Das neue Sturmduo soll die hausgemachte Offensivproblematik lösen

Hannover 96 war das beste „Ballerteam“ der Rückrunde, in 17 Spielen erzielte das Team von Kenan Kocak 34 Treffer. Eine solche Konstanz vor dem gegnerischen Tor gab es schon seit Ewigkeiten nicht mehr. Insgesamt gab es nur zwei Spiele ohne eigenes Erfolgserlebnis, in den letzten elf Spielen traf man jeweils mindestens einmal. Angesichts dieser konstant steigenden Formkurve klingt es paradox, dass die Planungen für die kommende Saison in erster Linie Änderungen in der Offensive vorsehen…

Diese notwendigen Veränderungen und resultierenden Probleme sind größtenteils hausgemacht. Die Leihgeschäfte von Cedric Teuchert und John Guidetti ließ man (vorerst) auslaufen, mit Sebastian Soto ließ man einen einst als großes Talent hingestellten Spieler ziehen und das Vertragsangebot an Hendrik Weydandt scheint unter dem Strich zu schwach zu sein. Der Märchenprinz zögert noch mit einer Antwort, Präsident Kind hat ihm nun ein Ultimatum bis zum fünften Juli gewährt. Auch hier stehen die Zeichen auf Abschied. Mitunter gilt Aufsteiger Bielefeld als attraktiver Anwärter für die Dienste von „Henne“. Zum Thema attraktiver Interessenten, jene umgarnen derzeit Linton Maina. Mit Wolfsburg, Gladbach und Stuttgart sind gleich drei Bundesligisten an dem 21-Jährigen interessiert.

Die Vertragsunterschrift wackelt – das Märchen scheint ein Ende zu nehmen

Die Baustellen sind (mal wieder) gigantisch, immerhin gibt es eine positive Meldung zu verzeichnen:  Marvin Ducksch bleibt den Roten treu! Im letzten Saisonspiel gegen Bochum erzielte er seine Saisontore 14 und 15 – damit ergatterte er eine bessere Ausbeute als einst Füllkrug oder Ya Konan. Der Ex-Düsseldorfer wurde nach einer mäßigen Hinrunde fast schon abgeschrieben, zu Hauf wurden ihm Lustlosigkeit und fehlende Motivation vorgeworfen. Wenige Monate später ist jegliche Kritik verpufft und jeder 96er dürfte froh sein, dass Ducksch bleibt.

Die aktuelle Transferplanung von Hannover 96 lässt auf ein neues Sturmduo in der kommenden Saison schließen. Die Gerüchte rund um einen Transfer von Serdar Dursun werden immer intensiver. Der (noch) Darmstädter würde perfekt in das System von Coach Kenan Kocak passen, die Ablösesumme (sein MW liegt bei 950 Tsd.) dürfte (ausnahmsweise) kein Hindernis sein. In der vergangenen Spielzeit trumpfte er mit 16 Toren und sechs Vorlagen auf, die Konstanz ist bemerkenswert. In drei der letzten vier Spielzeiten traf er zweistellig, insgesamt stehen in 126 Zweitligaspielen 56 Scorerpunkte auf der Habenseite. Durchschnittlich gelangen dem 28-jährigen in der zurückliegenden Spielzeit 2,7 Torschüsse pro Partie. Im direkten Vergleich zum potenziell zu ersetzenden Hendrik Weydandt hat Dursun die Nase vorne. Die durchschnittlich 11,5 geführten offensiven Zweikämpfe  unterstreichen seine Kämpfermentalität. Mit seiner Körpergroße (1,90 Meter) ist er ein ähnliches Kopfballungeheuer wie „Henne“ und kann definitiv für die gleiche Ausstrahlung im gegnerischen Sechzehner sorgen. Für einen Mittelstürmer bringt er darüber hinaus ein sehr geschultes Auge mit (74 prozentige Passquote). Weiterhin zeichnet ihn die Affinität für die Führungsrolle aus. Immer wieder lässt er sich ins offensive Mittelfeld zurückfallen und agiert als Initiator. Serdar Dursun würde die geschwächte Offensive definitiv auffrischen.

Präsident Kind sorgte jüngst mit einer bemerkenswerten Aussage für Furore. „Wir sind einer der wenigen Vereine in der 2. Liga, der handlungsfähig und handlungswillig ist“, der Sparkurs der Roten könnte also tatsächlich eingestellt werden. Die Hoffnung auf weitere Versätrkung lebt. Derweil ist dem leitenden Duo Zuber/Kocak viel zuzutrauen, die Aussichten hinsichtlich der Kaderplanung sind deutlich besser, als vielseitig propagiert. 

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2 Kommentare

  1. Hallo liebe 96er.

    Habe ich das richtig verstanden, Stuttgart möchte Anton kaufen, und Zuber verhandelt mit Stuttgart??   Im Raum steht eine Ablöse von rund 5 Mio. Ist das euer ernst? Wollt ihr schon wieder eine Säule der Mannschaft verschenken??? Anton würde ich nicht unter 15 Mio. verkaufen.

    Natürlich möchte Anton Bundesliga spielen, dass kann ich total verstehen.

    Nur, jetzt kam ja die klare Ansage von Kind, dass die Mannschaft in der nächsten Saison Aufsteigen muss. Mit was für einer Mannschaft denn. Wie wichtig Anton für 96 ist, hat man doch gesehen, wenn Anton Mal nicht gespielt hat.

    Linton Manja wird bestimmt auch abgegeben. Ich bin gespannt.

    Ein schönes Wochenende wünscht euer Harry96

  2. Ja, nun ist es passiert! Anton ist schon in Stuttgart. Für 4 Mille hat man ihn ziehen lassen. Dazu kommen noch einige Gelder bei Nichtabstieg und Einsätzen, sowie bei Weiterverkauf.Sein Marktwert -Stand heute – liegt bei 5,5 Mio.Nächstes Jahr wäre er ablösefrei gegangen….

    Maina würde ich nicht abgeben. Er hat noch 2 Jahre Vertrag und spielt noch U21. Da wird sich der Marktwert sicher noch steigern.

    Jetzt muss man schnellstens einen adäquaten Ersatz für Anton finden. Möglichst noch vor dem Trainingscamp!

    Die Baustelle mit Zieler hätte ich als Trainer nicht aufgemacht.

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