96-Übernahme: Juristische Scharmützel weiten sich aus

Die Hannover-Übernahme birgt weiteren Diskussionsstoff (Photo by FIRO/FIRO/SID/)

Hannover – Der Streit um die Übernahme von Hannover 96 durch seinen Präsidenten Martin Kind wird durch ein weiteres juristisches Scharmützel befeuert.

Der Streit um die Übernahme von Hannover 96 durch seinen Präsidenten Martin Kind wird durch ein weiteres juristisches Scharmützel befeuert. Dem stellvertretenden 96-Vorstandsvorsitzenden Uwe Krause droht eine Strafanzeige wegen Verleumdung oder übler Nachrede.

Krause hatte dem 96-Aufsichtsratsmitglied Ralf Nestler, der einen Antrag auf eine Einstweilige Verfügung beim Landgericht Hannover gegen die Übernahme gestellt hat, in einem Zeitungsinterview vorgeworfen, als „geistiger Brandstifter“ Beleidigungen gegen Kind initiiert zu haben. Der Anwalt Nestlers schloss wegen dieser Äußerungen eine Strafanzeige ausdrücklich nicht aus.

Der Streit um die Zukunft des Bundesliga-Aufsteigers spaltet die Anhänger des Traditionsvereins seit Monaten in zwei Lager. Mit einer Entscheidung der Deutschen Fußball Liga (DFL) über den Antrag Kinds, der seit mehr als 20 Jahren die Niedersachsen maßgeblich fördert, wird bis zum Jahresende gerechnet.

4 Kommentare

  1. „Mit einer Entscheidung der Deutschen Fußball Liga (DFL) über den Antrag Kinds, der seit mehr als 20 Jahren die Niedersachsen maßgeblich fördert, wird bis zum Jahresende gerechnet.“

    Woher nehmt ihr die Info, dass Martin Kind den Verein und/oder die Profisparte „maßgeblich“ gefördert hat? Ist das eure eigene, gegriffene Definition von „maßgeblich“? 

    Die DFL definiert in ihrem Kriterienkatalog für eine Ausnahmegenehmigung von 50+1 „maßgeblich“ zumindest mit dem Kriterium der „erheblichen Förderung“: 

    "Als wesentliche Voraussetzung für die Erteilung einer Ausnahmebewilligung stellt sich das Merkmal der „erheblichen“ Förderung dar. Der Begriff „erheblich“ soll nach Auffassung des Vorstandes clubbezogen verstanden werden und zwar dergestalt, dass die Höhe des finanziellen Engagements in jeder einzelnen Spielzeit während des 20-Jahres-Zeitraums mindestens dem durchschnittlichen Budgetanteil entsprechen soll, den das Hauptsponsoring des Clubs, d.h. das höchste Einzelsponsoring, in der jeweiligen Spielzeit ausmacht.“

    (DFL-Rundschreiben Nr. 30 Bereich Recht vom 12.12.2014)

    Die Bilanzen von Verein und Profisparte lassen nicht ansatzweise auf ein finanzielles Engagement von Herrn Kind in dieser Höhe schließen… 

    Und mit dem bloßen Argument, dass Herr Kind als gewählter Amtsträger in der Vergangenheit eine gute Arbeit geleistet hat, folgt für viele eben nicht der logische Schluss, dass man ihm daher den Laden in Alleinherrschaft überlassen sollte…

     

  2. Lasst endlich Martin Kind ans Ruder. Der Mann hat es sich erarbeitet und letztendlich auch verdient. Wo wären denn * MEINE 96 er * ohne sein Engagement? 

     

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