Fans werden im Fall Sievers enttäuscht

Hannover 96 plant (mal wieder) einen Umbruch. Auch in der kommenden Spielzeit wird man in der zweiten Bundesliga kicken, mit neuer Spielerkraft soll es im Jahr 2022 endlich bergauf gehen. Doch nicht nur auf dem Platz strebt Martin Kind Veränderungen an. Der Präsident scheint mit den Leistungen an der Seitenlinie nicht zufrieden zu sein, insbesondere die Co-Trainer Lars Barlemann, Asif Saric und Serhat Umar sollen nur locker im Sattel sitzen. Lange Zeit wurde ein altbekannter Name an der Leine gehandelt – das Comeback von Jörg Sievers ist nun jedoch geplatzt. 

Der Pokalheld von 1992 sollte sich dem Trainerteam von Kenan Kocak anschließen, nach einigen Wochen an Spekulation ist der Deal vom Tisch. Sievers stand zuletzt gemeinsam mit Ex-Hannoveraner Daniel Stendel an der Seitenlinie vom schottischen Traditionsverein Heart of Midlothian FC. Fakt ist jedoch, dass sich zur neuen Saison etwas ändert. Einige Verträge im Stuff laufen aus, die Modalitäten sollen von Grund auf geändert werden. Schuld an diesem Szenario ist die Causa Schlaudraff, welche Hannover 96 nach wie vor Geld kostet. Von nun an soll es nur noch unbefristete Verträge geben. Ausgenommen sind lediglich die Spieler.

96 hat aus der Causa Schlaudraff gelernt und wird von nun an die Vertragsmodalitäten umkrempeln

Mit der Personalfrage im Trainerstab reißt Hannover 96 die nächste Baustelle auf – obwohl man schon genug andere Aufgaben bewältigen muss. Wer diese Saison das Verhalten an der Außenbahn beobachtet hat, der weiß, dass von Explosivität und Anfeuerung nicht viel zu sehen ist. Im Vergleich zu seinen Nebenmännern ist Kenan Kocak ein wahrer Vulkan. Der mäßige Erfolg von Saric und Co. lässt sich wunderbar an den Spielen in Würzburg und in Heidenheim (letzte Saison) festmachen. In beiden Fällen fielen die Roten klanglos auf den Hosenboden, in beiden Fällen waren die elf Mann auf dem Platz weitgehend auf sich alleine gestellt.

Wie sehr würde man sich in der Coachingzone der Roten einen Mann wie Christian Streich oder Stefan Baumgart wünschen: Leute, die ihre Herzenslust Woche für Woche wahrlich ausleben. Dass auch Co-Trainer diesen Elan versprühen können, zeigt aktuell Edin Terzic bei Borussia Dortmund. Fakt ist, dass die Trainerteam-Debatte nicht halbherzig behandelt werden darf. Sie ist mindestens gleichwertig wie beispielsweise die Spielersuche zu betrachten. Was zählt, ist zwar auf dem Platz, doch im Training und an der Seitenlinie werden schließlich die Grundbausteine gelegt.

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