Die Verpflichtung von Elias Saad dürfte das dickste Ausrufezeichen eines Zweitligisten im aktuellen Aufstiegsrennen sein. Während die Konkurrenz im Wintertransferfenster mit kleinen Mitteln nachjustiert und immer wieder schmerzhafte Abgänge in obere Ligen zu schlucken hat, geht Hannover 96 all-in. Das ist eine Macher-Mentalität, die jedem Fan gerade Schmetterlinge in den Bauch zaubert.
Zur Entschlossenheit bei dieser Verpflichtung zählt auch der Fakt, dass wir einen direkten Konkurrenten wie Hertha BSC ausstechen konnten. Mit Fingerspitzengefühl scheinen Schmadtke, Becker und Titz den Nationalspieler – der mit Tunesien Anfang Januar bis ins Achtelfinale des Afrika-Cups gelangte – vornehmlich mit der Aussicht auf sofortige Spielzeit zu uns gelockt zu haben. Letztere war in Augsburg zuletzt nicht mehr wirklich vorhanden und auch nicht gewinnbringend, sodass der Schritt zurück in die zweite Liga durchaus zu einem Comeback werden kann.
Trainer Christian Titz konnte den 26-Jährigen dem Vernehmen nach mit seiner Spielidee überzeugen, in der schnelle, dribbelstarke Flügelspieler eine gewichtige Rolle spielen.
Elias Saad bringt auf Anhieb Schwung in das Spiel
Wir erinnern uns nur ungern an die Saison 23/24, als der quirlige Tunesier unserer rechten Abwehrseite Knoten in die Beine dribbelte. Auch dank seines Talents stieg der FC St. Pauli am Ende verdient ins Oberhaus auf.
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Doch zurück zum großen Ganzen bei unseren Roten im Winter 25/26:
Statt wie in den Jahren zuvor knauserig auf den Fußballgott zu hoffen, der uns auch ohne Investitionen und Verstärkungen irgendwie zurück in den Aufstieg führt, wurde nun endlich einmal eine echte Duftmarke gesetzt. Weißhaupt, Thórdharson und Saad können drei Unterschiedsspieler werden, die unseren irren xG- und xP-Werten endlich Taten folgen lassen.
Die Reaktionen im Netz waren größtenteils euphorisch, denn Saad ist deutschlandweit für seine Pace und seine Dribblings bekannt. Das Geilste, was ich lesen durfte, war ein User, der von „Wettbewerbsverzerrung wegen geisteskranker Skills“ schrieb. Herrlich!
Den Skeptikern und Kritikern in der weiten Social-Media-Welt sei hingegen gesagt, dass Hannover trotz bereits vier vorhandener offensiver Außen weiterhin Bedarf an zusätzlichen Seitenlinien-Raketen hat. Mit Tayfun Kurt, Mustapha Bundu und Husseyn Chakroun ist unser Lazarett derzeit leider gut gefüllt. Im Rennen um den Aufstieg gilt es jedoch, ab Sonntag mit voller Wucht da zu sein und keine Punkte durch unnötiges Zögern zu verschenken.
Und klar: Auch wir wissen, dass unser Neuling in Augsburg nicht gerade seine stärkste Saison gespielt hat. Aber wir wissen ebenso, welches Potenzial Christian Titz aus diesem Jungen kitzeln kann. Wartet es ab!
Elias Saad könnte genau dieses Versprechen erfüllen.
Wir freuen uns auf dich, Rakete!
Die Lieblingsfolgen vom 96Freunde-Podcast mit Altin Lala, Florian Fromlowitz und Ewald Lienen. Viel Spaß beim Reinhören!
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Taycan nicht Tayfun 😉