Causa 1860: Martin Kind findet deutliche Worte

96-Präsident mit Kritik an Ismaik

96-Klubchef Martin Kind: Er steht vor wegweisenden Entscheidungen. Foto: Getty

Hannover – Die Löwen sind am Samstag zu Gast bei Hannover 96. Vor der Partie sorgt der Umgang mit kritischen Medien in München für Negativschlagzeilen. Auch 96-Präsident Martin Kind findet deutliche Worte in Richtung Hasan Ismaik.

„Fußball ist öffentlich.“ 96-Kluchef Martin Kind in Richtung 1860 München. Foto: Christof Koepsel/Bongarts/Getty Images



 

Mit Kritik umgehen

Nicht immer sind die 96-Fans mit ihrem Präsidenten einer Meinung. Doch in diesem Punkt ist für Martin Kind wenig Gegenwehr zu erwarten: „Ich kann den Löwen nur sagen: Der Fußball ist ein öffentliches Produkt. Die Presse ist ein wesentlicher Bestandteil im Fußballmarkt – im positiven wie kritischen Sinn. Zu erwarten, dass jemandem nur positive Berichterstattung zuteil wird, ist wenig realistisch. Mit Kritik muss jeder umgehen können“, sagte der 72-Jährige in Bezug auf den Umgang mit kritischen Medien bei 1860 München, im Interview der Abendzeitung.

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 Dialog suchen

Bei 1860 hatte man in den vergangenen Wochen seinen Umgang mit Pressevertretern drastisch geändert. Die sportliche Situation im Abstiegskampf ließ wenig Positives berichten. Das missfiel den Klubbossen um den jordanischen Investor Ismaik. So Entzug man einigen Journalisten die Erlaubnis von den Spielen zu berichten, oder mit Spielern und Funktionären zu sprechen. Ein Unding für Kind: „Es ist mein Selbstverständnis, dass man bei Auseinandersetzungen in den Dialog eintritt. In kritischen Situationen ist das noch wichtiger als ohnehin.“

Offene Gesellschaft

Auch den Umgang mit jubelnden Gästen auf der Haupttribüne kann man in Hannover nicht nachvollziehen. Zuletzt hatte sich St.Pauli-Macher Andreas Rettig beklagt, dass hochrangige Vertreter der Hanseaten in München von der Tribüne verwiesen worden sein. Rettig erklärte in einem Interview mit fcstpauli.com: „Als unsere Gremiumsmitglieder, die in unmittelbarer Nähe zu Herrn Ismaik saßen, nach dem Ausgleich jubelten, wurden sie von einem Ordner zur Mäßigung aufgerufen. Nach weiterem Jubel nach dem 2:1 wurden sie aufgefordert, die Plätze zu verlassen und sich umzusetzen.“ Kind dazu: „1860 hat die Regeln der Bundesliga zu akzeptieren. Wir sind eine offene Gesellschaft.“



Löwen gehen leer aus

So ist es in Hannover selbstverständlich: „Wenn Gäste jubeln, ist das auch zu akzeptieren“, stellte Kind klar. Und weiter:  „Herr Ismaik dürfte das bei uns ebenfalls.“ Diese Thematik soll beim Heimspiel gegen das Team aus dem Tabellenkeller aber gar nicht erst aufkommen: „Am Samstag gibt es für die Löwen hoffentlich nichts zu bejubeln“, so Kind in Bezug auf das Aufeinandertreffen. Hannover möchte mit einem Heimsieg möglichst zurück auf einen direkten Aufstiegsplatz zurückkehren. Dafür benötigen die Niedersachsen allerdings die Hilfe des FC St. Pauli, der sein Heimspiel gegen Union Berlin am Freitag gewinnen müsste.




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