Gegentore im eigenen Stadion? Kennt André Breitenreiter nicht!

Hat derzeit gut lachen - und im eigenen Stadion ohnehin: André Breitenreiter.

Die Statistik spricht eine deutliche Sprache – und genau das macht das Spiel für Hannover 96 so gefährlich. Der 1. FC Köln hat nach fünf Bundesliga-Partien noch keinen Punkt auf dem Konto, bei einem Torverhältnis von 1:13. Auf der anderen Seite gibt es zudem die beeindruckende Heimspielbilanz von 96, die auch im Zusammenhang mit 96-Trainer André Breitenreiter steht.

Die verrückte Serie in Zahlen: Saisonübergreifend ist Hannover 96 seit mittlerweile acht Heimspielen in Folge ohne Gegentor, alle Partien endeten mit einem Sieg für die „Roten“. Damals noch unter Trainer Daniel Stendel gab es im März einen 1:0-Erfolg gegen den TSV 1860 München. Dann stieg Breitenreiter ein und feierte am 1. April mit einem 2:0 gegen Union Berlin seine Premiere. Es folgten in den verbleibenden Partien in der HDI Arena bis Saisonende weitere Siege, sowohl der 1. FC Nürnberg (1:0), Eintracht Braunschweig (1:0), Fortuna Düsseldorf (1:0) und der VfB Stuttgart (1:0) schafften jeweils keinen eigenen Treffer.

In der aktuellen Bundesliga-Saison war auch Schalke 04 sowie dem Hamburger SV kein Torerfolg vergönnt, 96 gewann mit 1:0 beziehungsweise 2:0. Soll also heißen: Gegentore im eigenen Stadion – als Trainer von Hannover 96 kennt André Breitenreiter dieses Gefühl überhaupt nicht!

Die eine Mannschaft schießt also praktisch keine Tore, die andere kassiert zu Hause keine – eigentlich sind die Vorzeichen also klar. Und genau davor warnt Breitenreiter, der vom „allerschwersten Spiel bisher“ spricht, „wir müssen nochmal richtig dagegenhalten, die Kölner haben letzte Saison klasse gespielt und sind bis auf Modeste zusammengeblieben“. Aber eben genau der Verlust ihres Topstürmers Anthony Modeste, der nach einem Sommertheater nach China gewechselt ist, scheint das Kernproblem des FC zu sein: Seine Gefährlichkeit, vor allem seine 25 Treffer aus der Vorsaison, müssen die Kölner erstmal ersetzen.

Die Optimisten unter den 96-Fans werden dem Spiel wegen der beeindruckenden Heimspielbilanz positiv entgegensehen. Und nicht nur deswegen: Der bislang letzte hannoversche Sieg gegen die Kölner (1:0) datiert aus dem Jahr 2014 – damals wie heute an einem 24. September, ein gutes Omen also. Die Pessimisten werden an eine andere kuriose Parallele erinnern: Die letzte Heimniederlage in einem Pflichtspiel kassierte Hannover 96 am 11. September 2016 gegen Dynamo Dresden – an einem Wahltag. Damals stand die Kommunalwahl auf dem Programm, diesmal die Bundestagswahl. Omen, Statistiken und Parallelen hin oder her – die Wahrheit liegt noch immer auf dem Platz. Und dort geht es am Sonntag um 15.30 Uhr in der HDI Arena los.

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