Florian Hübner: „Spielerischer Glanz ist was für die Bundesliga“

HANOVER, GERMANY - JULY 07: Florian Huebner poses during the team presentation of Hannover 96 on July 7, 2016 in Hanover, Germany. (Photo by Nigel Treblin/Bongarts/Getty Images)




Hannover – Florian Hübner erklärt, worauf es in der 2. Bundesliga ankommt. Rund um die Spiele von Hannover 96 ist derzeit viel Gemecker: „Nicht schön genug“, „Nur glücklich gewonnen“ und „So reicht das nicht für den Aufstieg“, sind da noch die nettesten Umschreibungen. Warum das so nicht stimmt, verrät der Startelfdebütant von Dresden der HAZ.

Feierte in Dresden ein starkes Startelfdebüt: Florian Hübner. Foto: Nigel Treblin/Bongarts/Getty Images.



Hinrunde zum Vergessen

Vor der Saison wechselte der 25-jährige Innenverteidiger vom SV Sandhausen zu Hannover 96. In der Hinrunde kam er nicht zum Zug. „Ich habe lange auf diese Chance warten müssen. In der Hinrunde habe ich nur 18 Minuten gespielt. Das hatte ich mir anders vorgestellt“, gestand Hübner im Gespräch mit der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung. Selbst ein Wechsel im Winter stand zur Diskussion, doch Trainer Daniel Stendel ließ den Defensivspieler nicht ziehen.

Starkes Startelfdebüt in Dresden

Das war eine gute Entscheidung. In Dresden verhinderte er in der 33. Minute mit einer grandiosen Grätsche das 1:0 von Aias Aosman. Hübner dazu: „Das war der Moment, wo ich richtig im Spiel war.“ Denn, er brauchte etwas Anlaufzeit: „Ich habe ein Dreivierteljahr nicht gespielt, das ist eine lange Zeit. Besonders die Abläufe, die man verinnerlicht, wenn man regelmäßig spielt, fehlen. Am Anfang musste ich mich ein paar Minuten reinfinden.“

2. Liga ist Kampf

Der Verteidiger zeigte eine stabile Leistung und hatte somit großen Anteil daran, dass trotz spielerischer Defizite am Ende drei Punkte zu verzeichnen waren. Und allein das zählt: „Es geht einzig und allein darum, Punkte zu sammeln. Egal, wie du sie holst“, stellte Hübner ganz klar fest. Und er weiß genau, worauf es im Unterhaus ankommt: „Ich spiele ja schon etwas länger in der 2. Liga und kann Ihnen deshalb versichern, dass es dort keine Mannschaft gibt, gegen die man einfach mal so gewinnt. In der 2. Liga läuft es in erster Linie über den Kampf.“ Und kämpferisch kann man dem 96-Team  absolut keinen Vorwurf machen.

Spielerischer Glanz ist für die Bundesliga

Damit räumte einer der es wissen muss mit dem Vorurteil auf, ohne spielerische Klasse sie kein Aufstieg möglich. Er ging sogar noch weiter: „Mit Sandhausen haben wir zum Beispiel in den vergangenen beiden Jahren mit 1:0 und 4:0 in Leipzig gewonnen. Die sind auch nicht mit Hurra-Fußball durch die Liga marschiert, sondern haben einige Spiele auch erst in der letzten Minute oder durch einen Standard gewonnen.“ Ist dann die ganze Kritik völlig unberechtigt? In den Augen des 25-Jährigen auf jeden Fall: „Spielerischer Glanz ist dann was für die Bundesliga.

Geiler Fußball gegen Bielefeld?

Ich habe auch kein Problem damit, wenn wir gegen Bielefeld 90 Minuten Dreck zusammenspielen und das Spiel trotzdem gewinnen.“ Die 96-Fans brauchen aber deswegen keineswegs Angst haben, dass es am Samstag auf jeden Fall zu fußballerischer Magerkost kommen wird: „Natürlich würden wir lieber gewinnen und geilen Fußball spielen, auch für die Fans.“ Da hätten die vielen Fans gleich im Stadion sicher nichts gegen einzuwenden.



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