saison bezeichnen sollte, mit 3:1. Damit löste der Aufsteiger, der die gesamte Saison über nicht auf den gefährdeten Plätzen stand, das Ticket für ein weiteres Bundesliga-Jahr. Außerdem gab es in der Arena den Abschied von Salif Sané. Der Abwehrriese und Publikumsliebling krönte seine starke Leistung sogar mit einem Tor zum zwischenzeitlichen 2:0 – und bedankte sich nach der Begegnung vor der Nordkurve für die jahrelange Unterstützung. Dabei bekam Sané, emotional angefasst durch ein zuvor auf den Stadionbildschirmen abgespieltes Video mit den besten Szenen seiner 96-Zeit, kaum einen Satz ohne Tränen heraus.

Tränen weinten die Fans auch dem Senegalesen hinterher, der im Sommer für acht Millionen Euro zu Schalke 04 wechselte und dort längst Stammspieler ist. Dass er eine große Lücke hinterlassen würde, war von vornherein klar. Doch weil sein Nachfolger Kevin Wimmer schwächelte, Kapitän Waldemar Anton noch die Topform der Vorsaison sucht und Josip Elez sich erst sukzessive zum Stammspieler entwickelte, ist die 96-Defensive viel zu anfällig und als Folge davon die Punkteausbeute so gering. Alles Gründe, warum die „Roten“ auf einem Relegationsplatz verharren.

Was Mut macht für den dringend benötigten Sieg gegen Hertha (am morgigen Samstag, Anstoß ist um 15.30 Uhr): Zuletzt war 96 auf eigenem Platz stabil, gewann zwei der vergangenen drei Heimspiele. Und auch Niclas Füllkrug ist seit dem Spiel bei Borussia Mönchengladbach wieder dabei. Der beste 96-Torjäger der Vorsaison erzielte im Mai gegen die Berliner einen Treffer zum zwischenzeitlichen 3:0. Gegen eine Wiederholung hätte bestimmt kein Fan von Hannover 96 etwas einzuwenden. Es wäre ein perfekter Start in die Adventszeit.

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