Tore, Tore, Tore – Hannovers Achterbahnfahrt geht weiter

Hannover 96 holt sich mit dem Sieg neuen Mut (Photo by FIRO SPORTPHOTO/FIRO SPORTPHOTO/SID/)

Nach der bitteren Heimniederlage gegen St. Pauli zeigt Hannover eine überzeugende Reaktion und gewinnt mit 5:2 in Nürnberg. Fünf verschiedene Torschützen durften für die Roten im Nürnberger Schnee jubeln – sodass am Ende ein verdienter Auswärtserfolg steht.

Ein überzeugender Genki Haraguchi, ein herausragender Michael Esser und große Effizienz vor dem Tor. Hannover 96 schießt sich den Frust von der Seele und gewinnt mit 5:2 (2:1) im Nürnberger Max-Morlock-Stadion. Der zweite Auswärtssieg in Serie ist gleichbedeutend mit dem Sprung auf Rang sechs.
Kocak ist zum Umbauen gezwungen
Schon vor der Partie war klar, dass Kenan Kocak seine Elf umbauen muss. Marcel Franke (5. Gelbe Karte) und Jaka Bijol (Gelb-Rot) fehlten nach der bitteren 2:3 Heimniederlage gegen St. Pauli gesperrt, zudem fiel Simon Falette mit einer Adduktorenverletzung aus. So bekam Baris Basdas seine Chance als zweiter Innenverteidiger neben Timo Hübers, Josip Elez startete für Bijol auf der Sechs. Beide Teams starteten mit viel Druck in die Partie und setzten den Gegner jeweils früh unter Druck, sodass sich in der ersten Viertelstunde auch keine richtigen Torchancen ergeben konnten. Lediglich eine Halbchance von Kaiser auf der einen Seite und von Nürnberger auf der anderen Seite kamen so zustande.
Drei Tore und ein Déjà-vu in Halbzeit eins
Nach 18 Minuten wurde es dann aber hektisch. Eine schöne Kombination aus dem Mittelfeld landet bei Genki Haraguchi, der bedient Marvin Ducksch, dem das Tor aber leider vorerst verwehrt bleibt. Denn: Im Zweikampf rupft Asgar Sörensen am 96-Stürmer, Ducksch fällt, Elfmeter. Marvin Ducksch nimmt sich der Sache selbst an und schiebt den Elfmeter mit einem kräftigen Schuss unten links ins Tor. Nur sechs Minuten später kam es dann zu einer Szene, die bei jedem Fan ein gleichermaßen schönes wie schmerzhaftes Déjà-vu hervorgerufen haben dürfte. Ecke Kaiser von der rechten Seite, am ersten Pfosten steigt Timo Hübers hoch und köpft den Ball ins Tor. Derselbe Ablauf und die gleichen Beteiligten, wie beim Führungstreffer bei Hannovers Gastspiel in Nürnberg am 6. März 2020 – Hannovers letztem Spiel vor der Corona-Pause. Mit einer deutlichen Führung konnten die Roten jedoch nicht in die Pause gehen, denn nach dem 2:0 durch Timo Hübers kämpften sich die Gastgeber wieder ins Spiel – und kamen in der 35. Minute durch Manuel Schäffler wieder ran.
Hannover 96 holt sich mit dem Sieg neuen Mut (Photo by FIRO SPORTPHOTO/FIRO SPORTPHOTO/SID/)
Haraguchi macht sich erneut zum Man of the Match
Einer, der gegen den FC St. Pauli bereits ein super Spiel ablieferte, zeigte auch in der zweiten Hälfte des Nürnberg-Spiels, warum sich Hannover mal Gedanken über eine Vertragsverlängerung mit ihm machen sollte. Genki Haraguchi, schon zuvor als Spielgestalter und Organisator in Erscheinung getreten, fasste sich in der 58. Minute ein Herz, schoss aus 25 Metern einfach mal auf das Nürnberger Tor und versenkte den Ball perfekt im linken, unteren Eck. Das 3:1 des Japaners war auch der Startschuss für eine kleine Zwischenoffensive. Nur zwei Minuten später steht Marvin Ducksch frei vor Nürnbergs Mathenia, der Keeper der Gastgeber konnte aber stark parieren. Fast im direkten Gegenzug war dann Michael Esser gefordert, der mit einem starken Reflex den erneuten Nürnberger Anschlusstreffer verhindern konnte.
Torreiche Schlussphase und drei Punkte
Auch zwei Hannoveraner Joker durften sich noch über Tore freuen. Der eingewechselte Florent Muslija durfte in der 72. Minute einen Freistoß treten und versenkte diesen im Tor der Nürnberger. Der abgefälschte Ball flog über die Hände von Nürnbergs Keeper Christian Mathenia und schlug zum 4:1 ein. In der 86. Minute nutzte auch Patrick Twumasi einen Fehler des Nürnberger Keepers aus und versenkte den Ball im kurzen Eck zur 5:1 Führung. Mit der letzten Aktion des Spiels durften die Clubberer dann noch etwas Ergebniskosmetik betreiben. Johannes Geis versenkte einen abgefälschten Freistoß in der 90. Minute zum 5:2 Endstand im Tor, Esser war machtlos.
Bereits am kommenden Mittwoch ist Hannover erneut gefordert. Um 20:30 Uhr geht es im Karlsruher Wildparkstadion zur Sache. Die punktgleichen Karlsruher spielten am Samstag 1:1 gegen Heidenheim und liegen auf dem siebten Platz der Tabelle.
Hannover: Esser – Muroya, Basdas, Hübers, Hult – Elez, Kaiser – Sulejmani (65. Muslija), Haraguchi,Schindler (65. Twumasi) – Ducksch (76. Weydandt)

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