Dramatische Schlussphase mit dreieinhalb Treffern: Ein Rückblick auf gestern Nachmittag

Das Spiel von Bakalorz war symbolisch für den Nachmittag: "Baka" fand die ersten 45 Minuten gar nicht ins Spiel, steigerte sich in Hälfte zwei enorm - und traf in der 89. Minute nur den Pfosten. Bild: Getty Images

Hannover – Es war eine dramatische Schlussphase. Am Ende hat der deutsche Vize-Meister RB Leipzig seinen sportlichen Höhenflug fortgesetzt. 

Der deutsche Vize-Meister RB Leipzig hat seinen sportlichen Höhenflug fortgesetzt. Zwei Wochen nach dem 2:1-Triumph gegen Tabellenführer Bayern München setzten sich die Sachsen bei Hannover 96 mit 3:2 (1:0) durch und blieben damit im sechsten Pflichtspiel in Serie ungeschlagen. Nach der fünften Niederlage nacheinander müssen sich die Niedersachsen hingegen in der Tabelle weiter nach unten orientieren.

Für die lange Zeit in allen Belangen überlegenen Gäste erzielte Emil Forsberg den Führungstreffer. Mustergültig bedient von Timo Werner schloss der Schwede einen sehenswerten Leipziger Konter in der 16. Minute mit einem präzisen Flachschuss ab. In der 54. Minute erhöhte Kapitän Willi Orban per Kopfball.

In der Schlussphase wurde es turbulent: Salif Sane (71.) brachte die Platzherren heran, Yussuf Poulsen (76.) gelang das 1:3, ehe Niclas Füllkrug (78.) das 2:3 erzielte. Vier Minuten später landete ein weiterer Schuss des Stürmers zum vermeintlichen 3:3 im Tor, der Treffer wurde aber nach Videobeweis wegen einer haarscharfen Abseitsentscheidung nicht anerkannt. Die Entscheidung war kleinlich, aber inhaltlich korrekt (eine Fußspitze stand Füllkrug im Abseits). Marvin Bakalorz traf für 96 noch den Pfosten (89.).

Dabei hätte die Begegnung bereits in der ersten Halbzeit entschieden sein müssen, die Mannschaft von Trainer Ralph Hasenhüttl vergab vier klare Einschussmöglichkeiten.

Leichtfüßig und mit viel Geschick in den Zweikämpfen dominierten die Leipziger vor 42.000 Zuschauern in der WM-Arena am Maschsee das Geschehen. Was bei den Norddeutschen besonders auffiel, war eine eklatante Schwäche im Passspiel, lange fand kaum ein Zuspiel den Weg zum Mitspieler.

Die ohnehin wackelige 96-Deckungsreihe wurde überdies früh geschwächt. Waldemar Anton verletzte sich bei seiner misslungenen Rettungsaktion vor dem 0:1 und musste nach 18 Minuten durch Josip Elez ersetzt werden.

Ein Fehlgriff von Coach Andre Breitenreiter war zudem das überraschende Startelf-Comeback von Martin Harnik. Der über Wochen selten berücksichtigte Torjäger wirkte wie ein Fremdkörper im Team der „Roten“. In der 61. Minute vergab der Österreicher vor dem leeren Tor.

Der 96-Coach versuchte zu Beginn der zweiten Halbzeit seine bis zu diesem Zeitpunkt weitgehend harmlose Offensive zu stärken, Julian Korb musste Ihlas Bebou weichen. Ab der 64. Minute ersetzte Niclas Füllkrug den glücklosen Jonathas. Vor dem Seitenwechsel hatte lediglich Felix Klaus (12.) mit einem Distanzschuss 96-Torhüter Peter Gulacci geprüft.

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