96-Coach Breitenreiter: „Wir bleiben auf dem Teppich“

Hat derzeit gut lachen - und im eigenen Stadion ohnehin: André Breitenreiter.

Hannover – Zwei Spiele, zwei Siege – 96-Coach André Breitenreiter hat allen Grund zum Abheben. Das wird allerdings nicht passieren, verrät er auch Tobias Krause von 96Freunde.de.

Hat derzeit gut lachen: „Taktikfuchs“ André Breitenreiter. Alex Grimm/Bongarts/Getty Images.

Jonathas kommt rein und macht direkt sein erstes Tor. Was ging Ihnen dabei durch den Kopf?

Das ist Fußball. So haben wir uns das gewünscht. Er kam aufgrund seiner bisherigen Treffer mit viel Selbstbewusstsein aus Russland. Aber ich möchte auch Fülle (Niclas Füllkrug, Anm. d. Red.) loben. Er hat sich aufgeopfert für das Team. So ist das derzeit bei uns. Einer hat seine Aufgabe erfüllt, dann kommt der Nächste und steigert das Niveau.

Warum kam Jonathas nur von der Bank?

Er ist erst kurz dabei und muss unsere Abläufe noch automatisieren. Von der Bank gestaltet sich das ein Stück leichter. Außerdem bringt Fülle seit ich hier bin durchgehend tolle Leistungen. 

Wie glücklich sind Sie, das Ihre Taktik so gut aufgegangen ist?

Das ist die größte Bestätigung eines Trainers. Wir wollen variabel und nicht ausrechenbar auftreten. Schalke hat uns sicher nicht so erwartet. Wir haben hoch gepresst. Sie haben lange gebraucht, um Lösungen zu finden. Auch auf deren Systemumstellung haben wir sofort reagiert. Meine Jungs haben das super diszipliniert gespielt und perfekt umgesetzt.

Wer war für Sie Spieler des Spiels? Waldemar Anton?

Ich möchte da keinen herausheben. Alle haben ihre Aufgabe bestens erfüllt. Deswegen können wir sehr zufrieden sein.

Wie schön war es für Sie persönlich, den FC Schalke 04 zu besiegen?

Es war ein besonderes Spiel. Ich habe mich gefreut, viele bekannte Gesichter zu sehen. Ich hege aber keinen Groll gegen Schalke. Ich wünsche auch Domenico Tedesco alles Gute. Ich wünsche ihm, dass er Zeit bekommt und man nicht in Unruhe verfällt. 

Wie haben Sie die Stimmung erlebt?

Das Stadion war laut. Es war toll zu sehen, dass viele Fans mit ihrer eigenen Meinung kommen und die Mannschaft unterstützen. Wir tun gut daran, die Meinung des Anderen zu respektieren. Ich finde es aber natürlich gut, wenn Fans die Mannschaft unterstützen, weil sie es verdient hat. Es hilft der Mannschaft. In der schwierigen Schlussphase war es wichtig, die Fans im Rücken zu haben. Gemeinsam haben wir es dann auch gepackt. 

Nach der Länderspielpause geht es zum VfL Wolfsburg. Hat sich an der Außenseiterrolle etwas verändert?

Natürlich nicht. Wir sind der Aufsteiger und bleiben alle auf dem Teppich. Der Start ist gut und bringt Selbstvertrauen, aber die Saison ist lang. 

Herr Breitenreiter, vielen Dank für das Gespräch.

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