Bitte, was hat Hannover 96 da gestern für ein Feuerwerk gezündet – vor allem in der ersten Halbzeit? Als ich am Freitag noch gesagt habe, dass wir drei Punkte aus der Hauptstadt entführen werden, wurde ich belächelt. Doch einmal mehr zeigt sich: Dieser vielleicht etwas übermütige Optimismus war absolut berechtigt.
Am Ende steht ein 3:2-Auswärtssieg auf der Anzeigetafel. Ein Ergebnis, das enger wirkt, als es der Spielverlauf über weite Strecken tatsächlich war. Besonders die erste Halbzeit war eine Machtdemonstration – spielerisch, läuferisch und mental. Hannover trat mit breiter Brust auf, aggressiv gegen den Ball und mit klaren Ideen im Offensivspiel.
Ein Sinnbild dafür war einmal mehr Yokota auf dem rechten Flügel. Was der 25-Jährige dort abgerissen hat, war schlichtweg bockstark. Seine Ballbehandlung, dieses explosive Tempodribbling – das gibt dem Offensivspiel von 96 eine neue Dimension. Immer wieder suchte er das Eins-gegen-eins, zog Gegenspieler auf sich, riss Räume für seine Mitspieler. Besonders beeindruckend: seine Arbeit gegen den Ball. Yokota ist sich für keinen Sprint im Rückwärtsgang zu schade, schließt Lücken, unterstützt defensiv – ein Flügelspieler, der den modernen Fußball in beide Richtungen interpretiert.
Benjamin Källman immer goldrichtig
Und dann müssen wir natürlich wieder über Benjamin Källman reden. Der Finne liefert Woche für Woche Argumente, warum er aktuell zu den komplettesten Stürmern der Liga gehört. Er steht einfach immer goldrichtig. Sein Timing in der Box ist herausragend – ein Instinkt, den man bei 96-Angreifern lange vermisst hat. Mit nun 13 Saisontreffern unterstreicht er seine Bedeutung eindrucksvoll. Man darf wirklich gespannt sein, wo diese Reise noch hinführt. Dass das bislang erfolgreichste Team des Kalenderjahres 2026 auch den erfolgreichsten Torschützen stellt, wirkt dabei fast schon folgerichtig.
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Besonders gefreut hat mich zudem der Treffer von Noah Weißhaupt. In den vergangenen Wochen schien es ein wenig so, als sei der Wintertransfer von Saad bereits voll eingeschlagen, während Weißhaupt noch auf der Suche nach seiner Form war. Doch dieses Tor könnte sich als Brustlöser erweisen. Man hatte das Gefühl, dass mit dem Jubel auch eine gewisse Last von ihm abgefallen ist. Vielleicht ist er nun endgültig in der alten Messestadt angekommen.
Wer neben den Emotionen noch Zahlen braucht, um von diesem 96-Spiel angetan zu sein, sollte jetzt genau hinhören. Der Kollege RedRevo69 – ein Blick auf sein Profil lohnt sich – hat drei hochspannende Daten zusammengetragen:
- Mit 49,8 Expected Goals rangiert Hannover 96 auf Platz 2 übergreifend in der 1. und 2. Bundesliga – nur hinter Bayern München.
- 663 Ballberührungen im gegnerischen Strafraum bedeuten ligaübergreifend Rang 3 – hinter Bayern und Leipzig.
- 92 kreierte Großchancen: ebenfalls Platz 2, erneut nur hinter den Münchnern.
Diese Werte sind kein Zufall. Sie spiegeln wider, was man auf dem Platz sieht: mutigen, vertikalen Offensivfußball, viele Spieler in gefährlichen Zonen, konsequentes Nachrücken und ein klares Vertrauen in die eigene Durchschlagskraft.
Wie gut die Stimmung innerhalb der Mannschaft ist, zeigte sich nicht nur in den Jubeltrauben nach den Treffern, sondern auch in den Minuten nach dem Abpfiff. Die ausgelassene Feierei vor dem prall gefüllten Auswärtsblock war sinnbildlich für den aktuellen Teamgeist. Da feiert nicht nur eine Mannschaft einen Sieg – da feiert ein Kollektiv, das füreinander durchs Feuer geht.
Überhaupt: Dieser wahnsinnig starke Auswärtssupport ist ein echter Schlüsselfaktor für die Leistungen dieser Mannschaft. Auch in der Ferne wird 96 lautstark nach vorne gepeitscht. Diese Energie überträgt sich sichtbar auf das Team – und sie beeindruckt Gegner gleichermaßen. Wer einmal erlebt hat, wie ein voller Auswärtsblock ein Spiel kippen kann, weiß, welchen Unterschied das macht.
Unterm Strich bleibt ein Auswärtssieg, der weit mehr ist als nur drei Punkte. Es war ein Statement. Spielerisch. Mental. Statistisch.
Und vielleicht auch ein kleines „Ich hab’s doch gesagt“ an alle, die am Freitag noch gelächelt haben.
Die Lieblingsfolgen vom 96Freunde-Podcast mit Altin Lala, Florian Fromlowitz und Ewald Lienen. Viel Spaß beim Reinhören!
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