David gegen Goliath – Wie kann Hannover 96 den BVB ärgern?

Der Brasilianer Jonathas spielte zuletzt bei Corinthians (Photo by FIRO/FIRO/SID/)

Am Samstag steht für Hannover 96 das wohl schwerste Auswärtsspiel der Rückrunde an, um 15:30 Uhr gastieren die Jungs von André Breitenreiter in Dortmund. Der Tabellenführer ist auf dem besten Weg zur Meisterschaft, der Vorsprung auf den zweiten Platz beträgt bereits sechs Punkte. Über 96 zu stolpern wäre für die „Schwarz-Gelben“ eine Blamage. 

 

Borussia Dortmund kaum zu stoppen
Die Borussia aus Dortmund ist in dieser Saison kaum zu stoppen und auch der Jahresauftakt glückte dem Team. Beim 1:0-Sieg in Leipzig knüpfte man daran an, wo man 2018 aufgehört hatte: eine gut strukturierte Defensivarbeit, Tempofußball und präzise Abschlüsse! Mit 45 Treffern stellt Borussia Dortmund den gefährlichsten Angriff der Liga und hat gleich drei Akteure mit mehr als 10 Scorerpunkten in den eigenen Reihen. Marco Reus und Jadon Sancho (zusammen 15 Vorlagen) können die Bälle mustergültig verteilen, allen voran Paco Alcácer (12 Treffer) profitiert hiervon.

Wenn man sich die Spiele der Dortmunder anschaut stellt man insbesondere eines fest: Die Spieler verstehen sich blind und der Ball rollt wunderbar durch die eigenen Reihen. Kein andere Mannschaft in Deutschland hat eine so gute Passquote wie der BVB. Doch nicht nur in der Offensive läuft es prächtig, auch die Abwehrleistung ist beachtlich. Keeper Roman Bürki zeigt sich, im Vergleich zur letzten Saison, stark verbessert und liefert regelmäßig Top-Leistungen auf dem Platz ab. Er konnte bereits sechsmal die Null halten, die erst 18 Gegentreffer sprechen eine deutliche Sprache. Der nächste Hoffnungsdämpfer für alle 96-Fans ist die beeindruckende Heimbilanz. Der Signal-Iduna Park ist eine wahre Festung und wurde in dieser Saison noch nie (!) eingenommen. Unter dem Strich stehen acht Siege und ein Unentschieden. Gegen Hannover soll der nächste Dreier folgen. Leonardo Balerdi, Manuel Akanji, Maximilian Philipp und Dan-Axel Zagadou werden ausfallen.

 

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Hannover im Tal der Tränen
Während Dortmund im siebten Fußballhimmel schwebt, versinkt 96 im Tal der Tränen. Man spielt eine der schlechtesten Saisons in der Vereinshistorie (in der 1. Bundesliga) und steht verdient auf dem vorletzten Tabellenplatz. Aus 19 Spielen holte das Team von André Breitenreiter magere 11 Punkte, das rettende Ufer ist aber noch in Reichweite (4 Punkte). Für das Auswärtsspiel in Dortmund sucht man nahezu hilferingend nach Hoffnung, doch die Suche scheint vergebens zu sein. Über das Verletzungspech von Hannover 96 wurde bereits ausreichend berichtet, den Personalsorgen alles in die Schuhe wäre jedoch viel zu einfach. Der letzte Auftritt gegen Bremen war blutleer und es gab nicht einmal nennenswerte Aktionen, an denen man anknüpfen könnte. Wir glaube den Spielern, dass sie gewinnen wollen, doch wirklicher Siegeswille ist nicht zu erkennen. Die bittere Realität: So reicht es nicht für das Ziel Klassenerhalt! Es fällt schwer zu sagen, wo man derzeit mit seiner Kritik ansetzen soll. An dem einen Spieltag patzt die Defensive, an einem anderen Tag geht nach vorne rein Garnichts, wie beispielsweise am letzten Samstag. Einzig Michael Esser ist, gemessen an seiner eigenen Leistung, gut in das neue Jahr gestartet. Doch irgendwann ist dann auch mal der beste Schlussmann der Welt geschlagen.

Michael Esser gab im letzten Spiel Vollgas – leider als einziger

Neben der sportlichen Krise sind natürlich auch die Konflikte rund um den Verein ein ausschlaggebender Faktor. Die zuletzt angeheizten Trainergerüchte und die unsere Zukunft des Trainer dürften das berühmtberüchtigte „I-Tüpfelchen“ sein. Zwar beteuern die Spieler immer wieder, dass sie die außersportlichen Umstände ausblenden können, doch wer etwas menschliches Gespür besitzt weiß, dass einen so etwas nicht kalt lässt. Außerdem ist den Jungs die Verunsicherung auf dem Platz anzuerkennen. Immerhin hat man am Samstag nichts zu verlieren, eventuell kann Hannover 96 ja doch überraschen.

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