Fußball Bundesliga: Neue Maßnahmen gegen Kopfverletzungen und Gehirnerschütterungen

Photo by AFP/SID/PATRIK STOLLARZ

Je schneller der Fußball wird, desto größer ist die Gefahr, schwere Kopfverletzungen zu bekommen. In dieser Saison sind neue neuropsychologische Untersuchungen für alle Spieler der Fußball Bundesliga obligatorisch. Aber ist es genug?

Die Leistungskontrollen vor der Saison sind natürlich kein neues Ding. In dieser Saison werden die Vereinsärzte jedoch besonders auf Kopfverletzungen achten, wobei die DFL von den Profifussballern in Deutschland ein Screening nach „SCAT 5“ – der fünften Ausgabe des Deutschen Bundesverbandes verlangt das „Sport Concussion Assessment Tool“.

Neben Gleichgewichtstests umfasst SCAT auch eine Bewertung anderer kognitiver Fähigkeiten wie:

  • Gedächtniserhaltung,
  • Reaktionsgeschwindigkeit
  • Orientierung im Raum

Es ist eine zeitaufwändige Aufgabe und die Auswertung kann nicht in weniger als zehn Minuten korrekt durchgeführt werden. Sie ermöglicht es aber den Ärzten, seriöse Verletzungen genauer zu diagnostizieren. „Dies ist ein Schritt in die richtige Richtung“, sagte Daniela Golz von der Gesellschaft für Sportneuropsychologie in Hennef bei Bonn. „Wir würden dennoch eine Bewertung empfehlen, die noch weiter geht“. Nur dann können Verletzungen und Genesung gründlich bestimmt werden.

Fußball ist eine von mehreren Sportarten, bei welchen die Gefahr einer Gehirnerschütterung besteht, so sagt Katrin Hemschemeier, die Forscherin am Bundesinstitut für Sportwissenschaft der Universität Paderborn. „In der Bundesliga sehen wir solche Verletzungen fast wöchentlich“, behauptet sie. Trotz den Verletzungen und Gefahr ist dieses Spiel das beliebteste auf der Welt und Millionen Menschen besuchen fscore.com.de, um die wichtigsten Sportevents zu befolgen.

Ende Mai sorgten in den letzten Playoffs Kopfverletzungen der Stuttgarter Verteidiger Holger Badstuber und Ozan Kabak ebenso für Schlagzeilen wie ein  Knockout von Christian Mathenia vor einigen Monaten. Trotz zeitweiliger Bewusstlosigkeit spielte der Torhüter weiter.

Im November des letzten Jahres durfte der aus Hannover stammende Noah Sarenren Bazee nach einer heftigen Kollision mit Matthias Ginter von Borussia Mönchengladbach wieder auf das Feld, nur dass der Flügelspieler kurz darauf vor Schwindel und Übelkeit zu Boden sank. Später wurde bei ihm eine schwere Gehirnerschütterung diagnostiziert. „Das ist sehr seriös“, sagte Werner Krutsch, ein Arzt des Bayerischen Fußballvereins, „aber die DFL hat die richtigen Maßnahmen ergriffen“.

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