Das war zu wenig, 96 – und unterm Strich sogar glücklich: 0:0 im Heimspiel gegen Paderborn

Mit seinem Coaching scheint Kenan Kocak seine Spieler nur bedingt zu erreichen - wie lange kann das gut gehen?

In der wegen Minusgraden empfindlich kalten HDI Arena kam Hannover 96 nicht über ein 0:0 gegen den SC Paderborn hinaus. Damit müssen die „Roten“ ihre Aufstiegsträume wohl endgültig einfrieren und auf das nächste Jahr verschieben.

Im Vergleich zum Derbysieg in Braunschweig nahm 96-Trainer Kenan Kocak Änderungen vor – personell als auch taktisch. Hendrik Weydandt rückte in die Startelf, wodurch er neben Marvin Ducksch zur Doppelspitze wurde. Außerdem rückte Florent Muslija für Valmir Sulejmani in die Anfangsformation.

Die erste Chance der Partie gehörte in der zehnten Minute den Paderbornern – und die war aus der Kategorie „Das muss ein Tor sein!“. Nach Flanke von Sebastian Vasiliadis von der Grundlinie jagte Dennis Srbeny den Ball aus zwei Metern übers leere Tor in Richtung Nordkurve.

Nach einer Viertelstunde kam Hannover 96 besser in die Partie, näherte sich dem SCP-Tor durch noch erfolglose Flanken an. Eine Hereingabe von Weydandt landete dann präzise auf dem Kopf von Ducksch, der an Paderborns Keeper Leopold Zingerle scheiterte.

Die besseren Gelegenheiten besaßen aber die Paderborner. In der 35. Minute tauchte Vasiliadis nach einem Konter frei vor Michael Esser auf, versäumte aber das 0:1 – der Ball prallte sogar noch gegen die Hüfte von Timo Hübers und trudelte knapp am Pfosten vorbei. Wenige Minuten später war Ducksch im Pech, als sein Versuch mit der Innenseite im Anschluss an eine Ecke von Dominik Kaiser im letzten Moment von Uwe Hünemeier abgeblockt wurde.

Der Beginn des zweiten Durchgangs gehörte diesmal den Gastgebern. Zunächst drosch Ducksch den Ball mit einer schwer zu nehmenden Volleyabnahme vorbei, kurz danach köpfte Jaka Bijol den Ball nach Flanke von Kaiser über den Kasten von Zingerle.

Überraschend holte Kocak in der 55. Minute Ducksch vom Feld und brachte Kingsley Schindler in die Partie – der Stürmer war bis zu diesem Zeitpunkt gefährlicher als sein Nebenmann. Dafür hatte kurz danach Weydandt seine auffälligste Szene, als er allein auf Zingerle zulief – jedoch durch dessen Fußabwehr am Torerfolg gehindert wurde (60.). Es sollte bereits die letzte 96-Chance der Partie sein.

Die Ostwestfalen, die viele Angriffe über die rechte Abwehrseite der 96er vortrugen, blieben lange Zeit ohne nennenswerte Gelegenheit. Erst eine Viertelstunde vor Schluss bot sich Hünemeier nach einem Freistoß die Chance. Ab dieser Phase war der SCP die bessere weil aggressivere Mannschaft, ließ die Hannoveraner kaum noch ins Spiel kommen. Marco Terrazino (83.) zielte knapp an Essers Tor vorbei. Den Punktgewinn verdiente sich die Mannschaft von Steffen Baumgart mehr als Hannover 96.

Hannover: Esser – Muroya, Franke, Hübers, Hult – Kaiser (85. Gaines), Bijol, Haraguchi, Muslija (68. Sulejmani) – Ducksch (55. Schindler), Weydandt

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1 Kommentar

  1. Lieber S. Hartung

    Ihr Spielbericht zum heutigen 0:0 gegen Paderborn kann ich so nicht ganz mittragen. Das Unentschieden ist meiner Ansicht nach für beide Verdient, und zwar zu beiden Teilen gleich.

    Ja, Paderborn hatte zum Schluss mehr vom Spiel, dennoch finde ich ihre Aussage, dass 96 eher glücklich ein 0:0 erzielt hat, nicht korrekt. 

    Mit ein bisschen mehr Zielwasser, hätte 96 bis zur 60.min. auch mit 2:0 führen können. 

    Recht möchte ich ihnen in soweit geben, dass auch Paderborn hätte führen können. Alles in allen ist das Unentschieden völlig ok so. Natürlich hätte ich mich als 96 Fan über 3 Punkte super gefreut, objektiv hätte allerdings keine Mannschaft heute eine Niederlage verdient gehabt.

    Ich habe mich einen Punkt, ich glaube nämlich, dass unsere Roten durchaus noch die Cance hat um den Aufstieg mit zu spielen. Und wer weiß, vielleicht spielen wir in der nächsten Saison doch wieder in der ersten Liga. Noch gibt es genügend Spiele.

    Ich wünsche allen 96ern, ein positives Winterwochenende.

    Euer Harry96   Niemals allein

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