Hannover besiegt Sandhausen deutlich – gelungener Auftakt in 2021

Kenan Kocak und Hannover 96 stehen in Runde zwei (Photo by FIRO/FIRO/SID/)

Das neue Jahr beginnt für die 96er besser, als 2020 verlief. Im Auftaktmatch gegen den SV Sandhausen konnte die Elf von Kenan Kocak einen verdienten 4:0 (1:0) Heimerfolg feiern. Zwei Mal Ducksch, zwei Mal Twumasi. Was Hannover gegen Sandhausen auf den Platz gebracht hat, haben vor dem Spiel wohl die Wenigsten erwartet. Mit einem hochverdienten und deutlichen 4:0 Heimerfolg starten die Roten ins Fußballjahr 2021.

Von Maxi Wilsmann

Ducksch eröffnet, Sandhausens Treffer zählt nicht

Im Vergleich zur 0:3-Pokalniederlage gegen Bremen wechselte Kenan Kocak auf drei Positionen. Michael Esser kehrte ins Tor zurück, Niklas Hult ist ebenfalls genesen und durfte deshalb wieder an Stelle von Simon Falette als Linksverteidiger auflaufen. Kingsley Schindler durfte vorne rechts ran, dafür nahm Henne Weydandt vorerst auf der Bank Platz. Beide Mannschaften legten direkt ordentlich los. Die erste Gelegenheit hatten die Sandhäuser bereits nach vier Minuten, auf der Gegenseite hatten die 96er in Person von Genki Haraguchi die erste Mini-Gelegenheit. Den ersten Aufreger gab es in der 16. Minute, als Kingsley Schindler nach einem Laufduell mit Sandhausens Kister im Strafraum zu Boden ging. Schiedsrichter Dr. Robert Kampka griff aber nicht ein. In der Folge übernahm Hannover immer mehr die Kontrolle – und prompt erzielte Ducksch nach Muroyas Vorarbeit per Abstauber den Führungstreffer (24.). Die Überlegenheit konnten die Roten jedoch nicht weiter ausnutzen, sodass es trotz weiterer Chancen „nur“ mit einem 1:0 in die Pause ging. Das zwischenzeitliche 1:1, das Sandhausen nach einem riskanten Pass von Esser auf Timo Hübers erzielte, zählte nicht, weil Alexander Esswein Hübers zuvor ungestüm aus dem Weg geräumt hatte.

Kocaks goldenes Händchen

Zur zweiten Hälfte brachte Kenan Kocak Patrick Twumasi für Valmir Sulejmani und damit auch das nächste Tor. Nur zwei Minuten nach seiner Einwechslung setzt sich Twumasi im Zweikampf gegen Nartey durch, woraufhin Ducksch den Ball bekommt – der Stürmer leitet den Ball gefühlvoll zu Twumasi weiter und der erzielte seinen ersten Pflichtspieltreffer für 96. Kurz darauf gab es auch schon den nächsten Grund zum Jubeln. Ecke Kaiser, Niklas Hult bringt den Ball auf den zweiten Pfosten und erneut ist es Marvin Ducksch, welcher seinen zweiten Treffer des Tages erzielt. In der Folge nahm die Elf von Kenan Kocak das Tempo raus, zudem sorgten die Einwechslungen von Basdas und Falette dafür, dass der Spielfluss etwas verloren ging. Kurz vor Schluss gab es dann doch nochmal ein Highlight. Ein langer Ball von Falette in den Lauf von Twumasi, der stoppt kurz ab und schiebt den Ball dann frech ins kurze Eck ein. Doppelpack für den Sommer-Neuzugang und ein Erfolg in einer Höhe, wie die 96-Fans es schon lange nicht mehr genießen durften.

Hannovers Marvin Ducksch trifft gegen Sandhausen doppelt (Photo by FIRO/FIRO/SID/)

Sieg gegen Kocaks Ex-Club als erstes Etappenziel
Sechs Spiele stehen im Januar an, möglichst viele davon sollen gewonnen werden, so Kenan Kocak auf der Pressekonferenz vor dem Spiel. Da der Trainer aber lieber von Spiel zu Spiel arbeitet, anstatt ein generelles Punkteziel vorzugeben, kann beim Sieg gegen Sandhausen vom ersten Etappenspiel gesprochen werden. Vielleicht spielte die Unruhe, die zurzeit beim Ex-Club von Kenan Kocak herrscht, dabei auch eine Rolle. Zum Ende des vergangenen Jahres stellte der Club die Spieler Marlon Frey und Philip Türpitz vom Trainingsbetrieb frei. Zuvor wurde bereits Torhüter Martin Fraisl suspendiert und Ende November wurde mit Michael Schiele ein neuer Trainer installiert. Die Unruhe bei den Badenern verbunden mit Platz 16 – eine willkommene Gelegenheit für drei Punkte im neuen Jahr.

Gastspiel in Darmstadt steht vor der Tür
Am kommenden Sonntag geht es dann nach Darmstadt. Die Lilien verloren zum Jahresauftakt mit 1:2 in Bochum. Beim Gastspiel in Hessen dürften die Augen vor Allem auf Serdar Dursun fallen. Der Darmstädter Sturmtank steht aktuell bei neun Toren in 14 Spielen und steht auch deshalb immer noch auf der Wunschliste von Kenan Kocak. Ob er bald in Rot statt in Blau auflaufen wird, steht aber noch nicht fest. Zumindest Marvin Ducksch hat aber heute mal wieder gezeigt, dass es auch im Kader Spieler gibt, die vorne ordentlich für Wirbel sorgen können.

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