Liebe „Fans“, hört doch mal mit dem Jammern auf!

Wochen der Entscheidungen: Manager Horst Heldt muss die Weichen für die neue Saison stellen. Foto: Micha Will/Bongarts/Getty Images.

Frank sieht rot: „Geht das Gejammere und Gemotze schon wieder los?“ fragt sich unser Kolumnist Frank Meyer in der neuesten Ausgabe seiner Kolumne auf 96Freunde.de. Wir wünschen euch viel Spaß beim Lesen!

Wenn ein unabhängiger Betrachter so einige Kommentare in diversen Foren und Seiten von „Anhängern“ der Roten liest, der muss den Eindruck bekommen, dass der erste Absteiger bereits fest steht, bevor das erste Pflichtspiel gespielt wurde – nämlich Hannover 96.

Da wurde schon nach dem Spiel gegen Havelse (2:1 für Hannover) davon geredet, dass dieser Kader nicht erstligatauglich sei. Wohl wissend, dass Waldemar Anton bei der U21-EM im Einsatz war. Wohl wissend, dass noch nicht alle Transfers  getätigt wurden. Aber unseren sogenannten „Fans“ war da schon klar, dass es nicht für den Klassenerhalt reicht. Und dieses Gejammere zieht sich jetzt wie ein roter Faden durch die bisherige Vorbereitung. Und es gipfelte darin, dass „Experten“ einer Boulevardzeitung fabulierten, die Roten wären Absteiger Nr. 1. Das war dann Wasser auf die Mühlen der chronischen Nörgler.

Aber dieses Gejammere und Gemotze hat sich ja auch wie ein roter Faden durch die letzte Saison von Hannover 96 gezogen.

Kleine Erinnerung: Es wurden sogar teils die eigenen Spieler bei Heimspielen ausgepfiffen; es wurde munter auf Präsident, Manager und Trainer drauf los geschimpft. Und am Ende hatten diejenigen Recht, die immer an den Aufstieg geglaubt haben. Ich habe mich über den Wiederaufstieg auch riesig gefreut. Man mag Martin Kind zurzeit hart wegen der nicht genehmigten Mitgliedsanträge kritisieren – aber er hat seine eigene Aussage, dass der Aufstieg alternativlos wäre, mit klugen personalpolitischen Entscheidungen eingehalten. Man muss seinen Hut vor der Aufstiegsmannschaft ziehen, die dem Druck vom Umfeld und vom Präsidium Stand gehalten hat.

Ich habe, was das Ziel für kommende Saison angeht (und das kann als Aufsteiger nur der Klassenerhalt sein!), ein sehr gutes Gefühl.

Und das hat allein mit dem Manager zu tun. Seit Schmadtke den Verein verlassen hat, ist mit Horst Heldt zum ersten Mal nun wieder ein fähiger Sportdirektor am Ruder. Und deswegen sehe ich dem Rest der zu erwartenden Transfers ganz gelassen entgegen. Man muss nicht täglich irgendwelche Wasserstandsmeldungen über Lasogga und Pizarro lesen – das einzige, was zählt, ist die finale Verkündung eines Transfers.

Und während einige jammern und meckern, sollten andere ihren Anspruch mal der Wirklichkeit anpassen. Da wird schon wieder davon geträumt, dass man mit einem Königstransfer Richtung Europa aufbrechen könnte… Nein! Die Realität heißt für einen Aufsteiger einzig und allein eins: nicht in den Abstiegsstrudel zu geraten. Die darauffolgende Saison kann man dann andere Ziele anstreben. Aber mit Augenmaß. Ich wünsche der Mannschaft nun erstmal ein erfolgreiches Trainingslager. Und wenn sie die Testspiele nicht alle gewinnen – so what! Was zählt, ist das erste Pflichtspiel. Hier muss 96 auf der Hut sein, denn das Pokalspiel gegen Bonn hat einen hohen „Blamierfaktor“… Aber das ist ein anderes Kapitel. Wichtig ist jetzt erstmal, dass alle Spieler fit wiederkommen. Auch Felipe und Noah.

96 Alte Liebe!

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3 Kommentare

  1. Danke für diesen Beitrag. Ich meide seit Wochen Facebook aufgrund der Dauernörgler, Kind-Beschimpfer und Allesbesserwisser unter uns Roten. 

  2. Hallo Frank,

    ich gebe dir auch vollkommen Recht. Wichtig ist das wir gute Transfers  

    melden können, die auch gut in die Mannschaft passen  Lieber gute Klasse 

    als Masse. Breitenreiter wird eine gute Mannschaft zusammen stellen und auch motivieren. Mit dieser schaffen wir dann Platz 11 bis 9 und können dann zufrieden sein. Hauptsache ist nicht absteigen. 

    Jetzt lasst 96 in Ruhe arbeiten , die nörgeln geht einem auf die Nerven.

    Wenn Kritik dann objektive Analysen und nicht subjektive Meinungen.

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