Beißer Bakalorz, Derbyheld Harnik, Joker Fossum: Teil 2 der großen 96-Analyse

Im zentralen Mittelfeld ist die Situation undurchsichtig und spannend. Iver Fossum, der zuletzt eher als Joker agierte, ist zweifellos derjenige mit dem meisten Potential. Allerdings war der Norweger mit der U21 seines Landes auf Länderspielreise und ist dementsprechend vielleicht nicht ganz fit. Außerdem ist Fossum kein Sechser, was ihm zuletzt im System von Daniel Stendel, das keinen Achter vorsieht, öfter zum Verhängnis wurde. Sollte er spielen, dann wird er eher von der Bank kommen.

Ein Startelfeinsatz von Marvin Bakalorz steht fest. Während der bissige Kämpfer, der vor der Saison vom Absteiger aus Paderborn kam, am Anfang der Saison keine große Rolle spielte, wurde er im Laufe der Saison bisher immer wichtiger. Seine enorme Laufstärke in Kombination mit seiner energischen Zweikampfstärke und seinem Offensivdrang ließen ihn in den vergangenen Wochen zum Fanliebling avancieren. Ihn momentan aus der Mannschaft zu nehmen scheint unklug, er ist der Motor im Mittelfeld und unglaublich wichtig.

Der eigentliche Motor ist Manuel Schmiedebach. Dieser war zuletzt angeschlagen, der Oberschenkel machte ihm Probleme. Nun war er wieder im Training – doch eine Magen-Darm-Grippe verhindert leider die fest eingeplante Rückkehr des Kapitäns am Samstag. „Schmiede“ ist definitiv nicht dabei.

So wird Salif Sané wahrscheinlich weiter im defensiven Mittelfeld spielen, die Innenverteidigung bilden wie zuletzt Strandberg und Felipe. Auf den Außenpositionen starten wohl Youngster Waldemar Anton und Edgar Prib.

Die Offensive ist momentan der spannendste Bereich. Durch die Genesung einiger potenzieller Leistungsträger ist die Personalsituation undurchsichtig. Felix Klaus dürfte gesetzt sein: Er rechtfertigte das Vertrauen in den letzten Wochen mit teils überragenden Leistungen wie gegen Düsseldorf im Pokal. Mit Klaus ist eine der tragischen Figuren des Abstiegs nun endlich richtig in Hannover angekommen.



Auf der anderen Seite spielte zuletzt Kenan Karaman, der mit seinem Tor im Derby zum Matchwinner wurde. Auch er ist momentan stark in Form und deshalb schwer aus der Mannschaft zu denken. Anders als Artur Sobiech. Wie bereits in Teil 1 angedeutet, könnte Schnecke aus der Mannschaft rücken. Der Platz neben dem ebenfalls gesetzten Leistungsträger und Derbyhelden Martin Harnik, der zuletzt auch wieder für die österreichische Nationalmannschaft nominiert wurde und spielte, ist somit frei.

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Sympathieträger, fleißiger Arbeiter, aber trotzdem zurzeit nur Joker: Iver Fossum. Foto: hannover96.de

Sollte Sarenren Bazee in die Mannschaft rücken, scheint es denkbar, dass Kenan Karaman in den Sturm rückt. Ansonsten könnte auch Niklas Füllkrug seine Chance bekommen. Hier stehen Daniel Stendel viele Optionen zur Verfügung. Babacar Gueye, der gegen Jena fast mit einem Traumtor per Fallrückzieher erfolgreich war, ist zwar nicht erste oder zweite Wahl, aber könnte durchaus auch seine Aktien im Kampf um die Stürmerposition haben, zumindest als Einwechselspieler.

Für was auch immer sich Daniel Stendel entscheiden wird, die momentane Personalsituation scheint exzellent. Mit Hoffmann, Bähre, dem bald genesenen Uffe Bech und Sebastian Maier gibt es weitere Optionen, die die Breite des Kaders verdeutlichen.

Und kurz vor der Winterpause scheint auch die tabellarische Situation immer aussichtsreicher für die Roten. Zwar konnte man den Abstand zum Rivalen aus Peine-Ost nicht auf zwei Punkte verringern, aber dennoch ist er durch den Punktgewinn auch nicht größer geworden. Zwar ist man nur noch Tabellenvierter, jedoch kann man im direkten Vergleich an Heidenheim vorbeiziehen. Auch an Stuttgart könnte Hannover im Falle eines Sieges gegen die Schwaben nah heranrücken. Während der VfB jedoch immer souveräner zu werden scheint, zwar immer wieder Patzer wie gegen Dresden im Spiel hat, aber an sich seine Favoritenrolle immer mehr stärkt, ist Heidenheim schwer einzuschätzen.

Wie solide diese sich im Aufstiegsrennen halten werden, ist die große Frage. Der Tabellenführer hingegen scheint momentan an Substanz zu verlieren. Die Niederlage nach 2:0-Führung gegen Dresden und der Punktverlust, ebenfalls nach 2:0-Führung im Derby, bei dem nach 70 Minuten so schien, als sei die Braunschweiger Luft ausgegangen, zeigten, dass jetzt eventuell der erste Durchhänger von Eintracht Braunschweig naht. Dies wäre für Hannover ein umso größerer Anreiz, bis zur Winterpause richtig ranzuklotzen: Zwei Niederlagen der Braunschweiger und man könnte bei eigenen Siegen am ungeliebten Nachbarn vorbeiziehen.

Die Länderspielpause sorgt natürlich wieder einmal für Raum für Spekulationen, da die Pause einigen sehr gelegen kam und man nie richtig einschätzen kann, wie die Vereine aus dieser herauskommen. (Länderspielpause gehören allgemein in der jetzigen Form abgeschafft…)

96 hat jedoch ein verhältnismäßig machbares Programm und wird mit Konzentration bis zur Winterpause ganz weit vorne im Rennen um den direkten Wiederaufstieg stehen können.

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