Hannover 96 und der DFB-Pokal

Mit einem 1:0-Sieg gegen Hannover 96 kam der VfL Wolfsburg 2017 im DFB-Pokal eine Runde weiter (Photo by FIRO/FIRO/SID/)

Der DFB-Pokal gilt nach der Bundesliga als zweitwichtigstes Turnier im deutschen Fußball und bietet daher immer auch eine Chance, weiteres Prestige für Vereine bringen zu können. Was hat es auf sich mit dem Pokal und wie hoch können die Chancen von Hannover 96 eingeschätzt werden?

Die erste Runde des deutschen Fußballpokals ist schon abgeschlossen und Hannover 96 konnte sich gegen den Karlsruher SC mit 6:0 durchsetzen. Dabei muss man natürlich auch erwähnen, dass der KSC nicht die größte Herausforderung darstellte. Der ehemalige Bundesligist erlebte in den letzten Jahren einen herben Abstieg und spielt seit der Saison 2018/19 in der Dritten Liga. Nach diesem einfachen Start wird es für die Roten im Oktober gegen den VfL Wolfsburg gehen.

Die Wolfsburger konnten gegen den Regionalligisten SV Elversberg in der 1. Runde jedoch nicht wirklich überzeugen und gewannen nur mit 1:0. Andererseits könnte man entgegen halten, dass der VfL seine Kräfte schonen wollte, da ein Sieg als praktisch sicher galt. Doch im direkten Vergleich zwischen Hannover und Wolfsburg kann man feststellen, dass beide Vereine nicht das erste Mal in einem DFB-Pokal aufeinandertrafen. Man kann praktisch von einer Wiederholung des DFB-Pokals 2017/18 sprechen, da damals das Los ebenfalls auf die Wolfsburger fiel, wo man ebenfalls in der 2. Runde mit 0:1 aus dem Pokal ausschied.

Der Unterschied zum vergangenen Jahr besteht darin, dass die Roten einen neuen Trainer haben und darüber hinaus auch in der heimischen Arena antreten können. Dabei handelt es sich nicht um die einzigen beiden Spiele zwischen den Mannschaften. In der Saison 1987/88 trafen beide Mannschaften in der 1. Hauptrunde aufeinander. Damals war Wolfsburg selbst noch Drittligist, aber schaffte es, den Bundesligisten Hannover besiegen zu können.

Historisch gesehen würde man den Wolfsburgern also größere Chancen einräumen können, doch sollte man die Erfolgschancen nicht nur von der Fußballhistorie abhängig machen. Das hatte Hannover 96 selbst bewiesen, als die Mannschaft 1992 als Zweitligist den deutschen Fußballpokal gewinnen konnte. Dabei setzten sich die Roten damals gegen fünf Bundesligisten durch, nämlich Borussia Dortmund, den KSC, Werder Bremen, VfL Bochum und Borussia Mönchengladbach. Es war das erste und bislang einzige Mal, dass ein Verein außerhalb der Bundesliga den Pokal gewinnen konnte. Auch wenn dies damals sicherlich für so einiges an Überraschung sorgte, muss man als Fan die Spiele nicht ganz dem Zufall überlassen. Buchmacher stellen mathematische Berechnungen auf, die sämtliche statistischen Faktoren wie Teamleistung, Mannschaftsmoral, Verletzungen und andere Faktoren statistisch in Quoten zusammenfassen. Anders als 1992 jedoch findet man diese heutzutage online und kann beispielsweise in der Mr Green App über sein Smartphone bei Live-Wetten schnell auf Ereignisse reagieren und kommt ebenfalls in den Genuss eines Wettassistenten.

Sicherlich wird es allerdings schwer werden für Hannover, den aktuellen DFB-Pokal gewinnen zu können. Wie auch bei der Meisterschale, ist der FC Bayern mit 18 Siegen Rekordhalter des Pokals, gefolgt von Werder Bremen mit sechs und Schalke 04 mit fünf Titeln. Mit einer Quote von 2,40 (28. August) haben die Bayern auch dieses Jahr wieder die höchsten Erfolgschancen. Doch auch das muss allein gesehen noch nichts heißen, denn schließlich sorgte Hannover schon 1992 für eine Überraschung und auch der DFB-Pokal 2017/18 wurde vom Bundesliga-Außenseiter Eintracht Frankfurt gegen Bayern gewonnen. Dafür schieden die Frankfurter dieses Jahr in der 1. Runde schon aus. Es bleibt also abzuwarten, ob der derzeitige Pokal für Überraschungen sorgen oder wieder die Favoriten bedienen wird.

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