Damit es einen Sieg gegen Frankfurt gibt: Das ist Breitenreiters Aberglaube

Horst Heldt (links) und André Breitenreiter schauen hier vor dem Spiel gegen den Hamburger SV beim Warmmachen zu. In welcher Kleidung tun sie dies gegen Eintracht Frankfurt?

Was sie beim Spiel gegen Eintracht Frankfurt wohl tragen werden? Die Antwort auf diese Frage dürfte interessant werden. Nein, natürlich sind damit nicht die Spieler von Hannover 96 gemeint. Die werden mit mehr als 96-prozentiger Wahrscheinlichkeit in roten Trikots auflaufen. Aber in welchem Outfit sich Manager Horst Heldt und vor allem Trainer André Breitenreiter am Spielfeldrand aufhalten werden, ist alles andere als vorbestimmt.

Sportler und vor allem Fußballer und ihr Aberglaube – was Glück bringt, wird fortgesetzt. Sollte das Erfolgsduo von 96 an Rituale und ihre Auswirkung glauben, dann haben sie bislang alles richtig gemacht. In der vergangenen Saison gab nach Dienstantritt von Breitenreiter keine einzige Niederlage für den späteren Aufsteiger. Auch in der aktuellen Spielzeit ging 96 nicht einmal als Verlierer vom Platz – bis zum unglücklichen 1:2 am vorletzten Wochenende in Mönchengladbach. Jetzt muss also neue Kleidung her, denn ganz offensichtlich ist man auch bei Hannover 96 in der sportlichen Führung vor Aberglauben nicht gefeit.

Während bei Heldt keine besondere Auffälligkeiten zu erkennen waren – wenn man davon absieht, dass der Manager bei allen Spielen im September stets eine modische Jacke in schwarz-weiß-grünen Vereinsfarben trug -, agierte Breitenreiter vor seinem Kleiderschrank an Spieltagen doch eindeutig mit System.

In der aktuellen Bundesliga-Saison wählte der Coach immer die gleiche Kombination zu den jeweiligen Partien: blaue Jeans, weißes Oberhemd, dazu ein Pulli mit V-Ausschnitt – vorwiegend in blauer, in Ausnahmefällen in dunkelblauer Farbe. Ähnliches Muster in der vergangenen Saison: dunkelblaue Stoffhose, weißes Hemd, grauer Pulli. Kurios: Nur in den jeweils ersten Spielen wählte der 96-Trainer ein anderes Outfit: Im August beim Saisonauftakt in Mainz (1:0) trug er ein hellblaues Oberhemd. In seinem ersten Spiel als 96-Trainer, dem 2:0-Erfolg im April gegen Union Berlin, vertraute er auf sein fliederfarbenes Poloshirt – sein persönliches Glückshemd, dieses trug er bereits 2015 zum Saisonauftakt als Schalke-Trainer und gewann mit 3:0 in Bremen. Am Samstag ist laut Wetterbericht die Rückkehr des Spätsommers vorhergesagt – ob André Breitenreiter wieder auf das bewährte Polohemd zurückgreift?

Auch Philipp Tschauner wird mit Sicherheit etwas anderes anziehen. Der 96-Torhüter hat schon oft in Interviews seine Marotte verraten: Nach dem Ende einer Zu-Null-Serie, vor allem nach Niederlagen, schmeißt er seine Handschuhe weg. Nach der Partie in Gladbach gibt es also genug Argumente, dass der Keeper am Samstag mit einem neuen Paar Torwarthandschuhe das Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt bestreitet. Anpfiff ist in der HDI Arena um 15.30 Uhr. Flieder, blau oder grau – egal, Hauptsache drei rote Punkte nach Abpfiff.

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